Telefon 0800 / 5550025
Was ist der Unterschied zwischen Bodylotion, Körpermilch und Körperöl?

Bodylotion, Körpermilch oder Körperöl? So finden Sie die richtige Pflege

Eine neue Körperpflege auszusuchen, wirkt auf den ersten Blick banal – bis man vor dem Regal steht. Bodylotion, Körpermilch, Körperöl: Alles verspricht Pflege, alles soll „feuchtigkeitsspendend“ oder „reichhaltig“ sein. Trotzdem fühlt sich nicht jede Textur für jede Haut gut an.
Gerade bei empfindlicher, trockener oder schnell spannender Haut kann die Wahl des Produkts viel ausmachen. Im Folgenden geht es darum, worin sich die Texturen tatsächlich unterscheiden, wofür sie sich eignen – und wie Sie Ihre eigene Haut besser einschätzen.


Was hinter den Begriffen wirklich steckt

Ziel aller drei Produktarten ist dasselbe: Die Haut geschmeidig halten und sie vor dem Austrocknen schützen. Der Unterschied liegt im Verhältnis von Wasser zu Fett – und damit im Hautgefühl.

  • Bodylotion
    Lotionen sind leichte Emulsionen mit einem relativ hohen Wasser- und einem moderaten Fettanteil. Sie verteilen sich mühelos, ziehen meist schnell ein und fühlen sich nicht schwer an. Für normale bis leicht trockene Haut oder wärmere Tage ist das oft die praktikabelste Wahl.

  • Körpermilch (Bodymilk)
    Körpermilch enthält mehr Fett als eine typische Bodylotion und ist entsprechend gehaltvoller. Die Textur ist cremiger, dichter, manchmal fast balsamartig. Sie eignet sich vor allem für trockene bis sehr trockene Haut oder für Zeiten, in denen Kälte, Heizungsluft und häufiges Duschen der Haut zusetzen.

  • Körperöl
    Körperöl besteht überwiegend, oft ausschließlich, aus Ölen und enthält in der Regel kein oder kaum Wasser. Es legt sich als spürbarer Film auf die Haut und hilft vor allem, bereits vorhandene Feuchtigkeit zu halten. Bei trockener, rauer oder schuppiger Haut kann das sehr wohltuend sein – vorausgesetzt, Sie mögen das deutlich spürbare, leicht ölige Finish.


Wie Sie die passende Textur für Ihren Alltag wählen

Die „richtige“ Körperpflege hängt nicht nur von Ihrem Hauttyp ab. Auch Tagesablauf, Temperaturen und persönliche Vorlieben spielen eine Rolle.

  • Bei normaler Haut
    Für viele reicht nach dem Duschen eine leichte Bodylotion. Sie lässt sich schnell einarbeiten, zieht zügig ein und hinterlässt wenig Rückstände auf Kleidung oder Bettwäsche.

  • Bei trockener bis sehr trockener Haut
    Hier ist Körpermilch in der Regel die bessere Basis. Der höhere Fettanteil stabilisiert die Hautbarriere und verringert den Feuchtigkeitsverlust. Typische Problemzonen wie Schienbeine, Ellbogen oder Knie profitieren besonders davon.

  • Im Winter oder bei starkem Spannungsgefühl
    Wenn die Haut zieht, juckt oder schuppt, sind Körpermilch oder Körperöl sinnvoll. Öl wirkt besonders gut, wenn Sie es direkt nach dem Duschen auf die noch leicht feuchte Haut geben – so wird die vorhandene Feuchtigkeit eingeschlossen.

  • Im Sommer oder bei Hitze
    Viele Menschen empfinden alles, was zu reichhaltig ist, dann als „zu viel“. Eine leichte Bodylotion oder ein Gel-Fluid ist in warmen Monaten oft angenehmer, weil es weniger auf der Haut „sitzt“ und ein frischeres Gefühl hinterlässt.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Sich nur an Schlagwörtern wie „reichhaltig“ orientieren
    Marketingbegriffe sind nicht genormt. Eine als „leicht“ deklarierte Körpermilch kann im Einzelfall pflegender sein als eine sehr dünnflüssige Lotion. Entscheidend ist, wie Ihre Haut unmittelbar danach und einige Stunden später wirkt und sich anfühlt.

  • Öl mit Feuchtigkeit verwechseln
    Öl bringt vor allem Lipide und schützt vor Feuchtigkeitsverlust – es spendet selbst aber kaum Wasser. Am besten funktioniert es auf noch leicht feuchter Haut oder in Kombination mit einem Produkt, das Feuchtigkeit liefert (z. B. Lotion oder Gel).

  • Zu großzügig dosieren
    Gerade bei Körperöl genügt oft eine sehr kleine Menge. Zu viel bleibt auf der Oberfläche, zieht ungleichmäßig ein und wird schnell als „schmierig“ wahrgenommen.

  • Trockene Stellen mitbehandeln, aber nicht gezielt pflegen
    Schnell eine Schicht Lotion über den ganzen Körper zu geben, reicht für rauere Partien häufig nicht. Solche Zonen dürfen ruhig extra Aufmerksamkeit bekommen: etwas mehr Körpermilch, ein zusätzlicher Tropfen Öl oder eine zweite Schicht – statt überall die gleiche, zu dünne Menge.


Erprobte Tipps für eine gut versorgte Körperhaut

  • Tragen Sie Ihre Pflege innerhalb weniger Minuten nach dem Duschen auf. Die Haut ist dann leicht feucht und nimmt Wirkstoffe besser auf.
  • Kombinieren Sie nach Bedarf: Lotion für größere Flächen, Körpermilch oder Öl für besonders trockene Bereiche.
  • Beobachten Sie Ihre Haut über einige Tage: Wird sie glatter, weniger schuppig und fühlt sich weniger gespannt an, passt die Textur vermutlich.
  • Stimmen Sie Ihre Pflege auf die Jahreszeit ab: leichte Lotion im Sommer, reichhaltigere Milch oder Öl in der Heizperiode.
  • Wenn Sie Öle mögen, aber kein „Filmgefühl“, mischen Sie in der Handfläche ein paar Tropfen Öl mit Ihrer Lotion oder Körpermilch. So lässt sich die Reichhaltigkeit fein dosieren.

Kurz zusammengefasst

Bodylotion, Körpermilch und Körperöl unterscheiden sich vor allem durch das Verhältnis von Wasser zu Fett – und dadurch im Hautgefühl und in der Intensität der Pflege.
Lotion ist eher leicht und unkompliziert, Körpermilch pflegt reichhaltiger, Körperöl schützt besonders zuverlässig vor Feuchtigkeitsverlust.
Was für Sie am besten passt, ergibt sich aus dem Zustand Ihrer Haut, Ihrem Alltag, der Jahreszeit – und nicht zuletzt daraus, welches Produkt Sie gerne benutzen und gut vertragen.


Ähnliche Fragen