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Wie bestimme ich meinen Hauttyp (trocken, fettig, Mischhaut, empfindlich)?

Welcher Hauttyp bin ich? So erkennen Sie, ob Ihre Haut trocken, fettig, Mischhaut oder empfindlich ist

Viele Hautprobleme entstehen nicht durch „falsche“ Produkte, sondern durch falsche Einschätzung der eigenen Haut. Wer seinen Hauttyp nicht kennt, landet schnell bei zu reichhaltigen Cremes, zu aggressiven Reinigern oder ständig wechselnden Produkten. In diesem Text geht es darum, wie Sie Ihren Hauttyp selbst realistischer einordnen, woran Sie typische Merkmale erkennen – und welche Denkfehler dabei häufig passieren. Das ist die Grundlage für eine Pflege, die Ihrer Haut wirklich entspricht, statt sie zu überfordern.


Haut verstehen: Was hinter trocken, fettig, Mischhaut und empfindlich steckt

Wenn wir von „Hauttyp“ sprechen, geht es im Kern um zwei Dinge:
Wie viel Talg Ihre Haut produziert – und wie gut sie Feuchtigkeit halten kann.

Trockene Haut

  • produziert wenig Talg
  • wirkt eher matt, manchmal etwas stumpf
  • neigt zu Spannungsgefühl, feinen Schüppchen und feinen Linien

Fettige Haut

  • produziert mehr Talg als nötig
  • glänzt schnell, besonders in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn)
  • zeigt häufig vergrößerte Poren und neigt zu Unreinheiten

Mischhaut

  • hat gleichzeitig trockenere und fettigere Bereiche
  • typischerweise: fettige T-Zone, normalere oder trockene Wangen
  • kann an einer Stelle glänzen und an einer anderen spannen

Empfindliche Haut (keine eigene „Kategorie“, sondern eine Eigenschaft)

  • reagiert leicht mit Rötungen, Brennen oder Jucken
  • kann trocken, normal, fettig oder Mischhaut sein
  • reagiert oft sensibel auf Duftstoffe, Alkohol oder intensive Peelings

Entscheidend ist: Der Hautzustand – also ob Ihre Haut gerade feuchtigkeitsarm, gestresst, müde oder irritiert ist – kann sich relativ schnell verändern, zum Beispiel durch Jahreszeiten, Hormone, Stress oder Medikamente. Ihr grundsätzlicher Hauttyp bleibt meist über Jahre ähnlich, auch wenn er sich langsam mit dem Alter verschieben kann.


Schritt für Schritt: So testen Sie Ihren Hauttyp zu Hause

Mit einem kleinen Selbsttest können Sie Ihren Hauttyp zumindest grob einschätzen. Perfekt wird es damit nicht, aber deutlich klarer.

1. Gesicht vorbereiten
Reinigen Sie Ihr Gesicht abends mit einem milden Reinigungsprodukt. Kein Peeling, keine Maske, keine stark reizenden Produkte und kein heißer Waschlappen – das würde das Ergebnis verfälschen.

2. Nichts auftragen
Lassen Sie Ihre Haut anschließend 30–60 Minuten komplett in Ruhe: keine Creme, kein Serum, kein Öl. In dieser Zeit nicht waschen, nicht nachcremen, möglichst wenig ins Gesicht fassen.

3. Beobachten Sie Ihre Haut

Fragen Sie sich nach der Wartezeit:

  • Fühlt sich Ihre Haut gespannt, rau oder zeigt kleine Schüppchen?
    → das spricht eher für trockene Haut

  • Glänzt Ihre Haut deutlich, vor allem Stirn, Nase, Kinn?
    → das spricht eher für fettige Haut

  • Glänzt vor allem die T-Zone, während die Wangen normal bis trocken wirken?
    → das passt eher zu Mischhaut

  • Wird Ihre Haut schnell rot oder brennt/juckt, wenn Sie Produkte auftragen?
    → das deutet auf empfindliche Haut hin – unabhängig davon, ob sie eher trocken oder fettig ist

4. Optional: Taschentuch- oder Blotting-Test
Nach der Wartezeit drücken Sie ein dünnes Papiertaschentuch oder Blotting-Papier sanft auf Stirn, Nase, Kinn und Wangen.

  • kaum Rückstände → eher trockene Haut
  • leichter Fettfilm vor allem in der T-Zone → eher Mischhaut
  • deutlich sichtbarer Fettfilm auf mehreren Bereichen → eher fettige Haut

Der Test ersetzt keine professionelle Hautanalyse, schafft aber eine solide Grundlage, auf der Sie Ihre Pflege besser auswählen können.


Typische Stolperfallen bei der Einschätzung des eigenen Hauttyps

Viele Irrtümer rund um den eigenen Hauttyp ähneln sich. Ein paar davon begegnen einem immer wieder:

  • Unreinheiten = automatisch „fettige Haut“
    Das stimmt so nicht. Auch trockene oder empfindliche Haut kann Pickel und Mitesser entwickeln, etwa wenn sie durch zu viel oder zu reizende Pflege aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

  • Feuchtigkeitsarm wird mit „trocken“ verwechselt
    Spannt Ihre Haut, glänzt aber gleichzeitig oder neigt zu Unreinheiten, ist sie vermutlich feuchtigkeitsarm, aber vom Typ her eher fettig oder Mischhaut. Das braucht andere Produkte als klassische trockene Haut.

  • Zu viel Pflege direkt vor dem Test
    Reichhaltige Cremes, Öle oder okklusive Texturen können die Haut vorübergehend „normal“ oder sogar trocken erscheinen lassen, obwohl sie grundsätzlich eher fettig ist – oder umgekehrt. Für eine Einschätzung braucht die Haut etwas Abstand von intensiver Pflege.

  • Kurzfristige Schwankungen werden überbewertet
    Ein stressiger Monat, ein Klimaanlagen-Sommer, ein kalter Winter oder hormonelle Schwankungen können den Hautzustand sichtbar verändern, ohne dass sich Ihr grundlegender Hauttyp tatsächlich dauerhaft wandelt.


Praxistipps: So nutzen Sie Ihr Wissen über den Hauttyp sinnvoll

  • Routine an den Hauttyp anpassen

    • trockene Haut: milde, möglichst nicht austrocknende Reinigung; eher reichhaltige, schützende Texturen
    • fettige Haut: leichte, nicht komedogene Texturen, die trotzdem Feuchtigkeit liefern; kein „Austrocknen um jeden Preis“
    • Mischhaut: nach Bedarf differenzieren, z. B. T-Zone leichter pflegen, Wangen etwas reichhaltiger
  • Empfindlichkeit immer mitdenken
    Wenn Ihre Haut leicht reagiert, achten Sie auf kurze, gut nachvollziehbare INCI-Listen, möglichst wenig Duftstoffe und testen neue Produkte zunächst punktuell, zum Beispiel am Rand des Gesichts.

  • Veränderungen beobachten
    Es kann sinnvoll sein, sich ein paar Notizen zu machen: Wie verhält sich Ihre Haut im Winter, wie im Hochsommer? Viele merken, dass selbst eher fettige Haut im Winter trockener wirkt, während Mischhaut im Sommer deutlich schneller glänzt.

  • Weniger ist oft mehr
    Eine überschaubare Routine macht es leichter, Reaktionen Ihrer Haut zu verstehen. Wenn ständig neue Produkte dazukommen, lässt sich kaum nachvollziehen, was ihr guttut – und was nicht.


Kurz zusammengefasst

Ihr Hauttyp wird vor allem durch die Talgproduktion und die Fähigkeit der Haut bestimmt, Feuchtigkeit zu halten. Mit einem einfachen Selbsttest nach der Reinigung können Sie einschätzen, ob Ihre Haut eher trocken, fettig oder Mischhaut ist. Empfindlichkeit ist eine zusätzliche Eigenschaft, die bei jedem Hauttyp auftreten kann. Je klarer Sie Ihren Hauttyp einordnen, desto gezielter können Sie Texturen auswählen – und desto eher arbeitet Ihre Pflege mit Ihrer Haut, statt gegen sie.


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