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Wie oft darf ich peelen und welche Säuren (AHA/BHA/PHA) sind für meine Haut geeignet?

Strahlende Haut mit Säuren: Wie oft Sie peelen sollten – und was zu Ihrer Haut passt

Chemische Peelings mit Säuren gehören heute zu den wirksamsten Tools, um den Teint ebenmäßiger, glatter und insgesamt frischer wirken zu lassen. Gleichzeitig ist die Auswahl an Produkten so groß, dass schnell Zweifel aufkommen: Wie oft ist noch sinnvoll – und wann wird es zu viel? Welche Säuren passen zu welchem Hauttyp?
Im Folgenden geht es darum, wie AHA, BHA und PHA grundsätzlich arbeiten, wie häufig sie in der Praxis eingesetzt werden können und woran Sie merken, ob Ihre Haut mitzieht – oder sich wehrt.


Chemische Peelings verstehen: Was hinter AHA, BHA und PHA steckt

Säurepeelings lösen abgestorbene Hautschüppchen nicht durch Reibung, sondern chemisch. Sie greifen dabei in den natürlichen Abschuppungsprozess der obersten Hautschicht ein.

  • AHA (Alpha-Hydroxysäuren)
    Dazu zählen etwa Glykolsäure oder Milchsäure. Sie wirken vor allem an der Hautoberfläche, lösen Verhornungen und lassen die Haut dadurch glatter und feiner erscheinen. AHA können außerdem Wasser in der Haut binden und werden deshalb häufig für normale bis trockene, auch sonnengeschädigte Haut empfohlen.

  • BHA (Beta-Hydroxysäuren)
    Hier ist vor allem Salicylsäure relevant. BHA ist fettlöslich und kann dadurch in die Poren eindringen. Dort löst es Talg und verhornte Zellschichten. Das macht BHA besonders interessant für fettige, zu Unreinheiten neigende Haut.

  • PHA (Poly-Hydroxysäuren)
    Beispiele sind Gluconolacton oder Lactobionsäure. Ihre Moleküle sind größer, dadurch gelangen sie langsamer und weniger tief in die Haut. Sie gelten als milder und kommen vor allem für empfindliche Haut infrage, wenn klassische AHA zu stark reagieren.

Allen drei Gruppen ist eines gemeinsam: Sie unterstützen die Abschuppung der oberen Hautschicht und können das Hautbild dadurch klarer und gleichmäßiger wirken lassen. Wie häufig das sinnvoll ist, hängt allerdings stark von Ihrer Haut, vom restlichen Pflegeprogramm und von der Konzentration des Produkts ab.


Wie oft peelen? Orientierung für den Alltag

Eine ideale Frequenz gibt es nicht für alle. Sinnvoll ist, sich an groben Erfahrungswerten zu orientieren – und dann nachzujustieren.

  • Einsteiger oder empfindliche Haut
    Beginnen Sie mit 1-mal pro Woche. Bleiben Sie konsequent bei diesem Rhythmus und beobachten Sie über mehrere Wochen, wie die Haut reagiert, bevor Sie steigern.

  • Normale, unproblematische Haut
    Viele kommen mit 2–3 Anwendungen pro Woche gut zurecht, vorausgesetzt, das Produkt ist moderat formuliert und die restliche Routine nicht überladen mit aktiven Wirkstoffen.

  • Erfahrene Anwender mit robuster Haut
    Manche vertragen ein mildes, tägliches Peeling. Das ist aber eher die Ausnahme und sollte langsam aufgebaut werden – immer mit einem wachen Blick auf Rötungen, Schuppung oder ein dauerhaft gespanntes Gefühl.

Entscheidend ist weniger der Plan als die Reaktion der Haut. Typische Warnsignale: anhaltendes Brennen, deutliche Rötungen, starke Trockenheit, bröselige Schuppung oder eine plötzliche Überempfindlichkeit auf Produkte, die vorher problemlos waren. Dann ist der Punkt erreicht, an dem Sie die Häufigkeit reduzieren oder auf eine mildere Formulierung umsteigen sollten.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Haut schützen

Probleme mit Säurepeelings entstehen selten aus dem Nichts, sondern durch nachvollziehbare Fehler in der Anwendung:

  • Zu schnell, zu viel, zu stark
    Hochprozentige Produkte direkt täglich zu verwenden, überfordert die Hautbarriere fast zwangsläufig. Aufbau statt Hauruck ist hier die vernünftigere Strategie.

  • Ein Wirkstoff-Cocktail ohne Konzept
    Mehrere starke Peelings, dazu Retinoide und eventuell noch andere reizende Wirkstoffe – das kann selbst stabile Haut an ihre Grenze bringen. Besonders heikel wird es, wenn alles gleichzeitig neu gestartet wird.

  • Sonnenschutz vernachlässigen
    Nach Säurepeelings reagiert die Haut oft empfindlicher auf UV-Strahlung. Ohne konsequenten Sonnenschutz steigt nicht nur das Risiko für Rötungen, sondern langfristig auch für Lichtschäden.

  • Mechanische und chemische Peelings kombinieren
    Am selben Tag ein Körnchenpeeling und ein Säurepeeling zu verwenden, ist für viele Hauttypen schlicht zu viel. Wer zu Rötungen oder Trockenheit neigt, lässt diese Kombination besser bleiben.


Erprobte Tipps für die passende Säurewahl

Die Auswahl der Säure sollte sich an Ihrem Haupt-Hautproblem und Ihrer Empfindlichkeit orientieren – nicht an Trends oder Prozentangaben.

  • Trockene oder reifere Haut
    Oft gut geeignet: AHA oder PHA in moderaten Konzentrationen. Wichtig ist hier eine anschließende, gut formulierte Feuchtigkeitspflege, gern mit Ceramiden, Glycerin oder ähnlichen hydratisierenden Stoffen.

  • Fettige, zu Unreinheiten neigende Haut
    Häufig sinnvoll: BHA, weil es in die Poren vordringt und Talgansammlungen lösen kann. Starten Sie auch hier mit wenigen Anwendungen pro Woche, um Überreizung zu vermeiden, gerade wenn zusätzlich noch Akne-Medikamente im Spiel sind.

  • Empfindliche oder zu Rötungen neigende Haut
    Eher geeignet: PHA oder sehr niedrige AHA-Konzentrationen. Führen Sie neue Produkte schrittweise ein und testen Sie sie zuerst an einer kleinen Stelle, etwa am Rand der Wange oder am Hals.

  • Mischhaut
    Eine pragmatische Variante: BHA in der T‑Zone, AHA oder PHA auf den eher trockenen Partien. Wichtig: nicht alle neuen Produkte gleichzeitig starten, sondern nacheinander, um Reaktionen zuordnen zu können.

Unabhängig vom Hauttyp gilt: Nach dem Peeling sollten die folgenden Schritte in der Routine möglichst reizarm sein – keine aggressiven Duftstoffe, keine unnötig harschen Tenside. Und tagsüber gehört ein hoher UV-Schutz zur Pflicht, nicht zur Kür.


Kurz zusammengefasst

Säurepeelings mit AHA, BHA oder PHA können das Hautbild deutlich verfeinern, sofern sie regelmäßig, aber nicht übertrieben zum Einsatz kommen. Die passende Häufigkeit ergibt sich aus Ihrem Hauttyp, der Stärke des Produkts und der individuellen Toleranz. Für viele sind 1–3 Anwendungen pro Woche ein sinnvoller Ausgangspunkt.

Grob orientiert: AHA eher für trockene bis normale Haut, BHA für fettige und zu Unreinheiten neigende Haut, PHA für empfindliche Haut oder als besonders milde Option. Entscheidend bleibt: auf die Signale der Haut achten, lieber einen Schritt zurücktreten, wenn sie gereizt wirkt – und konsequent auf milde Pflege plus Sonnenschutz setzen.


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