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Welcher Concealer eignet sich für Unreinheiten und welcher für die Augenpartie?

Makelloser Teint: Welcher Concealer für Unreinheiten – und welcher für die Augenpartie?

Ein Produkt, das alles kann – klingt praktisch, scheitert bei Concealer aber meistens an der Realität. Die Haut unter den Augen verhält sich schlicht anders als die an Wangen, Stirn oder Kinn. Wer das ignoriert, betont schnell Fältchen, Trockenheit oder Unreinheiten – statt sie leiser zu machen.
Im Folgenden geht es darum, welche Texturen und Farbtöne für Unreinheiten sinnvoll sind, welche für die Augenpartie – und wie Sie beides so einsetzen, dass der Teint ebenmäßig, aber nicht „geschminkt“ aussieht.


Warum Concealer nicht gleich Concealer ist

Concealer ist weit mehr als „heller Foundation“. Je nach Rezeptur, Deckkraft und Finish kann das Ergebnis völlig unterschiedlich wirken.

  • Hautstruktur:
    Die Haut unter den Augen ist dünn, empfindlich und ständig in Bewegung. Sie neigt zu Trockenheit und feinen Linien.
    Haut mit Unreinheiten ist meist robuster, häufig eher ölig und unruhiger in der Struktur.

  • Ziel:
    Unter den Augen geht es darum, Schatten und Müdigkeit zu mildern und den Blick wacher wirken zu lassen.
    Bei Unreinheiten steht das Neutralisieren von Rötungen und Unebenheiten im Vordergrund.

  • Formulierung:
    Für die Augenpartie braucht es eher leichte, feuchtigkeitsspendende Texturen.
    Für Unreinheiten sind fester haftende, stärker deckende Concealer sinnvoll, die dort bleiben, wo sie hingehören.

Genau diese Unterschiede machen deutlich, warum „ein Concealer für alles“ fast immer Kompromisse bedeutet.


Für jede Zone das richtige Produkt: So unterscheiden Sie sinnvoll

Concealer für Unreinheiten

Für Pickel, Rötungen oder alte Akne-Male eignen sich in der Regel Concealer mit:

  • Mittlerer bis hoher Deckkraft:
    So reicht meist ein dünner Auftrag, ohne mehrfach nachlegen zu müssen.
  • Etwas festerer Textur (z. B. cremig-kompakt):
    Sie verrutscht weniger und haftet besser auf leicht öliger oder unruhiger Haut.
  • Neutralisierenden Untertönen:
    Gegen Rötungen funktionieren leicht gelbliche oder oliv-beige Töne meist besser als deutlich rosige Nuancen.

Entscheidend: Der Concealer für Unreinheiten sollte so nah wie möglich an Ihrem Hautton liegen, damit einzelne Stellen nicht als helle Flecken hervorstechen.

Concealer für die Augenpartie

Unter den Augen gelten andere Regeln:

  • Leichte bis mittlere Deckkraft:
    Genug, um Schatten zu mildern, ohne die zarte Haut zu „zukleistern“.
  • Flüssige, cremige Textur mit Pflegeanteil:
    Sie setzt sich weniger in Fältchen ab und verschärft Trockenheit nicht noch zusätzlich.
  • Leicht aufhellende Nuance:
    Ungefähr eine halbe Stufe heller als Ihr Hautton lässt die Augenpartie wacher erscheinen, ohne maskenhaft zu wirken.
  • Farbkorrektur je nach Art der Augenringe:
    • Bläuliche Augenringe: pfirsich- bis leicht orangestichige Töne
    • Bräunliche Schatten: eher neutrale bis leicht gelbliche Nuancen

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu viel Produkt
    Dicke Schichten betonen Fältchen und Unreinheiten eher, als dass sie sie kaschieren. Besser dünn auftragen, kurz betrachten, bei Bedarf punktuell nachlegen.

  • Ein und derselbe Concealer für alles
    Ein stark deckender, matter Concealer wirkt unter den Augen schnell trocken und hart.
    Ein sehr flüssiger, leichter Concealer wiederum schafft es selten, Pickel oder Rötungen zuverlässig verschwinden zu lassen.

  • Zu helle Farbe auf Pickeln
    Helle Tupfer ziehen den Blick genau dorthin, wo Sie ihn nicht haben wollen. Für Unreinheiten möglichst den Hautton treffen.

  • Unscharfe Übergänge
    Sichtbare Ränder verraten jede Abdeckung. Die Kanten immer sorgfältig mit Finger, Pinsel oder Schwämmchen ausblenden, bis sie mit der Umgebung verschmelzen.


Praxistipps für ein natürliches, ebenmäßiges Finish

  • Reihenfolge einhalten
    Erst die gewohnte Pflege, dann – falls gewünscht – Foundation. Danach gezielt Concealer für Unreinheiten und die Augenpartie einsetzen.

  • Gezielt statt flächig arbeiten
    Concealer auf Unreinheiten nur punktuell auftragen. Unter den Augen reichen meist ein kleiner Punkt im inneren Augenwinkel und einer im äußeren Drittel, dann sanft ausblenden.

  • Körperwärme nutzen
    Besonders festere Texturen werden geschmeidiger, wenn Sie sie kurz mit dem Finger anwärmen. So lassen sie sich besser einarbeiten und verbinden sich harmonischer mit der Haut.

  • Fixieren – aber behutsam
    Ein Hauch transparentes Puder auf Unreinheiten verlängert die Haltbarkeit. Unter den Augen genügt sehr wenig Puder – oder Sie lassen es weg, wenn Ihre Haut dort schnell trocken wirkt.

  • Im Tageslicht prüfen
    Kontrollieren Sie das Ergebnis, wenn möglich, bei natürlichem Licht. So sehen Sie am zuverlässigsten, ob der Farbton stimmt und ob alles gleichmäßig verblendet ist.


Kurz zusammengefasst

Für Unreinheiten braucht es einen Concealer mit höherer Deckkraft, etwas festerer Textur und einem Farbton, der Ihrem Hautton sehr nahekommt.
Für die empfindliche Augenpartie ist eine leichtere, cremige, leicht aufhellende Formulierung mit passender Farbkorrektur die bessere Wahl.
Wer beide Bereiche mit unterschiedlichen Produkten behandelt und sparsam dosiert, erhält ein ebenmäßiges, aber weiterhin lebendiges Hautbild.


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