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Kann man direkt nach dem Peeling Make-up auftragen?

Make-up nach dem Peeling: Wie viel Abstand Ihre Haut wirklich braucht

Ein Peeling sorgt für glatte, frisch wirkende Haut – und genau dann ist die Versuchung groß, direkt zur Foundation zu greifen. Gleichzeitig ist die Haut nach einem Peeling immer empfindlicher als sonst, unabhängig davon, ob es sich um ein mechanisches oder ein chemisches Peeling handelt.

Im Folgenden geht es darum, was in der Haut nach einem Peeling tatsächlich passiert, wie viel Zeit bis zum Make-up sinnvoll ist – und wie Sie Ihre Routine so planen, dass Ihr Teint gut aussieht, ohne die Haut unnötig zu stressen.


Was ein Peeling mit Ihrer Haut macht – und warum das fürs Make-up wichtig ist

Ein Peeling entfernt lose Hornschüppchen von der Hautoberfläche.
Das geschieht, je nach Produkt, auf unterschiedliche Weise:

  • Mechanische Peelings arbeiten mit Schleifpartikeln, die die Hautoberfläche „polieren“.
  • Chemische Peelings (z. B. mit Fruchtsäuren oder BHA) lösen die Verbindungen zwischen abgestorbenen Zellen, sodass sie sich leichter ablösen.

Beiden gemeinsam ist: Die oberste Schutzschicht der Haut wird vorübergehend etwas ausgedünnt. Das kann gewünscht sein – Wirkstoffe dringen besser ein, der Teint wirkt ebenmäßiger. Gleichzeitig reagiert die Haut in dieser Phase sensibler auf Reibung, Duftstoffe, Alkohol und stark deckendes Make-up.

Ob Sie nach einem Peeling Make-up tragen können, hängt weniger von einer starren Regel ab, sondern vor allem von:

  • der Intensität des Peelings
  • der Empfindlichkeit Ihrer Haut
  • der Zeit, die Sie der Haut zur Beruhigung geben

Nach intensiven oder professionellen Peelings ist Make-up häufig ausdrücklich nicht empfohlen. In solchen Fällen gilt: Die Hinweise der behandelnden Fachperson haben Vorrang vor jeder allgemeinen Empfehlung.


So gehen Sie Schritt für Schritt vor, wenn Sie nach dem Peeling Make-up nutzen möchten

Wenn es sich um ein mildes Peeling handelt und Ihre Haut grundsätzlich robust reagiert, können Sie sich an dieser Reihenfolge orientieren:

  1. Peeling sanft abnehmen
    Mit lauwarmem Wasser gründlich, aber ohne Rubbeln abspülen. Reste des Produkts können die Haut zusätzlich reizen.

  2. Haut vorsichtig trocknen
    Das Gesicht mit einem weichen Handtuch nur tupfen, nicht wischen oder reiben.

  3. Beruhigende Pflege auftragen
    Eine parfümarme, unkomplizierte Feuchtigkeitspflege oder ein mildes Serum auftragen. Ziel ist, die Barriere zu unterstützen, nicht, möglichst viele Wirkstoffe zu schichten.

  4. Kurze Wartezeit einplanen
    Etwa 10–20 Minuten warten, bis die Pflege eingezogen ist und die Haut sich ruhig anfühlt. Deutliches Spannen, Brennen oder Stechen sind Warnsignale – dann sollte Make-up warten.

  5. Leichtes Make-up bevorzugen
    Auf schwere, stark deckende Texturen und extrem haftende Produkte möglichst verzichten. Leichtere Formulierungen sind nach einem Peeling meist angenehmer und weniger reizend.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Gerade rund um Peelings wiederholen sich bestimmte Fehler immer wieder:

  • Zu häufiges Peelen
    Wer die Haut mehrmals pro Woche oder sogar täglich peelt, schwächt die Barriere langfristig. Dann reagiert sie nicht nur auf Make-up, sondern auf fast alles sensibler.

  • Starkes Reiben beim Auftrag
    Harte Pinsel, Schwämme mit viel Druck oder ständiges „Nacharbeiten“ am Teint erhöhen die mechanische Belastung – etwas, was die Haut nach einem Peeling nicht braucht.

  • Make-up auf deutlich gerötete oder brennende Haut
    Rötung, Brennen oder Stechen nach dem Peeling sind Anzeichen für Irritation. In diesem Zustand Make-up darüberzulegen, verschönert selten das Ergebnis und belastet die Haut zusätzlich.

  • Unpassende Inhaltsstoffe kombinieren
    Direkt nach einem chemischen Peeling sind Produkte mit potenziell reizenden Komponenten (z. B. hohe Alkoholanteile, starke Duftstoffe, manche Konservierungsstoffe) eher ungünstig – das gilt auch für dekorative Kosmetik.


Sanfte Strategien für ein schönes Finish ohne Reue

Mit ein paar Anpassungen lässt sich Make-up nach dem Peeling besser mit der Hautgesundheit vereinbaren:

  • Häufigkeit überdenken
    Für viele Hauttypen sind ein- bis zweimal Peeling pro Woche ausreichend. Mehr bringt nicht automatisch ein besseres Hautbild, oft eher das Gegenteil.

  • „Less is more“ beim Make-up
    Dünn aufgetragene, feine Texturen sehen meist natürlicher aus und fühlen sich nach einem Peeling angenehmer an als deckende Schichten.

  • Werkzeuge mit Bedacht wählen
    Weiche Pinsel oder saubere Schwämmchen mit wenig Druck verwenden. Auch Finger können funktionieren – vorausgesetzt, sie sind sauber und Sie arbeiten ohne Reiben.

  • Auf Hautsignale achten
    Wenn sich die Haut nach dem Schminken warm, brennend oder stark gespannt anfühlt, ist das ein Hinweis, dass es zu viel war. In solchen Fällen das Produkt besser entfernen und die Haut zur Ruhe kommen lassen.

  • Tagsüber an Sonnenschutz denken
    Nach Peelings ist die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Ein passender Sonnenschutz ist tagsüber daher Pflicht – ob mit oder ohne Make-up darüber.


Kurz zusammengefasst

Nach einem milden Peeling ist Make-up in vielen Fällen möglich – vorausgesetzt, die Haut ist nicht gereizt, bekommt eine kurze Erholungsphase und Sie greifen zu eher leichten, unkomplizierten Texturen. Nach intensiven oder professionellen Peelings ist eine Make-up-Pause von Stunden bis hin zu mehreren Tagen sinnvoll oder sogar notwendig.

Am Ende zählt vor allem eines: Wie Ihre eigene Haut reagiert. Sie liefert Ihnen die verlässlichsten Hinweise darauf, was sie gerade verträgt – und was besser warten sollte.


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