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Welche Handpflege eignet sich nach häufigem Kontakt mit Wasser, z.B. beim Schwimmen oder Abwaschen?

Sanfte Rettung für strapazierte Hände: Die beste Pflege nach viel Wasser

Häufiges Schwimmen, Abwaschen oder Duschen kann die Hände überraschend stark beanspruchen. Was sich eigentlich frisch und sauber anfühlen sollte, hinterlässt die Haut oft rau, gespannt oder sogar rissig. In diesem Artikel erfahren Sie, warum ausgerechnet Wasser die Haut austrocknen kann, welche Pflege danach sinnvoll ist und wie Sie Ihre Hände auf Dauer widerstandsfähiger machen.


Warum Wasser die Haut an den Händen überraschend austrocknet

Viel Wasser und dennoch trockene Haut – das wirkt im ersten Moment widersprüchlich. Der Grund liegt in der Schutzfunktion der Hautoberfläche.

Die äußere Schicht unserer Haut ist von einem feinen Film aus Fetten und Feuchtigkeit überzogen. Dieser Film stabilisiert die Hautbarriere und verhindert, dass zu viel Wasser aus der Haut verdunstet. Kommt die Haut häufig mit Wasser in Kontakt – vor allem mit warmem Wasser und Reinigungsmitteln – werden diese Fette teilweise gelöst. Die Barriere wird durchlässiger, Feuchtigkeit entweicht schneller, die Haut trocknet aus.

Chlor im Schwimmbad und stark kalkhaltiges Leitungswasser verstärken diesen Effekt noch. Die Folge: Die Hände fühlen sich trocken an, werden rau, empfindlich oder rissig. Eine passende Pflege nach dem Wasserkontakt hilft, die Schutzschicht wieder aufzubauen und die Haut zu beruhigen.


Nach dem Schwimmen oder Abwaschen: So pflegen Sie Ihre Hände Schritt für Schritt

Eine wirksame Handpflege nach Wasserkontakt muss nicht kompliziert sein. Entscheidend sind wenige, gut gewählte Schritte:

  1. Hände sanft abtrocknen
    Tupfen Sie die Haut mit einem weichen Handtuch trocken, statt kräftig zu rubbeln. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für die Fingerzwischenräume – dort bleibt Feuchtigkeit gerne zurück.

  2. Innerhalb weniger Minuten eincremen
    Cremen Sie möglichst direkt nach dem Abtrocknen. Solange die Haut noch minimal feucht ist, nehmen die oberen Schichten Pflegewirkstoffe besser auf.

  3. Auf reichhaltige Texturen setzen
    Nach häufigem Wasserkontakt sind Cremes oder Lotionen mit rückfettenden Bestandteilen sinnvoll. Sie unterstützen die Hautbarriere und helfen, vorhandene Feuchtigkeit in der Haut zu halten.

  4. Abends etwas reichhaltiger werden
    Vor dem Schlafengehen darf es gerne eine intensivere Pflege sein. Wer möchte, kann dünne Baumwollhandschuhe darüber ziehen – so bleibt die Creme länger auf der Haut und kann besser einwirken.

  5. Beim Abwaschen vorbeugen
    Wenn möglich, tragen Sie beim Spülen oder Putzen Handschuhe. Sie schützen vor Wasser, Hitze und Reinigungsmitteln und ersparen der Haut unnötigen Stress.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Hände besser schützen

Einige Alltagsgewohnheiten verschlimmern die Trockenheit, ohne dass man sie direkt damit in Verbindung bringt:

  • Zu heißes Wasser
    Sehr warmes Wasser löst die natürlichen Hautfette besonders schnell. Lauwarmes Wasser ist für die Hände deutlich verträglicher.

  • Aggressive Reinigungsmittel
    Konzentrierte Spül- oder Putzmittel greifen die Haut zusätzlich an. Wenn sich Handschuhe nicht vermeiden lassen, waschen Sie die Hände danach zumindest mit einer milden Seife und cremen Sie sie direkt ein.

  • Zu seltenes Eincremen
    Viele greifen erst zur Handcreme, wenn die Haut bereits brennt oder rissig ist. Sinnvoller ist es, frühzeitig und regelmäßig zu pflegen, damit es gar nicht so weit kommt.

  • Reiben statt tupfen
    Kräftiges Rubbeln mit dem Handtuch reizt die Haut unnötig – vor allem, wenn sie ohnehin schon trocken und empfindlich ist.


Erprobte Tipps für spürbar weichere Hände im Alltag

Mit ein paar einfachen Routinen lassen sich die Hände trotz häufigem Wasserkontakt gut versorgen:

  • Eine Handcreme griffbereit haben
    Legen Sie eine Creme dorthin, wo Sie sie wirklich brauchen: in die Küche, ins Bad, an den Arbeitsplatz oder in die Tasche. So wird das Eincremen eher zur Gewohnheit.

  • Nach dem Schwimmen sofort pflegen
    Spülen Sie Chlorwasser kurz mit klarem Wasser ab, trocknen Sie die Hände sorgfältig und tragen Sie anschließend Pflege auf. Das reduziert Spannungsgefühl und Trockenheit deutlich.

  • Auf sanfte Reinigung achten
    Verwenden Sie möglichst milde Handseifen und verzichten Sie auf unnötig häufiges Waschen. Manchmal reicht klares Wasser oder eine kurze Desinfektion, statt jedes Mal mit Seife zu reinigen.

  • Nagelrand nicht vergessen
    Die Haut rund um die Nägel neigt schnell zu kleinen Rissen. Eine etwas reichhaltigere Pflege an diesen Stellen beugt einreißender, schmerzender Nagelhaut vor.


Kurz zusammengefasst

Häufiger Kontakt mit Wasser – ob beim Schwimmen, Abwaschen oder Duschen – kann die Hände austrocknen, weil die natürliche Schutzschicht der Haut angegriffen wird. Entscheidend ist, die Hände nach dem Wasserkontakt sanft zu trocknen und zeitnah mit einer rückfettenden Pflege zu versorgen. Kombiniert mit ein paar Schutzmaßnahmen im Alltag bleiben die Hände spürbar weicher, belastbarer und reagieren weniger empfindlich.


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