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Brauche ich eine spezielle Augenpflege, wenn ich viel am Bildschirm arbeite?

Müde Bildschirm-Blicke: Brauchen Ihre Augen wirklich eine spezielle Pflege?

Wer beruflich oder privat viel am Laptop, Smartphone oder Tablet sitzt, kennt es: Gegen Abend fühlen sich die Augen schwer, trocken oder gereizt an, die Partie darum wirkt geschwollen oder einfach „überarbeitet“. Die naheliegende Frage: Reicht normale Gesichtspflege – oder braucht die Augenpartie bei viel Bildschirmzeit etwas Besonderes?

Im Folgenden geht es darum, was Bildschirmarbeit tatsächlich mit Haut und Augenkomfort macht, welche Rolle Blaulicht spielt und wo Pflege sinnvoll ist – ohne Dramatisierung und ohne Wunderversprechen.


Was Bildschirmarbeit mit Ihrer Augenpartie macht

Die Haut rund um die Augen ist deutlich dünner als im restlichen Gesicht. Sie verliert schneller Feuchtigkeit, neigt eher zu Trockenheitsfältchen und reagiert empfindlicher auf Reizungen oder Schwellungen.

Wenn Sie lange konzentriert auf einen Bildschirm schauen, kommen meist mehrere Effekte zusammen:

  • Sie blinzeln seltener.
    Beim Starren auf den Bildschirm reduziert sich die Lidschlagfrequenz. Die Tränenflüssigkeit verteilt sich schlechter, die Augenoberfläche trocknet leichter aus. Typische Folgen: müde, brennende, gereizte Augen.

  • Die Gesichtsmuskulatur steht unter Spannung.
    Leicht zusammengekniffene Augen, Stirnrunzeln, angestrengter Blick – all das belastet die Muskulatur rund um die Augen und lässt feinste Linien schneller hervortreten.

  • Die Durchblutung verändert sich.
    Wenig Bewegung, langes Sitzen und ein starrer Blick können dazu beitragen, dass sich Flüssigkeit staut. Das macht sich unter anderem in leichten Schwellungen unter den Augen bemerkbar.

Zum vielzitierten Thema Blaulicht:
Das kurzwellige Licht von Bildschirmen steht immer wieder im Verdacht, die Haut schneller altern zu lassen. Nach heutigem Stand ist der Einfluss normaler Bildschirmnutzung auf die Hautalterung jedoch nicht eindeutig belegt. Im Vergleich zu natürlichem Sonnenlicht ist die Belastung deutlich geringer. Was Sie im Alltag viel deutlicher spüren, sind Trockenheit, Überanstrengung und Müdigkeit – weniger eine direkte „Blaulicht-Schädigung“ der Haut.


Wie Sie Ihre Augenpartie bei Bildschirmarbeit sinnvoll pflegen können

Ob Sie eine eigene Augenpflege brauchen, hängt stärker von Ihrer individuellen Situation ab als von generellen Regeln.

  • Normale bis leicht trockene Haut:
    Häufig genügt eine gut verträgliche, reizarm formulierte Gesichtscreme. Tragen Sie sie sparsam bis an den Knochenrand der Augenpartie auf, ohne direkt an den Lidrand zu gehen.

  • Sehr trockene oder empfindliche Augenpartie:
    Hier kann eine speziell formulierte, parfümarme Augenpflege sinnvoll sein. Diese Produkte sind oft auf die dünne Haut und die Nähe zum Auge abgestimmt und enthalten in der Regel milder dosierte Wirkstoffe.

  • Neigung zu Schwellungen (morgens oder nach langem Sitzen):
    Leichte Gel-Texturen oder kühlende Anwendungen – etwa im Kühlschrank gelagerte, saubere Pads – können als angenehm und abschwellend empfunden werden, auch wenn der Effekt eher kurzfristig ist.

Mindestens genauso wichtig wie das Produkt selbst ist Ihre Bildschirm- und Alltagshygiene:

  1. Regelmäßige Pausen:
    Etwa alle 20 Minuten den Blick für einige Sekunden in die Ferne richten und bewusst ein paar Mal blinzeln. Das entlastet Augen und Muskulatur.

  2. Richtiger Abstand zum Bildschirm:
    Eine Armlänge Abstand ist ein guter Richtwert. So müssen Augen und Gesicht nicht dauerhaft „arbeiten“, um das Bild scharf und klar zu halten.

  3. Stimmige Beleuchtung:
    Vermeiden Sie grelle direkte Beleuchtung und starke Helligkeitskontraste zwischen Bildschirm und Umgebung. Beides strengt unnötig an.


Typische Stolperfallen rund um Augenpflege und Bildschirmzeit

Ein paar Klassiker begegnet man immer wieder:

  • Zu reichhaltige Cremes direkt am Auge:
    Produkte, die zu nah an den Lidrand gelangen, können in die Augen kriechen, brennen oder ein geschwollenes Gefühl verursachen. Weniger ist hier oft mehr.

  • Zu viel Druck beim Auftragen:
    Die Haut um die Augen ist mechanisch empfindlich. Reiben, Ziehen oder kräftiges Massieren kann sie zusätzlich belasten, ohne einen Vorteil zu bringen.

  • Alle Hoffnungen auf eine Creme setzen:
    Kein Produkt der Welt gleicht zehn Stunden ununterbrochene Bildschirmarbeit aus. Ohne Pausen, ergonomische Bedingungen und ausreichend Schlaf bleibt der Effekt von Pflege begrenzt.

  • Die Sonne am Fenster unterschätzen:
    Wer direkt oder seitlich am Fenster sitzt, bekommt unter Umständen mehr UV-Strahlung ab, als ihm bewusst ist. Ein passender Sonnenschutz im Gesicht – einschließlich Augenpartie – ist auch im Büroalltag ein Thema, sobald Tageslicht ins Spiel kommt.


Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung für die Augenpartie

Ein paar unspektakuläre, aber wirksame Routineänderungen:

  • Sanftes Auftragen von Pflege:
    Nutzen Sie den Ringfinger und klopfen Sie das Produkt leicht ein. Das verhindert zu starken Druck und verteilt die Pflege trotzdem ausreichend.

  • Abendroutine bewusst nutzen:
    Nach der Reinigung eine milde Creme oder Augenpflege auftragen, wenn sich die Haut trocken oder gespannt anfühlt – besonders an Tagen mit intensiver Bildschirmarbeit.

  • Kühle Kompressen bei Schwellungen:
    Kurz aufgelegte, kühle (nicht eiskalte) Kompressen oder Pads können Schwellungen subjektiv lindern und die Partie frischer wirken lassen.

  • Ausreichend trinken und schlafen:
    Flüssigkeitsmangel und Schlafdefizit zeigen sich bevorzugt um die Augen. Beides lässt sich nicht „wegcremen“, sondern braucht konsequente Alltagsgewohnheiten.

  • Regelmäßige augenärztliche Kontrollen:
    Wiederkehrende Kopfschmerzen, starkes Brennen oder anhaltende Sehprobleme gehören abgeklärt. Unkorrigierte Fehlsichtigkeiten oder trockene Augen verschärfen Beschwerden und belasten die Augenpartie zusätzlich.


Kurz zusammengefasst

Eine spezielle Augenpflege ist bei viel Bildschirmarbeit nicht zwingend notwendig, kann aber sinnvoll sein, wenn Ihre Augenpartie zu Trockenheit, Reizungen oder Schwellungen neigt. Den größten Unterschied machen in der Praxis jedoch Ihre Gewohnheiten: Pausen, bewusstes Blinzeln, angemessene Beleuchtung und ein schonender Umgang mit der empfindlichen Haut rund um die Augen. Pflegeprodukte unterstützen – ersetzen diese Basis aber nicht.


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