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Wie verhindere ich, dass mein Concealer im Laufe des Tages fleckig wird oder verschwindet?

Makelloser Teint den ganzen Tag: So bleibt Ihr Concealer da, wo er hingehört

Concealer ist für viele der kleine Rettungsanker im Alltag: Augenringe weg, Rötungen kaschiert, Pickel abgemildert – und der Blick wirkt wacher. Umso nerviger, wenn das Ganze nach ein paar Stunden fleckig wird, sich in Fältchen sammelt oder scheinbar spurlos verschwindet.

In den wenigsten Fällen ist allein das Produkt schuld. Meist sind es Vorbereitung, Auftragetechnik und äußere Bedingungen, die entscheiden, ob Concealer hält oder nicht. Hier lesen Sie, warum er im Laufe des Tages „wandert“ – und was Sie konkret tun können, damit er bleibt, wo er soll.


Warum Concealer so schnell „wandert“ – und was dahintersteckt

Damit Concealer gleichmäßig sitzt, müssen drei Dinge zusammenspielen: der Zustand Ihrer Haut, die Textur des Produkts und die Art, wie Sie ihn auftragen.

Die Haut um die Augen ist extrem dünn, ständig in Bewegung und neigt zu Trockenheit. Wird sie nicht ausreichend, oder im Gegenteil zu reichhaltig gepflegt, setzt sich Concealer schneller in Trockenheitsfältchen ab oder wirkt stumpf und spröde.

Gleichzeitig produziert die Haut – besonders in der T‑Zone – im Tagesverlauf mehr Fett. Dieses Öl kann Concealer regelrecht „anlösen“. Das Ergebnis: Glanz, Flecken und ein Make‑up, das sich sichtbar absetzt.

Die Formulierung des Concealers spielt ebenfalls eine Rolle:

  • sehr cremige Varianten rutschen leichter in Linien
  • sehr trockene betonen Schüppchen und unebene Stellen

Kommt dann noch zu viel Produkt ins Spiel oder wird der Concealer beim Verblenden übermäßig verrieben, haftet er schlechter. Im Grunde wie Wandfarbe: Eine dicke, schlecht verteilte Schicht hält nie so gut wie eine dünne, sauber aufgetragene.

Äußere Faktoren verstärken diesen Effekt: Hitze, Schwitzen, hohe Luftfeuchtigkeit, Reibung durch Brillenbügel oder häufiges Augenreiben tragen Concealer wortwörtlich ab. Ziel ist daher, auf gut vorbereiteter Haut mit einer minimalen Produktmenge zu arbeiten – und mit einer Technik, die Deckkraft und Beweglichkeit kombiniert.


Die richtige Vorbereitung: So schaffen Sie eine perfekte Basis für Concealer

Eine durchdachte Vorbereitung ist die halbe Miete, damit Concealer nicht verrutscht oder fleckig wird:

  1. Sanft reinigen
    Entfernen Sie überschüssiges Öl und Rückstände, ohne die Haut zu stark zu entfetten. Am Morgen reicht meist eine milde Reinigung oder ein sanfter Gel-/Schaumreiniger.

  2. Feuchtigkeitspflege gezielt einsetzen
    Unter den Augen braucht es eine leichte, gut einziehende Pflege, die glättet, ohne einen Film zu hinterlassen. Geben Sie der Creme ein paar Minuten Zeit, wirklich einzuziehen. Sehr reichhaltige, stark okklusive Texturen lassen Concealer später leichter rutschen.

  3. Überschüssige Pflege abtupfen
    Glänzt die Partie danach noch deutlich, nehmen Sie mit einem Papiertuch oder Kosmetiktuch ganz sanft den Überschuss ab. Die Haut bleibt versorgt, aber die Oberfläche ist weniger rutschig.

  4. Optional: Ausgleichende Basis für den Teint
    Ein Primer oder eine ausgleichende Base kann Poren optisch verfeinern und die Haftung von Foundation und Concealer verbessern – vor allem in öligen Bereichen wie Stirn, Nase und Kinn.

  5. Reihenfolge beachten
    Erst Foundation, dann Concealer. So müssen Sie weniger Concealer verwenden und ihn nicht unnötig hin- und herschieben, um ihn mit der Grundierung zu verblenden.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Ein paar Gewohnheiten sorgen fast zuverlässig dafür, dass Concealer im Laufe des Tages Probleme macht:

  • Zu viel Produkt auf einmal
    Dicke Schichten wirken auf den ersten Blick zwar deckend, setzen sich aber schneller in Linien ab und brechen leichter auf. Besser: sparsam dosieren und nur dort aufbauen, wo es wirklich nötig ist.

  • Concealer wie eine Creme verreiben
    Kräftiges Reiben nimmt mehr Produkt wieder weg, als es fixiert. Das Ergebnis ist ungleichmäßig. Sanftes Einklopfen sorgt für Halt, ohne die Deckkraft zu zerstören.

  • Keine Fixierung
    Viele Concealer trocknen nicht vollständig von selbst. Ohne leichte Fixierung mit Puder bleiben sie „beweglich“ – vor allem bei Wärme oder auf öliger Haut.

  • Pflege und Make-up ohne „Pause“ übereinander
    Wenn Concealer auf noch feuchte Creme aufgetragen wird, vermischen sich die Schichten. Das fühlt sich oft gut an, reduziert aber die Haltbarkeit. Ein paar Minuten Wartezeit machen einen deutlichen Unterschied.

  • Ständiges Reiben und Wischen im Gesicht
    Augenreiben, das Abstützen des Kopfes in der Hand, das schnelle Oberteil über den Kopf ziehen: Alles, was mechanisch an der Haut zieht, kann Concealer verschieben oder abtragen.


Erprobte Tipps für Concealer, der zuverlässig hält

Mit ein paar gezielten Anpassungen lässt sich die Haltbarkeit meist deutlich verbessern:

  • In dünnen Schichten arbeiten
    Tragen Sie Concealer gezielt auf: z. B. im inneren Augenwinkel, entlang der Schattenkante oder punktuell auf Rötungen. Danach einklopfen, beurteilen – und bei Bedarf eine zweite, sehr dünne Schicht ergänzen.

  • Klopfen statt wischen
    Ob mit Finger, Pinsel oder leicht angefeuchtetem Schwämmchen: Tupfende Bewegungen „drücken“ das Produkt in die Hautstruktur, ohne es wegzuschieben. So verschmelzen die Ränder sanft, die Deckkraft bleibt erhalten.

  • Nur dort pudern, wo es nötig ist
    Eine hauchdünne Schicht transparenten Puders reicht meist aus. Mit einem kleinen, weichen Pinsel gezielt über die Partien gehen, die zum Glänzen oder Rutschen neigen – nicht das ganze Gesicht automatisch abpudern.

  • Im Laufe des Tages auffrischen – aber richtig
    Vor dem Nachschminken immer erst überschüssiges Öl mit einem Papiertuch oder Blotting Paper abnehmen. Dann eine winzige Menge Concealer auf die betreffende Stelle geben und einklopfen. So entsteht keine schwere, krümelige Schicht aus Produktresten und Frischauftrag.

  • Auf die Umgebung achten
    Bei Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit oder langen Tagen unter Masken und Brillen kann weniger Make-up stabiler aussehen als viel. Leichtere Texturen, sparsamere Mengen und gezielte Korrektur statt Vollabdeckung sind dann oft die bessere Wahl.


Kurz zusammengefasst

Ob Concealer hält oder nicht, hängt selten nur vom Produkt ab. Entscheidend sind: gut vorbereitete, durchfeuchtete – aber nicht „überpflegte“ – Haut, dünne Schichten, tupfende Auftragetechniken und ein sehr fein dosierter Einsatz von Puder.

Wer zusätzlich darauf achtet, nicht ständig im Gesicht zu reiben und nicht immer neue Schichten auf bereits verrutschtes Make-up zu legen, wird merken: Der Teint bleibt ruhiger, gleichmäßiger und sieht auch nach mehreren Stunden noch gepflegt aus.


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