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Wie setze ich Lockenstab oder Glätteisen ein, um sanfte Beach-Waves zu stylen?

Sanfte Beach-Waves mit Lockenstab oder Glätteisen: So gelingt der lässige Look

Beach-Waves sehen aus, als wären sie zufällig beim Trocknen an der Meeresluft entstanden – in Wahrheit steckt ein wenig System dahinter. Mit Lockenstab oder Glätteisen lassen sich die weichen Wellen aber erstaunlich unkompliziert nachstylen, ohne das Haar unnötig zu strapazieren. Im Folgenden geht es darum, welche Temperaturen sinnvoll sind, welche Technik funktioniert und wie Sie Ihr Haar vorbereiten sollten. Außerdem finden Sie eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung und Hinweise auf typische Fehler, die den Beach-Look schnell zerstören.


Was Beach-Waves eigentlich ausmacht – und warum die Technik entscheidend ist

Beach-Waves sind weiche, leicht unregelmäßige Wellen mit Bewegung in Längen und Spitzen. Sie sollen Struktur geben, ohne wie klassische, perfekt definierte Locken auszusehen.

Damit das Ergebnis lässig statt „frisiert“ wirkt, sind drei Punkte entscheidend:

  • Vorbereitung des Haars
    Das Haar sollte sauber, vollständig trocken und gut durchgekämmt sein. Ein Hitzeschutz ist Pflicht, vor allem wenn Sie regelmäßig mit hohen Temperaturen arbeiten. Er legt sich wie ein Film um die Haarfaser und hilft, die Struktur langfristig zu schützen.

  • Die richtige Temperatur
    Für die meisten Haartypen reichen etwa 150 bis 180 Grad Celsius. Feines oder bereits strapaziertes Haar kommt in der Regel mit weniger Hitze aus, bei sehr dickem oder extrem glattem Haar darf die Temperatur etwas höher liegen – aber immer innerhalb der Herstellerempfehlung. Grundsatz: so viel Hitze wie nötig, so wenig wie möglich. Jede unnötig hohe Einstellung erhöht das Risiko für Hitzeschäden.

  • Die Wickeltechnik
    Beach-Waves entstehen durch locker gedrehte Strähnen, nicht durch straff aufgewickelte Locken. Die Spitzen bleiben meist etwas weniger eingedreht oder sogar leicht glatt – das nimmt dem Look die Strenge und macht ihn moderner.


Schritt für Schritt: So stylen Sie Beach-Waves mit Lockenstab oder Glätteisen

Mit dem Lockenstab

  1. Haar in Partien einteilen
    Oberes Deckhaar abteilen und mit Klammern wegstecken. Mit dem Unterhaar beginnen und Strähnen von etwa 2–3 cm Breite wählen – zu breit wird schnell zu unförmig, zu schmal zu „lockig“.

  2. Strähne um den Stab legen
    Die Strähne locker, nicht straff, um den Lockenstab legen – meistens vom Gesicht weg gedreht. Die Spitzen können ein Stück aus dem Gerät herausragen, damit sie eher glatt bleiben.

  3. Kurz erhitzen, dann loslassen
    Je nach Haardicke reichen meist 5–10 Sekunden. Anschließend die Strähne vorsichtig vom Stab gleiten lassen und auskühlen lassen, ohne daran zu ziehen oder sie direkt zu formen.

  4. Richtung variieren
    Für einen natürlichen Effekt nicht alle Strähnen gleich drehen: Einige vom Gesicht weg, andere zum Gesicht hin. So entsteht mehr Bewegung und weniger „Einheitswelle“.

  5. Ausfrisieren
    Wenn alle Strähnen vollständig abgekühlt sind, die Wellen mit den Fingern auflockern. Eine Bürste macht das Ergebnis schnell zu weich und nimmt Struktur – wer mehr Definition will, arbeitet lieber mit Fingern oder einem sehr grobzinkigen Kamm.

Mit dem Glätteisen

  1. Strähne zwischen die Platten legen
    Eine Strähne abteilen und das Glätteisen schließen, idealerweise etwa auf Höhe des Ohrs ansetzen, nicht direkt am Ansatz.

  2. Drehen und gleiten
    Das Glätteisen um etwa eine halbe Umdrehung nach außen oder innen drehen und anschließend gleichmäßig nach unten ziehen. Je langsamer Sie gleiten, desto ausgeprägter wird die Welle. Zu schnelles Durchziehen führt oft nur zu einem leichten Knick.

  3. Spitzen leicht herausziehen
    Die letzten Zentimeter eher glatt lassen oder das Eisen hier etwas schneller durchziehen. Dadurch bleiben die Spitzen weniger definiert und der Look wirkt mehr „beachy“ als romantisch-lockig.

  4. Alle Strähnen bearbeiten
    So Strähne für Strähne vorgehen, bis alle Längen einen sanften Schwung haben. Anschließend mit den Fingern durchgehen und die Wellen auflockern, statt sie streng nebeneinander liegen zu lassen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu viel Hitze und zu lange Einwirkzeit
    Sehr hohe Temperaturen in Kombination mit langem Halten an einer Stelle setzen der Haarstruktur deutlich zu. Besser mit moderaten Temperaturen arbeiten und die Strähnen nur kurz erhitzen.

  • Zu dicke Strähnen
    Werden die Strähnen zu breit gewählt, entstehen eher wuchtige „Rollen“ als weiche Waves. Mittlere Strähnenstärken lassen sich besser formen und sehen natürlicher aus.

  • Zu straffes Wickeln
    Wer die Haare sehr fest um den Lockenstab spannt, bekommt definierte Locken – aber keine Beach-Waves. Lockeres Wickeln sorgt für den gewünschten, etwas zufälligen Effekt.

  • Bürste statt Finger
    Durch Bürsten werden die Wellen häufig fluffig und verlieren ihre Form. Finger oder ein grober Kamm sind schonender und halten die Struktur besser zusammen.


Feine Justierungen: Kleine Kniffe für natürlich wirkende Beach-Waves

  • Haare wirklich trocken stylen
    Das Haar sollte vollständig trocken sein. Restfeuchtigkeit erhöht nicht nur das Risiko für Schäden, sondern lässt die Wellen oft ungleichmäßig ausfallen.

  • Oberkopf dezenter stylen
    Den Fokus auf Längen und Spitzen legen, den Ansatz eher ruhiger lassen. So wirkt das Ergebnis, als hätten die Haare sich von Natur aus in den Spitzen bewegt, statt komplett durchgestylt.

  • Verschiedene Strähnenstärken mischen
    Einzelne Strähnen etwas dünner, andere etwas breiter wählen – diese leichte Unregelmäßigkeit macht den Look glaubwürdiger und nimmt ihm die Salon-Perfektion.

  • Nicht direkt nach dem Styling ins Haar greifen
    Jede Strähne sollte vollständig auskühlen, bevor sie in Form gezupft wird. Erst dann ist die Welle „gesetzt“ und hält deutlich länger.


Kurz zusammengefasst

Beach-Waves gelingen mit Lockenstab oder Glätteisen, wenn Temperatur, Strähnenstärke und Technik zueinander passen. Wichtig sind ein verlässlicher Hitzeschutz, locker gedrehte Strähnen, vollständig trockenes Haar und ausreichend Zeit zum Auskühlen. Wer auf übertriebene Hitze, zu breite Strähnen und intensives Bürsten verzichtet, bekommt weiche, natürliche Wellen, die den Tag über stabil bleiben, ohne überstylt zu wirken.


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