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Gibt es spezielle Handpflege für Diabetiker und worauf sollte man achten?

Gibt es spezielle Handpflege für Diabetiker und worauf sollte man achten?

Sanfte Hände bei Diabetes: Worauf es bei der Handpflege wirklich ankommt

Hände sind täglich im Einsatz. Bei Diabetes sind sie oft besonders empfindlich. Trockene, gespannte Haut, kleine Risse oder schlechter heilende Verletzungen treten an den Händen häufiger auf. Viele Betroffene fragen sich deshalb, ob sie eine spezielle Handpflege brauchen und was im Alltag wichtig ist. Dieser Überblick zeigt, warum die Hände bei Diabetes mehr Aufmerksamkeit brauchen, wie Sie sie gezielt schützen und welche Fehler Sie besser vermeiden.


Warum Hände bei Diabetes besondere Aufmerksamkeit brauchen

Diabetes beeinflusst die Haut auf mehreren Ebenen. Ein erhöhter Blutzucker kann dazu führen, dass der Körper mehr Flüssigkeit verliert. Die Haut wird trockener und anfälliger für Risse. Zusätzlich kann die Durchblutung gestört sein, und das Nervensystem kann sich mit der Zeit verändern.

Die Folgen:

  • kleine Verletzungen werden manchmal schlechter bemerkt
  • Wunden können langsamer heilen
  • Bakterien und Pilze gelangen in trockene, rissige Haut leichter hinein

Die Hände sind ständig im Kontakt mit Wasser, Seife, Putzmitteln, Papier und Temperaturwechseln. Das belastet die Hautbarriere zusätzlich. Eine bewusste Handpflege hilft, die Haut geschmeidig zu halten, das Risiko von Rissen zu verringern und Infektionen vorzubeugen.


So pflegen Sie Ihre Hände bei Diabetes im Alltag

Eine Spezialcreme nur für Personen mit Diabetes ist nicht zwingend nötig. Wichtiger ist, dass die Handpflege zu den Bedürfnissen Ihrer Haut passt und regelmäßig angewendet wird.

Sanfte Reinigung wählen

  • Hände mit lauwarmem Wasser waschen, nicht heiß.
  • Milde, pH-hautfreundliche Reinigungsprodukte nutzen.
  • Nach Kontakt mit Reinigungsmitteln Handschuhe tragen.

Regelmäßig eincremen

  • Nach jedem Händewaschen eine rückfettende Pflege auftragen.
  • Auf Inhaltsstoffe achten, die Feuchtigkeit binden (zum Beispiel Glycerin, Harnstoff in niedriger bis mittlerer Konzentration, Aloe vera) und die Hautbarriere unterstützen (zum Beispiel pflanzliche Öle oder Lipide).
  • Creme vollständig einziehen lassen, besonders zwischen den Fingern.
Empfehlung: Unsere Kosmetikexperten empfehlen Grown Alchemist Hand Rich Restorative Hand Cream (65 ml).

Schutz im Alltag einbauen

  • Beim Putzen oder Abwaschen Handschuhe verwenden.
  • Im Winter zusätzlich auf Kälteschutz achten, zum Beispiel durch wärmende Handschuhe draußen und eine etwas reichhaltigere Pflege.

Typische Stolperfallen: und wie Sie sie vermeiden

Zu heißes und zu häufiges Waschen
Sehr heißes Wasser und ständiges Waschen mit aggressiven Seifen trocknen die Haut stark aus. Besser sind lauwarmes Wasser und milde Produkte. Anschließend konsequent eincremen.

Creme nur bei Bedarf benutzen
Warten, bis die Hände schmerzen oder rissig sind, ist ungünstig. Hautpflege wirkt vorbeugend am besten. Bauen Sie das Eincremen als festen Schritt in Ihren Alltag ein.

Kleine Risse oder Verletzungen ignorieren
Bei Diabetes können auch kleine Einrisse oder Kratzer zum Problem werden. Beobachten Sie solche Stellen, halten Sie sie sauber und sprechen Sie Ihre ärztliche Praxis an, wenn sie sich röten, schwellen oder schmerzen.

Zwischenräume vergessen
Zwischen den Fingern trocknet die Haut schnell aus, kann aber auch feucht bleiben und aufquellen. Nach dem Waschen gut abtrocknen und dünn eincremen, ohne dass sich Feuchtigkeit staut.


Erprobte Tipps für geschützte, geschmeidige Hände

  • Platzieren Sie eine Handcreme dort, wo Sie sie oft sehen: am Waschbecken, am Schreibtisch, am Bett.
  • Nutzen Sie abends eine etwas reichhaltigere Pflege, gegebenenfalls mit Baumwollhandschuhen darüber, damit sie besser einzieht.
  • Trinken Sie ausreichend. Eine gute Flüssigkeitsversorgung unterstützt auch die Haut.
  • Kontrollieren Sie Ihre Hände täglich kurz auf Risse, Druckstellen oder kleine Wunden.
  • Besprechen Sie ungewöhnliche Veränderungen frühzeitig mit dem medizinischen Fachpersonal, das Sie betreut.

Kurz zusammengefasst

Es gibt keine zwingend nur für Personen mit Diabetes zugelassene Handpflege. Hände bei Diabetes brauchen jedoch häufig eine besonders sorgfältige, regelmäßige Pflege. Entscheidend sind milde Reinigung, konsequentes Eincremen und ein verlässlicher Schutz vor Reizstoffen, Kälte und Nässe. So unterstützen Sie Ihre Hautbarriere, verringern das Risiko für Risse und helfen, das Risiko von Infektionen zu senken.


Häufig gestellte Fragen zur Handpflege bei Diabetes

Brauche ich als Diabetikerin oder Diabetiker eine spezielle Diabetiker-Handcreme?
Nicht unbedingt. Wichtig ist, dass die Creme feuchtigkeitsspendend, rückfettend und gut verträglich ist. Ob sie ausdrücklich für Diabetes gekennzeichnet ist, ist weniger wichtig als die Inhaltsstoffe und Ihre individuelle Verträglichkeit.

Wie oft sollte ich meine Hände eincremen?
Ideal ist nach jedem Händewaschen und zusätzlich vor dem Schlafengehen. Bei sehr trockener Haut kann auch ein weiteres Mal tagsüber sinnvoll sein.

Kann ich Peelings an den Händen verwenden, wenn ich Diabetes habe?
Mechanische Peelings mit groben Körnchen sind eher ungünstig, da sie die Haut reizen und Mikroverletzungen verursachen können. Wenn die Haut sehr trocken ist oder zu Rissen neigt, sollten Sie auf Peelings an den Händen lieber verzichten, sofern nicht medizinisch etwas anderes empfohlen wurde.

Wann sollte ich mit meinen Händen ärztlichen Rat suchen?
Wenn Rötungen, Schwellungen, Schmerzen, nässende Stellen oder nicht heilende Risse auftreten oder wenn sich Ihr Hautbild deutlich verändert, sollten Sie das zeitnah medizinisch abklären lassen.

Gibt es spezielle Handpflege für Diabetiker und worauf sollte man achten?

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