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Gibt es spezielle Foundations für Männer und worin unterscheiden sie sich von klassischen Produkten?

Make-up für Männer: Was steckt hinter speziellen Foundations für Herren?

Foundation gilt vielen noch als klassisches „Frauenprodukt“ – gleichzeitig steigt die Zahl der Männer, die ihren Teint dezent ausgleichen möchten, ohne dass es nach Make-up aussieht. Früher oder später taucht dann die Frage auf: Brauche ich als Mann eine spezielle Foundation, oder reicht ein ganz normales Produkt aus der Drogerie oder Parfümerie?

Im Folgenden geht es darum, welche Unterschiede tatsächlich eine Rolle spielen, wie „Männer-Foundations“ in der Regel aufgebaut sind – und worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt.


Was Männer-Foundations ausmacht – und was eher Marketing ist

Zunächst das Wichtigste: Jede Foundation kann grundsätzlich von jedem getragen werden. Haut ist Haut. Die Trennung in „für Männer“ und „für Frauen“ ist vor allem eine Frage der Positionierung – und weniger der Chemie im Fläschchen.

Die Unterschiede, die es gibt, betreffen vor allem folgende Punkte:

  • Farbton und Unterton
    Männerhaut wirkt oft etwas unruhiger oder rötlicher, allerdings meist weniger „rosig“ als viele Frauen-Foundations angelegt sind. Produkte, die als Männer-Foundation verkauft werden, setzen deshalb häufig auf neutrale bis leicht gelbliche Untertöne. Das Farbspektrum ist oft schlanker und konzentriert sich auf gängige mittlere Hauttöne – was praktisch sein kann, aber eben auch einschränkt, wenn Sie sehr helle oder sehr dunkle Haut haben.

  • Textur und Deckkraft
    Männer-Foundations sind meist sehr leicht formuliert, mit transparenter bis leichter Deckkraft. Ziel ist weniger ein „perfekter“ Teint als vielmehr das Abschwächen von Rötungen, Unreinheiten oder Augenringen. Das Ergebnis soll so wirken, als seien Sie einfach ausgeschlafener – nicht geschminkt.

  • Finish
    Da Männerhaut im Durchschnitt mehr Talg produziert, zielen viele Produkte für Männer auf ein eher mattes oder natürlich-satiniertes Finish ab. Glanz wird reduziert, die Haut soll aber nicht stumpf oder pudrig aussehen. Das kann hilfreich sein, wenn Sie schnell glänzen – ist aber bei trockener Haut eher nachteilig.

  • Duft und Verpackung
    Häufig sind diese Produkte neutral oder leicht herb parfümiert und in schlichten, dunklen Verpackungen gehalten. Das ändert nichts an der Wirkung, dient aber klar der Ansprache: „Das hier ist für Männer gedacht.“ Ob man das braucht, ist Geschmackssache.


So finden Sie als Mann die passende Foundation – Schritt für Schritt

Ob Sie zu einer „Männer-Foundation“ greifen oder nicht, ist zweitrangig. Sinnvoller ist es, systematisch vorzugehen:

  1. Hauttyp einschätzen
    Neigen Sie zu Glanz, größeren Poren und vielleicht Unreinheiten? Dann passen leichte, ölfreie Formeln mit mattierendem Effekt besser. Spannt die Haut eher, wirkt schnell rau oder schuppig, ist eine cremigere, feuchtigkeitsspendende Foundation angenehmer.

  2. Gewünschte Deckkraft klären
    Wollen Sie nur müde Haut nach einer langen Nacht etwas ausgleichen, reicht eine sehr leichte, kaum sichtbare Foundation oder ein Tinted Moisturizer. Bei stärkeren Rötungen, Couperose oder Pickelmalen darf die Deckkraft mittel sein – allerdings so, dass die Hautstruktur noch durchscheint. Sobald alles „wie neu lackiert“ aussieht, wirkt es unnatürlich.

  3. Den richtigen Farbton testen
    Testen Sie den Ton am Übergang von Wange zu Hals, idealerweise bei Tageslicht, nicht im künstlich gelben Badezimmerlicht. Der richtige Farbton verschmilzt mit der Haut, ohne sichtbaren Rand. Der Hals sollte nicht deutlich heller oder dunkler daneben wirken. Im Zweifel ist ein Ton minimal heller meist stimmiger als zu dunkel.

  4. Auftrag möglichst unauffällig halten
    Sie brauchen deutlich weniger Produkt, als man intuitiv denkt. Ein kleiner Klecks, mit Fingern, Pinsel oder Schwämmchen von der Gesichtsmitte nach außen verteilt, reicht oft aus. Übergänge an Haaransatz, Bart, Kieferlinie und Ohren sorgfältig ausblenden – genau hier verrät sich Make-up am ehesten.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu dunkler oder orangestichiger Ton
    Der Griff zum „gesünderen“, etwas dunkleren Ton ist verständlich, aber riskant. Was im Laden lebendig wirkt, sieht draußen schnell nach Solarium oder Selbstbräuner aus. Besser: Ton wählen, der Ihrem Hautton sehr nahekommt oder leicht heller ist. Bräune kommt – wenn überhaupt – über Bronzer, nicht über die Foundation.

  • Zu dicke Schichten
    Aus Unsicherheit wird oft überdosiert. Folge: Die Foundation setzt sich in Poren und Fältchen ab, die Haut wirkt maskenhaft. Besser: sparsam starten, bei Bedarf nur punktuell nachlegen. Gerade bei Tageslicht wirkt eine dünne Schicht immer glaubwürdiger.

  • Nicht an Bart und Stoppeln angepasst
    In Bereichen mit Bartwuchs kann sich Foundation an einzelnen Härchen sammeln und fleckig wirken. Hier lohnt es sich, mit weniger Produkt zu arbeiten und gründlich einzuarbeiten – etwa mit einem leicht feuchten Schwämmchen. Wenn Sie einen Vollbart tragen, konzentriert sich Foundation ohnehin eher auf Stirn, Augenpartie und obere Wangen.

  • Unpassendes Finish bei öliger oder trockener Haut
    Eine stark mattierende Foundation auf ohnehin trockener Haut betont jede Schuppe und jede Rauigkeit. Umgekehrt lässt eine sehr glowige, glänzende Textur ölige Haut schnell „speckig“ erscheinen. Das Finish sollte den Hautzustand unterstützen – nicht irgendeinen Trend nachbilden.


Praxisnahe Tipps für einen natürlich aussehenden Teint

  • Weniger ist mehr
    Gerade bei männlichem Make-up fällt jede Übertreibung schneller auf. Oft reicht es, nur Wangen, Kinn und den Bereich um die Nase leicht zu neutralisieren. Der Rest des Gesichts bleibt unbehandelt und sorgt dafür, dass das Gesamtbild glaubwürdig wirkt.

  • Mit Tagespflege kombinieren
    Eine passende Pflege darunter (nicht zu reichhaltig, nicht zu aggressiv) sorgt dafür, dass sich Foundation leichter verteilen lässt und sich besser mit der Haut verbindet. Auf sehr trockener Haut ohne Pflege kann sich Foundation unschön absetzen.

  • Rötungen gezielt kaschieren
    Wenn Sie nur bestimmte Zonen stören – Nasenflügel, einzelne Pickelmale, die Mitte der Stirn oder Augenringe – bringen Sie Foundation oder Concealer nur dort auf. Das Ergebnis wirkt meist natürlicher als eine komplette „Vollabdeckung“.

  • Auf Haltbarkeit achten
    Wer im Alltag viel schwitzt, sich häufig ins Gesicht fasst oder beruflich aktiv unterwegs ist, profitiert von leicht formulierten, aber langhaftenden Texturen. Bei stark fettender T-Zone kann ein transparenter Puder auf Stirn, Nase und Kinn zusätzlich stabilisieren, ohne „geschminkt“ zu wirken.


Kurz zusammengefasst

Ja, es gibt Foundations, die explizit für Männer vermarktet werden. Typisch sind zurückhaltende Farbtöne, leichte Texturen, natürliche bis matte Finishes und ein eher „maskulines“ Design.

Pflegend und technisch betrachtet können Sie jedoch jede Foundation verwenden, die zu Ihrem Hauttyp, Ihrer Hautfarbe und Ihrem gewünschten Effekt passt. Das Etikett „für Männer“ ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass sich das Produkt auf Ihrer Haut natürlich anfühlt und so aussieht, als wären Sie einfach in guter Form – nicht frisch geschminkt.


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