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Wie kombiniere ich verschiedene Augenbrauenprodukte (z.B. Stift und Gel) für ein perfektes Ergebnis?

Perfekt gestylte Brauen: So kombinieren Sie Stift, Gel & Co. sinnvoll

Augenbrauenprodukte gibt es inzwischen in nahezu jeder Textur – von Stift über Puder bis hin zu Gel. Viele verwenden mehr als ein Produkt, sind aber unsicher, wie sich die Reihenfolge sinnvoll aufbaut und welche Kombination wirklich natürlich aussieht. Dabei können klug kombinierte Produkte Brauen voller, definierter und trotzdem weich wirken lassen.

In diesem Artikel geht es darum, wie Sie verschiedene Texturen logisch aufeinander aufbauen, welche Technik zu welcher Brauenstruktur passt und worauf Sie im Alltag achten sollten.


Warum die Reihenfolge bei Augenbrauenprodukten so entscheidend ist

Ein einfaches Grundprinzip hilft beim Sortieren: Leichte, weiche Texturen zuerst, fixierende und stark deckende Produkte zum Schluss.

Die Rollenverteilung ist dabei klar:

  • Stifte und Puder schaffen Form, Fülle und feine „Härchen“.
  • Gele bringen Struktur, legen die Härchen in eine Richtung und geben Halt.
  • Cremige oder wachsige Produkte decken stärker, kaschieren Lücken zuverlässig, müssen aber gezielt und dosiert eingesetzt werden.

Wenn Sie mehrere Produkte nutzen, bauen Sie die Braue immer vom Hintergrund zur Struktur auf:
erst optische Dichte, dann Kontur, zum Schluss Halt und Finish – ob dezent glänzend oder bewusst matt.


So kombinieren Sie Stift und Gel Schritt für Schritt

1. Form bestimmen und Brauen vorbereiten

Bürsten Sie die Brauen mit einem sauberen Bürstchen nach oben und leicht nach außen. So sehen Sie auf einen Blick:

  • Wo Lücken sitzen
  • Wie die natürliche Form verläuft
  • Ob einzelne Härchen gekürzt oder gezupft werden sollten (das können Sie bei Bedarf separat erledigen)

2. Mit dem Stift feine Härchen nachzeichnen

Greifen Sie zu einem Stift mit feiner Spitze:

  • Setzen Sie nicht direkt vorn, sondern im mittleren Bereich der Braue an.
  • Arbeiten Sie mit kurzen, haarähnlichen Strichen in Wuchsrichtung.
  • Verdichten Sie vor allem die Unterkante der Braue – das sorgt optisch für mehr Fülle.
  • Den vorderen Bereich nur ganz leicht ausfüllen, damit der Übergang weich bleibt und die Braue nicht „blockartig“ wirkt.

3. Mit dem Bürstchen verblenden

Bürsten Sie anschließend sanft durch die Brauen. Dadurch:

  • werden harte Linien gebrochen
  • verbinden sich Farbe, Härchen und Haut besser
    Die Braue wirkt insgesamt weniger wie aufgemalt und mehr wie natürlich verdichtet.

4. Mit Gel fixieren und Form geben

Zum Schluss kommt das Gel:

  • Streifen Sie überschüssiges Produkt vom Bürstchen ab, bevor Sie an die Braue gehen.
  • Bei Bedarf erst leicht gegen die Wuchsrichtung bürsten, damit jedes Härchen Produkt abbekommt.
  • Anschließend in Wuchsrichtung und leicht nach oben kämmen, bis die gewünschte Form sitzt.
  • Für einen „gelifteten“ Look die vorderen Härchen stärker nach oben bürsten und zum Ende hin flacher auslaufen lassen.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Zu dunkle Farbe:
Ein allzu dunkler Ton lässt die Brauen schnell hart wirken. Meist wirkt eine Nuance, die nur minimal dunkler ist als Ihre Naturfarbe, am harmonischsten. Bei sehr dunklen Haaren lieber zu aschigen Tönen greifen, nicht zu warmen.

Zu harte Balken statt feiner Struktur:
Durchgezogene Linien mit dem Stift lassen die Braue schnell „blockig“ wirken. Besser: kurze, feine Striche mit kleinen Zwischenräumen – das imitiert echte Härchen.

Zu viel Gel auf einmal:
Eine überladene Bürste macht die Brauen klumpig, steif oder übermäßig glänzend. Tragen Sie lieber weniger auf und arbeiten Sie bei Bedarf in einer zweiten, sehr dünnen Schicht.

Falsche Reihenfolge:
Wer zuerst ein stark fixierendes Gel verwendet und danach mit Stift darüber malt, bekommt oft fleckige, ungleichmäßige Farbe – der Stift gleitet dann über die ummantelten Härchen, statt sich mit der Haut zu verbinden.


Praktische Tipps für unterschiedliche Brauentypen

Feine, spärliche Brauen:

  • Schwerpunkt auf dem Stift, das Gel nur sparsam verwenden.
  • Lücken mit feinen Strichen füllen, die Form lieber soft halten als zu stark konturiert.
  • Ein leichtes, nicht beschwerendes Gel wählen, das die Härchen nicht nach unten zieht.

Dichte, aber unruhige Brauen:

  • Den Stift nur dort einsetzen, wo wirklich Lücken sind.
  • Den Fokus auf ein gut haltendes Gel legen, das Struktur hineinbringt und die Form beruhigt.

Sehr helle Brauen:

  • Zuerst mit Stift oder Puder einen zarten Grundton schaffen.
  • Ein Gel in einem möglichst natürlichen, nicht zu dunklen Ton wählen, damit die Härchen sichtbar werden, ohne „angemalt“ zu wirken.

Für den Alltag & fürs Abend-Make-up:

  • Alltag: Weniger Produkt, sanfte Übergänge, nur leichte Konturierung.
  • Abend: Die Unterkante klarer betonen, etwas mehr Fülle einzeichnen und bei Bedarf ein stärker fixierendes Gel nutzen.

Kurz zusammengefasst

Für ein natürlich wirkendes, sauberes Ergebnis folgen Sie einer klaren Reihenfolge:

  1. Brauen bürsten und natürliche Form analysieren.
  2. Mit dem Stift feine Härchen nachzeichnen und Lücken füllen.
  3. Farbe mit dem Bürstchen weich verblenden.
  4. Mit Gel fixieren und die Struktur ausarbeiten.

Fein gesetzte Striche und zurückhaltende Produktmengen sehen fast immer eleganter aus als flächig ausgemalte, harte Brauen.


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