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Wie oft sollte man den Körper eincremen, um die Haut gesund zu halten?

Wie oft eincremen ist wirklich sinnvoll? Was Ihre Haut jetzt braucht

Viele Menschen greifen zur Körperlotion nach Stimmung: mal täglich, mal nur im Winter oder nach einem Tag in der Sonne. Die Haut macht das eine Weile mit – aber auf Dauer lohnt sich ein System. Entscheidend ist nicht, wie oft „man“ sich eincremen sollte, sondern was Ihre Haut konkret braucht, um geschmeidig und widerstandsfähig zu bleiben.

Im Folgenden lesen Sie, wovon der tatsächliche Pflegebedarf abhängt, wie Sie eine Routine finden, die zu Ihnen passt, und welche Gewohnheiten der Haut eher schaden als helfen.


Was Ihre Haut wirklich braucht: Feuchtigkeit, Schutz und Balance

Die Haut ist kein passives „Überzug“, sondern ein Organ im Dauereinsatz. Sie hält Krankheitserreger und Reizstoffe ab, speichert Feuchtigkeit, hilft bei der Temperaturregulation und reagiert auf jede Veränderung der Umgebung.

Im Zentrum steht die Hautbarriere – eine Schicht aus Hornzellen und Lipiden (Fetten), die wie ein Mauerwerk funktioniert. Wird dieses Gefüge gestört, verliert die Haut Wasser und reagiert schneller mit:

  • Trockenheit und Spannungsgefühl
  • feinen Schüppchen
  • Rötungen und Reizungen
  • erhöhter Empfindlichkeit

Typische Auslöser sind etwa:

  • sehr heißes oder sehr langes Duschen oder Baden
  • aggressive, stark schäumende Duschgele
  • trockene Heizungsluft oder eisige Winterluft
  • Sonne, Wind, Klimaanlagen

Cremen soll dieses System nicht ersetzen, sondern unterstützen: Es hilft, Feuchtigkeit zu binden und die Barriere zu stabilisieren. Wie oft das sinnvoll ist, hängt im Wesentlichen ab von:

  • Ihrem Hauttyp (trocken, normal, fettiger, empfindlich, reif)
  • Ihrem Alltag (häufiges Duschen, Sport, Schwimmbad, Berufsumfeld)
  • Ihrer Umgebung (Jahreszeit, Klima, Innenraumluft)

Als grobe Richtschnur gilt:
Für die meisten Menschen ist tägliches Eincremen nach dem Duschen oder Baden ausreichend. Bei sehr trockener oder reifer Haut kann es sinnvoll sein, besonders belastete Bereiche ein zweites Mal am Tag zu pflegen.


So finden Sie Ihre persönliche Eincrem-Routine

Statt sich an starre Vorgaben zu klammern, ist es hilfreicher, die eigene Haut zu „lesen“. Eine mögliche Herangehensweise:

  1. Nach dem Duschen konsequent eincremen
    Wasser und Reinigungsprodukte lösen Lipide von der Hautoberfläche. Cremen Sie direkt nach dem Abtrocknen, solange die Haut noch leicht feucht ist. So lässt sich Feuchtigkeit besser einschließen und die Haut wirkt länger geschmeidig.

  2. Warnsignale der Haut ernst nehmen
    Typische Hinweise auf zu wenig oder unpassende Pflege sind:
    trockene, raue Partien, Spannungsgefühl beim Bewegen, feine Schuppen, ein „juckig-trockenes“ Gefühl nach dem Duschen. Dann lohnt ein Blick auf zwei Dinge: die Häufigkeit des Eincremens – und die Sanftheit der Reinigung.

  3. Häufigkeit an den Hauttyp anpassen

    • Normale Haut: meist 1× täglich oder jeden zweiten Tag ausreichend
    • Trockene oder reife Haut: oft 1–2× täglich sinnvoll, insbesondere nach Wasserkontakt
    • Fettige Körperhaut: in der Regel nach dem Duschen genug; leichtere, schnell einziehende Lotionen sind hier angenehmer als schwere Cremes
  4. Jahreszeiten mitdenken
    Im Winter strapazieren Kälte und Heizungsluft die Haut zusätzlich – in dieser Zeit verträgt sie meist mehr und reichhaltigere Pflege.
    Im Sommer hängt der Bedarf stark davon ab, wie viel Sie schwitzen, baden und in der Sonne sind. Nach Sonne, Chlor- oder Salzwasser benötigt die Haut in der Regel extra Feuchtigkeit und Beruhigung.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Einige Pflegerituale wirken auf den ersten Blick fürsorglich, bringen die Haut aber auf Dauer aus dem Gleichgewicht. Häufige Misstritte:

  • Zu heißes und zu langes Duschen
    Lange, sehr heiße Duschen lösen konsequent Fette aus der Haut – selbst der beste Balsam kann das nur bedingt ausgleichen. Besser: lauwarm duschen, kürzer, weniger Schaum und nur dort reinigen, wo es nötig ist.

  • Zu wenig Regelmäßigkeit bei trockener Haut
    Einzelne „Pflegeaktionen“ zwischendurch reichen bei stark trockener Haut oft nicht aus. Die Barriere stabilisiert sich besser, wenn sie zuverlässig unterstützt wird – also konsequent nach jedem Duschen und bei Bedarf zusätzlich.

  • Zuwenig Leichtigkeit bei fettiger oder zu Unreinheiten neigender Haut
    Sehr reichhaltige Cremes können sich auf fettiger Körperhaut schnell „zu viel“ anfühlen und Poren optisch betonen. Hier sind leichte, nicht komedogene Texturen angenehmer und oft völlig ausreichend.

  • Klassische Problemzonen übersehen
    Schienbeine, Knie, Ellenbogen und Hände werden im Alltag gern vergessen, sind aber meist die trockensten Zonen. Wer zu Ekzemen neigt, sollte diesen Bereichen besondere Aufmerksamkeit schenken.


Alltagstaugliche Tipps für eine nachhaltig gepflegte Haut

  • Auf Schlüsselmomente konzentrieren
    Die wichtigsten Zeitpunkte sind das Eincremen nach dem Duschen und nach dem Schwimmen – vor allem nach Chlor- oder Salzwasser. Hier verliert die Haut besonders viel Feuchtigkeit.

  • Pflege an Routinen koppeln
    Wer abends ohnehin duscht, kann die Körperpflege direkt daran knüpfen. Feste Abläufe helfen, aus „guter Vorsatz“ eine selbstverständliche Gewohnheit zu machen.

  • Trockene Zonen gezielt nachversorgen
    Bereiche wie Schienbeine, Füße oder Hände dürfen im Laufe des Tages eine „Extraportion“ bekommen – zum Beispiel nach dem Händewaschen oder wenn die Strumpfhose beim Anziehen schon zieht.

  • Umgebung im Blick behalten
    In klimatisierten Büros, auf Flugreisen oder bei klirrender Winterkälte trocknet die Haut deutlich schneller aus. In solchen Phasen ist es sinnvoll, die Pflegefrequenz vorübergehend zu erhöhen.

  • Reizung reduzieren statt nur auszugleichen
    Manchmal bringt es mehr, die Haut unter der Dusche weniger zu strapazieren (mildere Produkte, weniger Reibung, kürzere Duschzeit), als hinterher möglichst reichhaltig zu cremen. Idealerweise greifen beide Strategien ineinander.


Kurz zusammengefasst

Wie oft Sie sich eincremen „sollten“, lässt sich nicht pauschal festlegen – es ist eine Mischung aus Hauttyp, Lebensstil und Umfeld. Für die meisten Menschen ist tägliches Eincremen nach dem Duschen ein sinnvoller Grundstandard.

Trockene oder reife Haut profitiert häufig von konsequenter, teilweise zweimal täglicher Pflege. Fettigere Haut kommt meist mit weniger aus, braucht aber ebenfalls Schutz nach dem Duschen und nach stärkerer Beanspruchung.

Orientieren Sie sich an dem, was Ihre Haut Ihnen signalisiert: Spannt sie, schuppt sie oder wirkt sie rau, ist das ein klares Zeichen, dass Häufigkeit, Produkt oder beides angepasst werden sollten.


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