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Welche Augenpflege sollte man bei Neurodermitis oder sehr gereizter Augenpartie verwenden?

Empfindliche Augenpartie bei Neurodermitis: Welche Pflege wirklich gut tut

Eine gespannte, brennende oder schuppige Augenpartie kann einen ganzen Tag kippen – erst recht, wenn Neurodermitis im Spiel ist. Die Haut rund um die Augen ist extrem dünn, wird schnell trocken und reagiert empfindlicher als andere Partien im Gesicht. Umso entscheidender ist eine Pflege, die beruhigt, schützt und nicht noch zusätzlich reizt. Im Folgenden geht es darum, worauf Sie bei der Augenpflege achten sollten, welche Texturen sich bewährt haben und welche Gewohnheiten eher schaden als helfen.


Warum die Haut um die Augen bei Neurodermitis so empfindlich reagiert

Die Haut im Augenbereich ist deutlich dünner als an Wangen oder Stirn, dazu gibt es dort weniger Talgdrüsen. Die Folge: Sie trocknet schneller aus, verliert leichter Feuchtigkeit und reagiert schneller auf äußere Reize.

Bei Neurodermitis kommt eine ohnehin gestörte Hautbarriere dazu. Die Haut kann Wasser schlechter halten, kleine Reize von außen reichen schneller aus, um eine Entzündung anzustoßen – etwa Kälte, trockene Heizungsluft, Staub oder bestimmte Inhaltsstoffe in Pflege- und Kosmetikprodukten.

Typische Anzeichen rund um die Augen sind:

  • Trockenheit und Schuppung
  • Rötungen und Spannungsgefühl
  • Brennen oder Juckreiz
  • feine Risse oder raue, verdickte Stellen an Lidern und Lidrand

Eine gute Augenpflege muss deshalb vor allem drei Dinge leisten: beruhigen, die Barriere stärken und reizende Stoffe konsequent weglassen.


Sanfte Pflegeroutine: So umsorgen Sie die Augenpartie bei Reizungen

Bei empfindlicher oder neurodermitischer Augenpartie gilt im besten Sinne: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

1. Reinigung minimal halten
Nutzen Sie lauwarmes Wasser und sehr milde, parfumfreie Reinigungsprodukte, die ausdrücklich für empfindliche Haut geeignet sind. Verzichten Sie soweit möglich auf schäumende, stark entfettende Produkte. Anschließend die Haut nur sanft trocken tupfen, nicht reiben.

2. Beruhigende, einfache Augenpflege wählen
Geeignet sind parfumfreie, übersichtlich formulierte Cremes oder Salben für empfindliche bzw. stark trockene Haut. Bewährt haben sich Produkte mit:

  • feuchtigkeitsspendenden Stoffen wie Glycerin oder Hyaluron
  • fettreichen Komponenten wie pflanzlichen Ölen, Ceramiden oder Sheabutter zur Unterstützung der Barriere

Weniger ist hier tatsächlich mehr: lieber ein schlichtes, gut verträgliches Produkt als mehrere „Speziallösungen“ übereinander.

3. Dünn auftragen, nicht einmassieren
Die Pflege nur in einer sehr dünnen Schicht rund um das Auge auftragen und etwas Abstand zur direkten Lidkante halten. Leicht einklopfen reicht – kräftiges Massieren kann zusätzlich reizen und die Augen zum Tränen bringen.

4. Reize konsequent vermeiden
In akuten Phasen möglichst auf Augen-Make-up, wasserfeste Mascara und aggressive Reinigungsrituale verzichten. Je ruhiger die Umgebung für die Haut, desto schneller hat sie die Chance, sich zu erholen.


Häufige Fehler, die die Augenpartie zusätzlich stressen

Vieles passiert aus guter Absicht – und verschlimmert die Situation trotzdem.

  • Zu viele Produkte übereinander
    Serum, Augencreme, Gesichtscreme und darüber vielleicht noch ein Öl: Für die dünne Augenhaut kann das schlicht zu viel werden. Besser: ein bis zwei passende Produkte, die gut vertragen werden.

  • Duftstoffe und ätherische Öle
    Parfum, Duftstoffe oder intensive Pflanzenextrakte (z. B. bestimmte ätherische Öle) können im Augenbereich brennen, Tränen auslösen und Juckreiz verstärken – selbst wenn sie im restlichen Gesicht gut toleriert werden.

  • Aggressives Abschminken
    Wasserfeste Produkte, reibende Wattepads oder stark entfettende Reiniger setzen der ohnehin angegriffenen Barriere zusätzlich zu. Je empfindlicher die Haut, desto milder sollten Produkt und Technik sein – eher aufweichen und abnehmen als rubbeln.

  • Falsche Produkte „zweckentfremden“
    Anti-Aging-Cremes mit hohen Konzentrationen an Retinol, Fruchtsäuren oder anderen starken Wirkstoffen sind bei gereizter, neurodermitischer Augenpartie meist keine gute Idee. Sie können Rötungen und Brennen deutlich verstärken.


Praktische Tipps für mehr Komfort rund um die Augen

Ein paar Gewohnheiten im Alltag machen oft einen spürbaren Unterschied:

  • Auf kurze INCI-Listen achten
    Je übersichtlicher die Inhaltsstoffliste, desto geringer das Risiko für Unverträglichkeiten. Gerade bei Neurodermitis lohnt sich ein Blick auf die Rückseite.

  • Parfumfrei bevorzugen
    Konsequent parfumfreie Produkte für Reinigung und Pflege rund um die Augen auswählen. „Ohne Duftstoffe“ oder „für sehr empfindliche Haut“ sind hilfreiche Hinweise, ersetzen aber nicht den Blick auf die INCI-Liste.

  • Feuchtigkeit und Fett kombinieren
    Tagsüber reicht vielen eine leichtere, feuchtigkeitsspendende Pflege. Abends kann bei stark trockener Haut eine etwas reichhaltigere Creme oder Salbe sinnvoll sein, um die Barriere über Nacht zu unterstützen.

  • Kalte Kompressen bei akuter Reizung
    Ein sauberes Tuch, kurz in kaltes Wasser getaucht, gut ausgewrungen und für wenige Minuten auf die geschlossenen Augen gelegt, kann beruhigen und Schwellungen etwas nehmen. Nicht anwenden, wenn die Haut offen, stark eingerissen oder nässend ist.

  • Umgebung im Blick behalten
    Trockene Heizungsluft, Rauch, Zugluft oder stundenlanges Starren auf den Bildschirm können die Augen zusätzlich strapazieren. Regelmäßig lüften, bewusst blinzeln und gelegentlich Pausen vom Bildschirm einlegen hilft mehr, als man denkt.

Wenn die Beschwerden trotz schonender Pflege anhalten, sich verstärken oder die Augen selbst betroffen sind (z. B. starke Rötung, Schmerzen, Sehverschlechterung), ist ärztlicher Rat wichtig – idealerweise bei einer dermatologischen oder augenärztlichen Praxis.


Kurz zusammengefasst

Bei Neurodermitis oder stark gereizter Augenpartie ist eine minimalistische, sehr milde Routine die verlässlichste Basis. Parfumfreie, schlicht formulierte Produkte, die sowohl Feuchtigkeit liefern als auch Fette für die Barriere enthalten, sind in der Regel am sinnvollsten. Aggressive Reinigung, hochkonzentrierte Anti-Aging-Wirkstoffe und Duftstoffe gehören in dieser Zone eher nicht ins Standardprogramm. Mit wenigen, gut gewählten Schritten lässt sich die empfindliche Augenregion häufig deutlich beruhigen.


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