BB, CC oder doch Foundation? Wie Sie das richtige Produkt für Ihren Teint wählen
BB-Cream, CC-Cream oder klassische Foundation: Die Begriffe sind geläufig, die Unterschiede aber oft nicht. Viele fragen sich, welches Produkt zur eigenen Haut passt und in welcher Situation welche Textur sinnvoll ist.
Hier wird erklärt, wie sich die Formulierungen unterscheiden, welche Deckkraft sie haben und für welche Anlässe sie gedacht sind. So lässt sich gezielt auswählen, was morgens auf das Gesicht kommt, je nach Anlass, Hautzustand und gewünschtem Finish.
Was hinter BB, CC und Foundation wirklich steckt
BB-Creams („Blemish Balm“ oder „Beauty Balm“) wurden entwickelt, um den Teint optisch zu glätten und mehrere Funktionen in einem Produkt zu bündeln. Typisch sind eine leichte bis mittlere Deckkraft, pflegende Bestandteile und häufig ein integrierter Lichtschutzfaktor. Das Ergebnis ist ein natürlicher, frischer Teint mit wenig Aufwand.
CC-Creams („Colour Correcting“) zielen stärker auf Farbkorrektur. Sie sind meist etwas leichter als viele Foundations, können aber Rötungen, fahle Partien oder leichte Pigmentunterschiede ausgleichen, ohne stark geschminkt zu wirken. Im Mittelpunkt steht ein gleichmäßiger Hautton.
Die klassische Foundation ist in erster Linie ein Make-up zur Abdeckung des Teints. Sie reicht von sehr leichter bis hoher Deckkraft, von mattem bis glowy Finish und von flüssiger bis kompakter Textur. Anders als BB- oder CC-Creams steht hier der ausgleichende, perfektionierende Effekt im Vordergrund. Pflegende Eigenschaften können enthalten sein, sind aber nicht zwingend.
Zusammengefasst:
- BB-Cream: Allrounder mit leichter bis mittlerer Deckkraft, pflegend, oft mit LSF, natürlicher Look
- CC-Cream: Leicht bis mittel, Schwerpunkt Farbkorrektur, sehr natürliches Finish
- Foundation: Variabel, von leicht bis stark deckend, für ein besonders ebenmäßiges, häufig professioneller wirkendes Ergebnis
Wie Sie BB, CC und Foundation sinnvoll in Ihren Alltag einbauen
Im Alltag greifen viele zu BB- oder CC-Cream, weil sie schnell anzuwenden sind und den Teint dezent optimieren.
Typische Einsatzmomente:
BB-Cream für unkomplizierte Tage:
Geeignet für Büro, Uni oder Homeoffice, wenn Sie gepflegt aussehen möchten, ohne stark geschminkt zu wirken. Sie gleicht kleine Unregelmäßigkeiten aus und lässt die Haut durchscheinen.
CC-Cream, wenn der Hautton unruhig wirkt:
Bei Rötungen, grauen oder gelblichen Partien kann eine CC-Cream den Teint harmonisieren, ohne viele Produktschichten.
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Foundation für besondere Anlässe:
Für Fotos, Abend-Events oder Tage, an denen der Teint besonders gleichmäßig wirken soll, ist Foundation meist die erste Wahl. Sie bietet je nach Produkt deutlich mehr Deckkraft und Haltbarkeit.
Viele nutzen eine Kombination: BB oder CC im Alltag, Foundation an Tagen mit höherem Stylingaufwand. Wichtig ist, die Haut gründlich zu reinigen, eine passende Pflege aufzutragen und das Produkt gleichmäßig einzuarbeiten, etwa mit Fingern, Schwämmchen oder Pinsel.
Typische Stolperfallen und wie Sie sie umgehen
Ein verbreitetes Missverständnis ist, BB- oder CC-Creams als vollständigen Ersatz für die gesamte Hautpflege zu sehen. In der Regel sind sie jedoch keine alleinige Pflege, sondern ergänzen die Routine. Besonders bei trockener oder sensibler Haut reicht die integrierte Pflege oft nicht.
Häufig wird auch die Deckkraft falsch eingeschätzt. Wer von einer BB- oder CC-Cream die gleiche Abdeckung wie von einer stark deckenden Foundation erwartet, wird enttäuscht. Umgekehrt kann eine hoch deckende Foundation im Alltag schnell zu maskenhaft wirken, wenn nur eine leichte Optimierung gewünscht war.
Beim Lichtschutzfaktor lohnt sich Aufmerksamkeit. Einige BB- und CC-Creams enthalten LSF, doch die verwendete Menge reicht im Alltag oft nicht aus, um den angegebenen Schutz vollständig zu erreichen. Ein separates Sonnenschutzprodukt kann sinnvoll sein, besonders bei längeren Aufenthalten im Freien.
Praxiserprobte Tipps für einen Teint, der zu Ihrem Tag passt
Für sehr natürliche Tage:
Eine leichte Pflege auftragen und danach eine BB-Cream verwenden. Bei Bedarf punktuell mit Concealer nacharbeiten, zum Beispiel an Rötungen oder Augenringen.
Bei unruhigem Hautton:
Zu einer CC-Cream greifen und die Bereiche betonen, die farblich auffallen. Anschließend mit den Fingern gut verblenden, damit keine Kanten sichtbar sind.
Für sichtbare Unebenheiten oder besondere Anlässe:
Eine Foundation mit passender Deckkraft wählen. Besser in dünnen Schichten aufbauen als eine dicke Schicht auftragen.
Finish anpassen:
Wirkt die Haut schnell glänzend, hilft ein transparentes Puder. Fehlt Frische, können ein leichter Highlighter oder Creme-Rouge mehr Lebendigkeit ins Gesicht bringen.
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Farbton testen:
BB, CC oder Foundation im Tageslicht am Übergang zwischen Gesicht und Hals testen. Der Farbton sollte sich harmonisch einfügen und weder heller noch dunkler wirken.
Kurz zusammengefasst
BB- und CC-Creams sind leichte, alltagstaugliche Multitalente: BB für ein natürliches, pflegend wirkendes Ergebnis, CC vor allem zur Farbkorrektur. Die klassische Foundation bietet die größte Bandbreite an Deckkraft und Finish und eignet sich, wenn der Teint besonders ebenmäßig aussehen soll oder mehr Abdeckung nötig ist.
Die Wahl hängt vom Anlass, dem gewünschten Look und dem Hautzustand ab. Mit einem Trio aus BB oder CC plus einer passenden Foundation sind viele Situationen abgedeckt, vom schnellen Alltagslook bis zum aufwendigeren Make-up.