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Wie style ich meine Haare, damit sie trotz täglichem Föhnen möglichst gesund bleiben?

Sanft gestylt: So bleibt Ihr Haar trotz täglichem Föhnen möglichst gesund

Für viele gehört das Föhnen so selbstverständlich zum Alltag wie Zähneputzen – aus Zeitdruck, wegen des Stylings oder einfach, weil sich trockene Haare angenehmer anfühlen, wenn man das Haus verlässt. Gleichzeitig gilt Hitze als einer der größten Stressfaktoren für die Haarstruktur. Wie bringt man beides unter einen Hut?
Im Folgenden lesen Sie, wie Sie Ihr Haar so föhnen und stylen, dass es möglichst wenig Schaden nimmt, welche Gewohnheiten eher schaden als nützen – und welche kleinen Veränderungen überraschend viel bewirken können.


Warum Hitze Ihrem Haar zusetzt – und wie Sie sie trotzdem sinnvoll nutzen

Das Haar besteht überwiegend aus Keratin – einem Eiweiß, das auf hohe Temperaturen empfindlich reagiert. Beim Föhnen passiert grob gesagt Folgendes:

  • Wasser verdunstet aus dem Haar, die äußere Schuppenschicht (Cuticula) öffnet sich.
  • Zu hohe Hitze kann diese Schicht dauerhaft aufrauen. Das Haar wirkt stumpf, trocken, spröde und bricht leichter.
  • Wiederholte Hitzebelastung begünstigt auf Dauer Spliss, Haarbruch und Frizz.

Damit ist Hitze nicht per se der Feind – sie ist ein Werkzeug. Unter kontrollierter, moderater Wärme lässt sich die Form des Haares vorübergehend verändern: glatte Looks, Föhnwellen, mehr Ansatzvolumen. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob Sie föhnen, sondern wie:

  • Temperatur: lieber mittlere Stufe als Dauerbetrieb auf Maximum
  • Abstand: nicht zu nah an Haar und Kopfhaut, nicht punktuell „draufhalten“
  • Dauer: aufhören, sobald das Haar trocken ist – nicht aus Gewohnheit weiterföhnen

Schritt für Schritt: So föhnen Sie haarschonend im Alltag

Mit einer klaren Reihenfolge lässt sich auch tägliches Föhnen deutlich schonender gestalten:

  1. Sanft vortrocknen lassen
    Nach dem Waschen das Haar mit dem Handtuch nur ausdrücken oder vorsichtig auswringen, nicht rubbeln. Ideal ist es, wenn die Haare 10–15 Minuten an der Luft antrocknen können. Je weniger Restfeuchtigkeit, desto kürzer muss der Föhn arbeiten.

  2. Vor dem Föhnen entwirren
    Mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Bürste, die für nasses Haar geeignet ist, von den Spitzen Richtung Ansatz vorarbeiten. So vermeiden Sie unnötigen Zug und verringern die Gefahr von Haarbruch.

  3. Hitze moderat einstellen
    Wählen Sie eine mittlere Temperatur und Luftstärke. Nur bei sehr dickem oder schlecht trocknendem Haar lohnt sich kurzzeitig eine höhere Stufe – aber nicht als Standard.

  4. Abstand einhalten
    Den Föhn in etwa 15–20 cm Entfernung halten und ständig in Bewegung lassen. Das schützt sowohl die Haaroberfläche als auch die Kopfhaut.

  5. In Wuchsrichtung föhnen
    Vom Ansatz zu den Spitzen arbeiten. Das legt die Schuppenschicht an, lässt das Haar glatter, glänzender wirken und reduziert Frizz.

  6. Mit Kaltluft fixieren
    Zum Schluss kurz auf Kaltluft schalten. Das hilft, die Form zu stabilisieren und die Schuppenschicht wieder zu schließen – der Style hält besser, das Haar fühlt sich weniger „aufgeladen“ an.


Häufige Styling-Fehler, die Ihr Haar unnötig stressen

Oft sind es kleine Routinen, die sich über die Zeit summieren:

  • Dauerhaft volle Hitze und volle Power
    Maximale Temperatur plus maximale Luftzufuhr trocknen die Oberfläche stark aus und fördern Spliss – vor allem in den Längen und Spitzen.

  • Föhnen auf klatschnassem Haar
    Verlängert die Föhnzeit und belastet die Haarstruktur, weil nasses Haar am empfindlichsten ist. Besser: zuerst Handtuch und etwas Luft wirken lassen.

  • Zu viel Zug durch Bürste und Föhn
    Sehr straffes Bürsten beim Föhnen kann Haare an- oder ganz ausreißen. Besonders bei feinem oder vorgeschädigtem Haar ist das gut sichtbar.

  • Hitze-Styling in mehreren Runden
    Erst sehr heiß föhnen und anschließend noch Glätteisen oder Lockenstab: Die Hitzeexposition addiert sich – das merkt man nicht sofort, aber auf Dauer.

  • Föhnen bis „knackentrocken“
    Wenn das Haar sich heiß anfühlt, stumpf wirkt und stark „fliegt“, ist es meist überföhnt. An diesem Punkt ist weniger definitiv mehr.


Kleine Anpassungen mit großer Wirkung für gesünderes Haarstyling

Ein paar pragmatische Änderungen im Alltag reichen oft schon:

  • Ein bis zwei „Lufttrocknen-Tage“ einplanen
    Wenn es Ihr Alltag zulässt, das Haar an manchen Tagen zumindest teilweise an der Luft trocknen lassen oder auf aufwendiges Styling verzichten. Schon einzelne „Schon-Tage“ entlasten die Längen.

  • Den Fokus auf Ansatz und Längen legen
    Die Spitzen sind am ältesten und damit am empfindlichsten. Konzentrieren Sie sich beim Föhnen auf Ansatz und mittlere Längen, die Spitzen nur kurz mit trocknen.

  • Volumen schonend erzeugen
    Für mehr Ansatzvolumen können Sie das Haar kurz mit leicht geneigtem Kopf oder über Kopf anföhnen und anschließend mit moderater Temperatur weiterarbeiten.

  • Bürsten bewusst wählen
    Bürsten mit weichen, flexiblen Borsten sind beim Föhnen deutlich gnädiger zum Haar als harte, scharfkantige Modelle.

  • Auf Signale des Haares achten
    Wirken die Längen rau, die Spitzen fransig, der Glanz lässt nach, das Haar bricht beim Kämmen leicht – dann lohnt es sich, Temperatur, Föhndauer und zusätzliche Hitzetools kritisch zu hinterfragen.


Kurz zusammengefasst

Tägliches Föhnen ruiniert das Haar nicht automatisch. Entscheidend sind Temperatur, Abstand, Technik und Zeit. Wenn Sie Ihr Haar vor dem Föhnen gut vortrocknen, eine mittlere Hitze wählen, den Föhn nicht zu dicht ansetzen und auf übermäßigen Zug verzichten, wird die Routine deutlich haarschonender.
Gezielte Pausen von intensiver Hitze und ein bewusster Umgang mit Föhn, Bürste und weiteren Geräten helfen, die Haarstruktur langfristig so gesund wie möglich zu erhalten.


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