Welcher Concealer passt zu Ihrer Haut? Ein Guide für trockene, ölige und Mischhaut
Concealer kann Augenringe abmildern, Rötungen kaschieren und den Teint in Sekunden wacher wirken lassen – vorausgesetzt, er passt zu Ihrem Hauttyp. Gerade trockene, ölige oder Mischhaut reagieren sehr unterschiedlich auf Texturen und Finishes. In diesem Artikel geht es darum, welche Concealer-Art zu welcher Haut passt, welche Formulierungen sinnvoll sind und wie Sie das Produkt so auftragen, dass es natürlich wirkt und möglichst lange hält.
Warum Concealer mehr ist als nur ein Abdeckprodukt
Concealer ist nicht einfach „zum Übermalen“ da. Er entscheidet mit darüber, wie ebenmäßig und gepflegt Ihre Haut wirkt – vor allem in empfindlichen Bereichen wie der Augenpartie.
- Trockene Haut sorgt schnell dafür, dass sich Concealer in feinen Linien festsetzt und trockene Stellen hervorhebt.
- Ölige Haut lässt Concealer im Laufe des Tages verrutschen oder glänzend aussehen.
- Mischhaut kombiniert beides – trockene und ölige Zonen – und verlangt daher etwas mehr Feingefühl.
Wirklich passend wird ein Concealer erst, wenn Textur, Finish und Deckkraft mit Ihrem Hauttyp zusammenspielen – die Farbe ist dann der letzte Baustein, nicht der erste.
Trockene Haut: Cremige Texturen und sanfter Glow
Bei trockener Haut braucht Concealer vor allem eines: Nachgiebigkeit. Er sollte sich geschmeidig einarbeiten lassen, ohne die Haut zusätzlich auszutrocknen.
Darauf können Sie bei trockener Haut achten:
- Textur: cremig, leicht flüssig oder mousseartig
- Finish: natürlich bis leicht strahlend („dewy“ oder satiniert)
- Deckkraft: leicht bis mittel, gerne aufbaubar, damit sich nichts pastig anfühlt
- Tragegefühl: weich, flexibel, ohne Spannungsgefühl
Formulierungen, die beim Antrocknen zu pudrig werden, sind hier eher ungünstig. Vor allem unter den Augen kann ein stark mattierender Concealer Fältchen und Trockenheitslinien unnötig betonen.
Tipp: Für punktuelle Rötungen oder stärkere Unregelmäßigkeiten können Sie den Concealer gezielt schichten – aber in dünnen Lagen. Lieber zweimal wenig als einmal zu viel.
Ölige und Mischhaut: Haltbarkeit ohne Masken-Effekt
Bei öliger oder Mischhaut steht die Haltbarkeit im Vordergrund: Der Concealer soll nicht wegrutschen, sich nicht in Poren oder Linien sammeln und nicht fleckig werden.
Für ölige und Mischhaut eignen sich vor allem:
- Texturen: flüssig bis leicht cremig, aber nicht zu reichhaltig
- Finish: eher natürlich bis leicht matt, um Glanz zu zügeln
- Deckkraft: von leicht bis hoch – wichtig ist, dass die Formulierung stabil sitzt
Bei Mischhaut lohnt sich ein differenziertes Vorgehen:
- In der eher öligen T-Zone kann ein etwas matterer Concealer sinnvoll sein.
- Unter den Augen und auf trockeneren Partien funktioniert eine cremigere, weniger pudrige Variante meist besser.
Ein feines, transparentes Puder kann auf öligen Zonen helfen, Concealer zu fixieren und Glanz zu reduzieren. Entscheidend ist die Dosierung: ein Hauch genügt, damit das Ergebnis nicht trocken oder „cakey“ wirkt.
Typische Stolperfallen – und wie Sie sie umgehen
Viele Concealer wirken unvorteilhaft, nicht weil das Produkt per se schlecht ist, sondern weil es nicht zum Hauttyp oder zur Anwendung passt.
Häufige Fehler:
- Zu viel Produkt auf einmal: betont Fältchen, Poren und trockene Stellen.
- Zu matt bei trockener Haut: lässt die Partie schnell müde und älter erscheinen.
- Zu reichhaltig bei öliger Haut: der Concealer rutscht und sammelt sich in Linien oder Poren.
- Falscher Farbton: zu helle Töne können grau oder maskenhaft wirken, zu dunkle verstärken Schatten.
- Keine Vorbereitung der Haut: ohne passende Pflege haftet Concealer schlechter und wirkt schneller fleckig.
Erprobte Tipps für ein natürliches, langanhaltendes Ergebnis
Mit ein paar gezielten Handgriffen holen Sie mehr aus Ihrem Concealer heraus – unabhängig vom Hauttyp.
1. Haut vorbereiten
- Trockene Haut: sanft reinigen, eine feuchtigkeitsspendende Pflege auftragen, kurz einziehen lassen.
- Ölige/Mischhaut: leichte, nicht fettende Pflege verwenden, überschüssigen Glanz bei Bedarf abtupfen.
2. Weniger ist mehr
Starten Sie mit einer kleinen Menge und tragen Sie den Concealer nur dort auf, wo wirklich etwas ausgeglichen werden soll – etwa im Innenwinkel unter den Augen oder auf einzelnen Rötungen.
3. Auftragstechnik anpassen
- Trockene Haut: mit den Fingern oder einem weichen Schwämmchen vorsichtig einklopfen, nicht reiben.
- Ölige/Mischhaut: ebenfalls einklopfen; für mehr Deckkraft den Concealer eher „aufpressen“ als hin- und herzuwischen.
4. Optional fixieren
- Trockene Haut: nur wenn nötig, sehr sparsam mit einem feinen Puder – vorzugsweise nur in der Gesichtsmitte.
- Ölige/Mischhaut: dünn abpudern, besonders in der T-Zone, um Halt und Mattierung zu unterstützen.
Kurz zusammengefasst
Trockene Haut profitiert von cremigen, leicht flüssigen Concealern mit natürlichem bis sanft glänzendem Finish und aufbaubarer Deckkraft. Sie sollen weich einzuarbeiten sein und Trockenheit nicht zusätzlich hervorheben.
Bei öliger oder Mischhaut sind leichtere, eher natürlich bis leicht matte Formulierungen sinnvoll, die gut haften und nicht zu reichhaltig sind. Mischhaut verträgt oft unterschiedliche Produkte oder Techniken in verschiedenen Gesichtszonen. Entscheidend für ein stimmiges Ergebnis bleiben: die passende Textur, eine durchdachte Vorbereitung der Haut und ein sparsamer, gezielter Auftrag.