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Wie kann ich Lücken in den Augenbrauen kaschieren, ohne dass es aufgezeichnet aussieht?

Natürlich volle Brauen: So kaschieren Sie Lücken, ohne dass es geschminkt aussieht

Volle, natürlich geformte Augenbrauen geben dem Gesicht Struktur und lassen es wacher wirken. Kleine Lücken, ausgedünnte Stellen oder Narben kommen jedoch häufig vor – und genau dort kippt der Look schnell ins Künstliche: Die Brauen wirken plötzlich hart, „aufgemalt“ oder wie ein Block.
Die gute Nachricht: Mit der passenden Technik lassen sich Lücken ausgleichen, ohne dass jemand auf den ersten Blick erkennt, dass Produkt im Spiel ist. Im Folgenden geht es darum, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, welche Texturen sich bewähren und welche typischen Fehler den natürlichen Effekt ruinieren.


Warum Lücken ganz normal sind – und was sie optisch betonen kann

Augenbrauen bestehen aus vielen einzelnen Härchen, die nie überall gleich dicht wachsen. Lücken entstehen unter anderem durch:

  • häufiges oder ungünstiges Zupfen
  • natürliche Ausdünnung mit zunehmendem Alter
  • Reibung (z. B. beim Abschminken oder durch Mützen, Caps & Co.)
  • Narben oder kleinere Hautirritationen

Auffällig werden diese Lücken oft erst durch Kontraste: Dunkle Brauen auf heller Haut (oder umgekehrt) lassen jede kleine Unterbrechung deutlicher hervortreten.

Ziel beim Ausgleichen ist daher nicht, eine perfekt symmetrische „Instagram-Braue“ zu konstruieren, sondern die natürliche Haarstruktur optisch zu schließen und weicher wirken zu lassen.

Entscheidend dabei: Je deckender das Produkt und je härter die Linie, desto schneller wirkt es gezeichnet. Natürlichkeit entsteht durch:

  • feine, haarähnliche Striche
  • leicht pudrige, weiche Übergänge
  • gut verblendete Ränder ohne scharfe Kanten

Schritt für Schritt zu natürlich gefüllten Augenbrauen

1. Form definieren – aber nicht neu erfinden

Bürsten Sie die Brauen zunächst mit einem sauberen Bürstchen nach oben und dann sanft in Wuchsrichtung. So sehen Sie, wo wirklich Lücken sind – und wo vielleicht nur einzelne Härchen quer liegen.

Halten Sie sich an Ihre vorhandene Brauenform. Füllen Sie nur dort auf, wo sichtbar Dichte fehlt, statt eine vollkommen neue Form zu zeichnen.

2. Die richtige Textur wählen

Für einen unauffälligen, alltagstauglichen Look funktionieren meist:

  • Feine Stifte in Ihrer Brauenfarbe oder einen Hauch heller
  • Getönte Brauengels mit Fasern, die den Härchen optisch mehr Volumen geben
  • Pudrige Texturen, die wie ein weicher Schatten wirken

Sehr cremige, stark deckende Produkte oder glänzende Formulierungen lassen sich schwer subtil dosieren und verraten schneller, dass nachgeholfen wurde.

3. Lücken mit feinen Strichen auffüllen

Setzen Sie Stift oder Pinsel nur leicht auf und ziehen Sie kurze, dünne Striche in Wuchsrichtung – eher wie nachgezeichnete Härchen als wie Linien.

Wenig Druck, kurze Bewegungen, mehrere dünne Schichten: So können Sie die Intensität besser kontrollieren, statt in einem Zug zu viel Produkt abzugeben.

4. Verblenden für weiche Übergänge

Bürsten Sie zwischendurch immer wieder mit dem Spoolie (Bürstchen) durch die Braue. Das bricht eventuelle „Streifen“, verteilt Produktüberschüsse und lässt die Struktur wieder mehr nach Haaren, weniger nach Farbe aussehen.

5. Mit transparentem Gel fixieren

Ein klares Brauengel bringt die Härchen in Position und fixiert das Ergebnis, ohne zusätzliche Farbe aufzubauen. Dieser letzte Schritt wirkt wie ein leichter Weichzeichner: Die Braue wirkt geordnet und voll, aber nicht hart nachgezogen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Zu dunkler Farbton
Ein zu dunkler Ton macht jede Linie sichtbar und nimmt sofort die Leichtigkeit. Orientieren Sie sich eher an der Haarwurzel als an den Längen – im Zweifel lieber einen halben Ton heller.

Blockartige Ausfüllung
Wenn die Braue komplett ausgemalt wird, entsteht leicht ein kompakter „Balken“. Den vorderen Bereich lieber transparenter lassen, den Fokus auf Mitte und Ende legen – dort sitzen meist die größeren Lücken.

Zu viel Produkt auf einmal
Starke Deckkraft verzeiht wenig. Arbeiten Sie mit wenig Produkt und bauen Sie den Effekt nach und nach auf. So bleibt Luft zum Korrigieren – und der Look wirkt weicher.

Unnatürlicher Übergang zwischen Haar und Haut
Wenn nur die Haut stark eingefärbt ist und die Härchen selbst kaum Produkt abbekommen, entsteht ein merkwürdiger Kontrast. Führen Sie das Produkt leicht über die vorhandenen Härchen, nicht nur auf die Haut dazwischen.


Praxistipps für natürlich wirkende Brauen im Alltag

  • Licht ernst nehmen: Schminken Sie die Brauen möglichst bei Tageslicht oder einem neutral-weißen Licht. Kunstlicht mit starkem Gelb- oder Blaustich täuscht über Intensität und Farbe hinweg.
  • Abstand wechseln: Nicht die ganze Zeit nur im Vergrößerungsspiegel arbeiten. Treten Sie zwischendurch einen Schritt zurück und prüfen Sie aus normaler Gesprächsdistanz, ob Form und Intensität stimmig wirken.
  • Struktur vor Perfektion: Zwei wie mit dem Lineal identische Brauen sehen schnell künstlich aus. Kleine Unterschiede wirken realistischer als zwei perfekte Blockformen.
  • Pflege im Blick behalten: Sanftes Abschminken ohne Rubbeln und eine milde Pflege um die Brauen herum unterstützen auf Dauer die Haarstruktur. Weniger Reibung, weniger Stress für die Härchen.

Kurz zusammengefasst

Lücken in den Augenbrauen lassen sich unauffällig kaschieren, wenn Sie mit feinen, leichten Strichen arbeiten, die natürliche Form nur ergänzen und harte Kanten sorgfältig verblenden. Ein nicht zu dunkler, leicht weicher Farbton, sparsam dosiertes Produkt und ein transparentes Fixiergel sorgen dafür, dass die Brauen voller wirken, aber optisch bei „natürlich“ bleiben.


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