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Was ist nach einem chemischen Peeling bei der Pflege besonders wichtig?

Nach dem chemischen Peeling: Was Ihre Haut jetzt wirklich braucht

Ein chemisches Peeling kann die Haut sichtbar glatter, ebenmäßiger und frischer wirken lassen – aber der Preis dafür ist eine Phase erhöhter Empfindlichkeit. Was viele vergessen: Die Behandlung endet nicht, wenn Sie die Praxis verlassen. Die entscheidende Phase beginnt danach, nämlich mit der richtigen Pflege zu Hause. In diesem Beitrag geht es darum, was Ihre Haut jetzt dringend benötigt, was Sie weglassen sollten und wie Sie die Regeneration unterstützen, ohne die Haut zu überfordern.


Warum Ihre Haut nach einem chemischen Peeling im Ausnahmezustand ist

Beim chemischen Peeling werden mit Hilfe von Säuren gezielt die oberen, geschädigten Hautschichten gelöst. Je nach Intensität des Peelings reicht das von einer feinen Abschilferung bis hin zu einer deutlich sichtbaren Erneuerung der oberen Hautschicht.

Das hat mehrere Folgen:

  • die Schutzbarriere ist vorübergehend geschwächt
  • die Haut wird durchlässiger für Wirkstoffe – und Reizstoffe
  • die Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung steigt deutlich

Die Haut verliert jetzt leichter Feuchtigkeit, reagiert schneller gereizt und neigt eher zu Pigmentverschiebungen, wenn sie ungeschützt Sonne abbekommt. Genau deshalb ist die Zeit unmittelbar nach dem Peeling so entscheidend dafür, ob sich die Haut ruhig und gleichmäßig erholen kann – oder ob Rötungen, Irritationen und Flecken zurückbleiben.


Sanfter Fahrplan für danach: So begleiten Sie Ihre Haut durch die Heilungsphase

In den ersten Tagen nach einem chemischen Peeling gilt tatsächlich: weniger Produkte, dafür die richtigen. Eine einfache Basisroutine kann so aussehen:

  1. Milde Reinigung
    Lauwarmes Wasser, eine sehr sanfte, nicht stark schäumende Reinigung, frei von Alkohol, Duftstoffen und Peelingpartikeln. Kein Rubbeln, kein Schrubben – nur behutsam abspülen und sanft abtupfen.

  2. Beruhigende, feuchtigkeitsspendende Pflege
    Reizarme, möglichst unkomplizierte Formulierungen mit Feuchthaltefaktoren wie Glycerin, Hyaluron oder Aloe vera. Die Textur darf je nach Hauttyp leichter oder cremiger sein – wichtig ist: Sie sollte weder brennen noch ein Spannungsgefühl verstärken.

  3. Konsequenter Sonnenschutz
    Täglich, unabhängig vom Wetter, einen breit schützenden Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Großzügig auftragen und bei längerem Aufenthalt im Freien regelmäßig erneuern. Ohne diesen Schritt riskieren Sie Pigmentflecken und eine gestörte Heilung.

  4. Make-up nur, wenn es sein muss
    Idealerweise die ersten 24–48 Stunden ganz auf Make-up verzichten. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, nur leichte, gut verträgliche Produkte nutzen und diese abends gründlich, aber schonend entfernen.

Wie lange diese Schonphase dauern sollte, hängt von der Peelingstärke ab. Nach leichten Peelings reichen oft ein paar Tage, nach mittelstarken oder starken Behandlungen kann eine vorsichtige Phase von mehreren Wochen sinnvoll sein. Ausschlaggebend sind die konkreten Empfehlungen der behandelnden Fachperson.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Haut davor schützen

Nach einem chemischen Peeling wirkt die Haut manchmal robuster, als sie tatsächlich ist. Häufige Fehler in dieser Phase:

  • Zu früh wieder Peelings verwenden
    Mechanische Peelings oder zusätzliche Säuren (z. B. AHA, BHA) setzen die ohnehin geschwächte Barriere weiter unter Druck und können Reizungen massiv verstärken.

  • Kräftige Anti-Aging-Wirkstoffe sofort wieder einbauen
    Hochdosierte Retinoide, Vitamin C in potenziell irritierenden Texturen oder andere starke Aktivstoffe sind jetzt oft zu viel. Sie können brennen, Rötungen anfachen und die Heilung ausbremsen.

  • Schuppende Haut abzupfen
    Dass sich die Haut schält, ist nach einem Peeling normal. Die Schüppchen sollen von allein abfallen. Zupfen, Kratzen oder „Haut abziehen“ erhöht das Risiko von kleinen Verletzungen, Entzündungen und späteren Pigmentflecken.

  • Sonne unterschätzen
    Schon kurze ungeschützte Sonnenmomente können jetzt ausreichen, um dunkle Flecken auszulösen – vor allem bei dunkleren Hauttypen oder Neigung zu Hyperpigmentierung.


Erprobte Tipps für eine entspannte Regeneration

Damit sich die Haut möglichst gleichmäßig und ohne unnötige Komplikationen erholt, helfen folgende Punkte in der Praxis:

  • Auf das eigene Hautgefühl achten
    Leichtes Spannen, vorübergehende Rötungen und Schuppung sind erwartbar. Alarmzeichen sind starke Schmerzen, nässende Areale, Bläschen oder extrem anhaltende Rötungen – in diesen Fällen gehört die Haut ärztlich angeschaut.

  • Kühle, nicht eiskalte Kompressen
    Kurz aufgelegte, kühle (nicht eiskalte) Kompressen können beruhigend wirken. Wichtig: saubere Tücher, klares Wasser, keine Zusätze wie ätherische Öle oder aggressive Tonics.

  • Duftstoffe und Alkohol meiden
    Parfum und austrocknende Alkohole sind in der Regenerationsphase unnötige Störfaktoren. Je reizärmer die Produkte, desto geringer das Risiko für zusätzliche Irritationen.

  • Pflege schrittweise wieder ausbauen
    Aktive Wirkstoffe nicht auf einen Schlag, sondern langsam und nach Rücksprache wieder integrieren – mit niedriger Frequenz starten und genau beobachten, wie die Haut reagiert.

  • Mechanische Reize minimieren
    Kein hartes Abrubbeln mit Handtuch oder Waschlappen, keine aggressive Gesichtsbürste. Die Haut nur vorsichtig trockentupfen und insgesamt möglichst wenig „bearbeiten“.


Kurz zusammengefasst

Nach einem chemischen Peeling braucht Ihre Haut vor allem drei Dinge: Ruhe, Feuchtigkeit und konsequenten Sonnenschutz. Die Barriere ist für eine Weile geschwächt, daher sollte alles draußen bleiben, was die Haut zusätzlich stresst – starke Wirkstoffe, erneute Peelings, ungeschützte Sonne. Mit einer einfachen, sanften Routine unterstützen Sie die natürliche Regeneration und senken das Risiko für anhaltende Irritationen und Pigmentflecken deutlich.


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