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Wie beeinflusst häufiges Nachschminken unterwegs (z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln) die Hygiene meiner Make-up-Produkte?

Unterwegs nachschminken: Wie sauber ist Ihr Make-up wirklich?

Wer viel unterwegs ist, kennt das Ritual: schnell in der Bahn den Concealer nachziehen, im Bus etwas Puder gegen den Glanz, im Café den Lippenstift auffrischen. Praktisch ist das allemal – hygienisch allerdings nur bedingt. Wie sehr leidet die Sauberkeit Ihrer Produkte wirklich darunter? Und was können Sie tun, ohne Ihre Touch-up-Routine komplett über Bord zu werfen? Darum geht es hier: Risiken, empfindliche Produktarten und konkrete Gewohnheiten, mit denen Sie unterwegs deutlich sauberer bleiben.


Was hinter „unsichtbarem Schmutz“ in Ihrem Make-up steckt

Öffentliche Räume wie Bus, Bahn, Flughäfen oder Einkaufszentren sind dicht besiedelt – nicht nur von Menschen, sondern auch von Mikroorganismen. Auf Haltestangen, Sitzen, Haltegriffen, Fahrkartenautomaten und Touchscreens tummeln sich Bakterien, Viren und Pilze. Jedes Mal, wenn Sie diese Flächen anfassen und anschließend Ihr Gesicht oder Ihre Produkte berühren, nehmen Sie einen Teil davon mit.

Besonders empfindlich sind Produkte, die direkt mit Haut, Lippen oder Fingern in Kontakt kommen, etwa:

  • Puder mit Schwämmchen oder Puff
  • Cremeprodukte in Tiegeln oder Dosen
  • Lippenstifte und Lipbalms
  • Concealer-Sticks oder -Stifte

Mit jedem Nachschminken lagern sich auf Produkten und Applikatoren Hautfett, Make-up-Reste, Schweiß und Keime ab. Daraus entsteht mit der Zeit ein feiner „Biofilm“ – unsichtbar, aber wirksam. Er kann die Haltbarkeit der Produkte verkürzen und das Risiko für Unreinheiten, Reizungen oder auch Lippenbläschen erhöhen, vor allem bei sensibler oder zu Akne neigender Haut.


So schminken Sie unterwegs nach, ohne die Hygiene komplett zu opfern

Ganz auf Touch-ups zu verzichten, ist für viele unrealistisch. Entscheidend ist weniger, dass Sie nachschminken, sondern wie Sie es tun. Einige einfache Schritte senken das Risiko deutlich:

  1. Hände vorbereiten
    Wenn Sie die Möglichkeit haben: Hände mit Wasser und Seife waschen – das ist nach wie vor am effektivsten. Unterwegs ohne Waschbecken hilft ein Händedesinfektionsgel oder -spray, bevor Sie an Gesicht oder Produkte gehen.

  2. Kontaktflächen klein halten
    Finger möglichst aus Tiegeln heraushalten. Besser sind Produkte mit integriertem Applikator (z. B. Pinsel, Schwämmchen, Stiftform) oder Einweg-Hilfsmittel wie Wattestäbchen für kleine Korrekturen.

  3. Flüssige Produkte geschlossen halten
    Flüssig-Make-up, Lipgloss oder Mascara nur kurz öffnen und sofort wieder fest verschließen. So begrenzen Sie Kontakt mit Luft, Schmutzpartikeln und minimieren die Gefahr, dass etwas eintrocknet oder verunreinigt wird.

  4. Gezielt statt großflächig
    Unterwegs reicht meist Feintuning: Glanz in der T-Zone, abgerutschter Kajal, etwas Lippenfarbe. Das komplette Gesicht mehrfach täglich neu aufzubauen, erhöht den Kontakt von Applikatoren mit Haut, Schweiß und Umwelt – und damit das Keimrisiko.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeid­en

Einige Gewohnheiten machen Ihre Beauty-Tools unnötig anfällig für Verunreinigungen – und lassen sich relativ leicht korrigieren.

1. Altes Schwämmchen, ständige Nutzung
Puderschwämmchen, Beauty-Blender & Co. nehmen bei jeder Anwendung Hautfett, Schweiß, Talg, Staub und Bakterien auf. Werden sie selten gereinigt, entwickeln sie sich zu einem perfekten Nährboden. Die Folge: mehr Unreinheiten, gelegentlich auch Reizungen oder kleine Entzündungen.

2. „Nur kurz“ mit ungewaschenen Händen ins Gesicht
Nach dem Festhalten an Haltestangen oder Türen sind Hände alles andere als sauber. Wer danach direkt Schläfen, Nase, Kinn oder Augen berührt, verteilt Keime gleich doppelt: auf der Haut und auf den Produkten, die danach zum Einsatz kommen.

3. Produkte offen in der Tasche
Offene Lippenstifte, Puder oder Stifte ohne Schutzkappe in der Handtasche oder Jacke ziehen Staub, Fussel, Krümel und Taschenschmutz geradezu an. Das bleibt zwar oft unsichtbar, landet aber beim nächsten Auftragen direkt auf der Haut oder den Lippen.

4. Produkte teilen
Lippenstift, Mascara, Kajal oder Lipgloss gemeinsam zu nutzen, ist aus hygienischer Sicht heikel – gerade am Mund und an den Augen. So lassen sich Keime und Infektionen schlichtweg weiterreichen, auch wenn nichts sichtbar „krank“ aussieht.


Erprobte Tipps, damit Ihre Beauty-Begleiter länger hygienisch bleiben

Mit ein paar klaren Routinen bleibt Ihre Make-up-Ausstattung auch bei häufigem Unterwegs-Nachschminken deutlich sauberer:

  • Applikatoren regelmäßig reinigen
    Pinsel und Schwämmchen abhängig von der Nutzung etwa 1–2 Mal pro Woche mit einem milden Reinigungsmittel (Pinselreiniger, Babyshampoo) auswaschen und vollständig trocknen lassen. Stark beanspruchte Tools, die täglich in der Handtasche sind, dürfen auch häufiger dran sein.

  • Kleine „On-the-go“-Sets nutzen
    Eine separate, kompakte Schminktasche nur für unterwegs reduziert das ständige Hin- und Herpacken Ihrer Hauptprodukte. Diese Mini-Ausstattung lässt sich gezielt im Blick behalten, regelmäßig reinigen und bei Bedarf schneller austauschen.

  • Cremige Oberflächen gelegentlich abtragen
    Die oberste Schicht von Lippenstiften oder festen Cream-Produkten kann man bei Bedarf mit einem sauberen Kosmetiktuch oder Spatel vorsichtig abnehmen. Das entfernt zumindest einen Teil des angesammelten Biofilms von der Oberfläche.

  • Haltbarkeit ernst nehmen
    Das Symbol mit dem geöffneten Tiegel (z. B. „6M“, „12M“) gibt die empfohlene Verwendungsdauer nach Anbruch an. Wenn sich Geruch, Farbe oder Konsistenz auffällig verändern, ist das Produkt reif für den Müll – unabhängig vom Datum.

  • Mund- und Augenbereich besonders schützen
    Augen- und Lippenpartie sind empfindlich und reagieren schnell mit Reizungen oder Infektionen. Hier konsequent auf saubere Applikatoren achten, Produkte nicht teilen und alles entsorgen, was alt, auffällig verändert oder schon einmal eine Bindehautentzündung oder Lippenherpes „begleitet“ hat.


Kurz zusammengefasst

Häufiges Nachschminken unterwegs ist hygienisch nicht optimal, aber auch kein Drama, wenn Sie ein paar Regeln beherzigen. Entscheidend sind saubere Hände, regelmäßig gereinigte Applikatoren und ein bewusster Umgang mit offenen Produkten. Wenn Sie Ihre On-the-go-Routine leicht anpassen, können Sie Ihr Make-up problemlos unterwegs auffrischen, ohne Ihre Produkte unnötig zu „verkontaminieren“.


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