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Wie erkenne ich, ob ein Make-up-Produkt abgelaufen oder verdorben ist?

Wenn Make-up kippt: So erkennen Sie, ob ein Produkt abgelaufen ist

Kosmetik ist kein Konservenglas – irgendwann kippt sie. Auch wenn die Verpackung oft lange Haltbarkeit suggeriert, verändern sich mit der Zeit Textur, Farbe und Geruch. Parallel dazu können sich Bakterien und Pilze vermehren. Das ist nicht nur unschön, sondern kann die Haut reizen oder entzünden. Im Folgenden geht es darum, woran Sie verdorbene Produkte erkennen, wie sich verschiedene Produktarten einschätzen lassen und wie Sie Ihre Sammlung hygienisch im Griff behalten.


Warum Make-up überhaupt ein Ablaufdatum hat

In Make-up stecken meist Wasser, Öle, Wachse, Farbpigmente und Konservierungsstoffe. Diese Mischung bleibt nicht dauerhaft stabil. Mit der Zeit kann es passieren, dass die Bestandteile:

  • sich voneinander trennen
  • oxidieren (z. B. durch Luft, Licht, Wärme)
  • austrocknen oder ranzig werden
  • an Wirksamkeit verlieren
  • Keime schlechter in Schach halten

Wichtig sind zwei Kennzeichnungen:

  • Mindesthaltbarkeitsdatum (z. B. 12/2026): Gilt für ungeöffnete Ware.
  • PAO-Symbol („12M“, „6M“ im Tiegelsymbol): Gibt an, wie lange ein Produkt nach dem Öffnen voraussichtlich stabil bleibt.

Faustregel: Je wasserreicher ein Produkt ist (z. B. Flüssig-Foundation, Mascara, flüssiger Concealer), desto anfälliger ist es. Kompakte Puder ohne Wasser sind meist deutlich robuster – vorausgesetzt, sie werden sauber verwendet und trocken gelagert.


Die wichtigsten Warnsignale: Woran Sie verdorbenes Make-up erkennen

Unabhängig von der Produktkategorie gibt es einige klare Alarmzeichen, auf die Sie achten können:

1. Geruch

  • Ranzig, muffig, „plastikartig“ oder plötzlich sehr streng
  • Ein ungewohnter, unangenehmer Geruch ist meist ein eindeutiger Grund, das Produkt wegzuwerfen

2. Textur und Konsistenz

  • Klumpig, bröselig, gummiartig oder ungewöhnlich dickflüssig
  • Sichtbare Trennung von Öl- und Wasserphase, die sich auch beim Schütteln oder Durchmischen nicht mehr verbindet
  • Ungewohnt klebriges oder im Gegenteil extrem trockenes Gefühl auf der Haut

3. Aussehen und Farbe

  • Deutliche Farbveränderung, z. B. Gelbstich, Grauschleier oder insgesamt dunklere Tönung
  • Trübung, Schlieren, Punkte oder Flecken, die vorher nicht da waren
  • Puder mit glatter, „versiegelter“ Oberfläche, aus der sich kaum noch Produkt mit dem Pinsel lösen lässt

4. Verhalten auf der Haut

  • Lässt sich schwer verblenden, wird fleckig oder krümelt
  • Setzt sich plötzlich stark in Fältchen, Poren oder trockenen Stellen ab, obwohl es früher gut funktionierte

Wenn Ihnen eines oder mehrere dieser Merkmale auffallen, ist das Produkt im Zweifel eher etwas für den Mülleimer als fürs Gesicht.


Typische Fehler im Umgang mit älteren Produkten

Vieles, was Make-up schneller kippen lässt, hat mit Gewohnheiten zu tun:

  • Mascara zu lange im Einsatz
    Statt der empfohlenen 3–6 Monate nach Anbruch wird sie häufig „bis wirklich nichts mehr geht“ genutzt. Dabei kommt die Bürste ständig mit Luft, den Wimpern und manchmal auch mit der Wasserlinie des Auges in Kontakt – ideale Bedingungen für Keime.

  • Lagerung im feuchten Badezimmer
    Offene Produkte im warmen, feuchten Raum altern schneller: Temperaturschwankungen, Dampf und Licht haben direkten Einfluss auf Textur und Konservierung.

  • Finger direkt im Produkt
    Bei Tiegeln landen Hautfett, Schmutz und Mikroorganismen direkt in Foundation, Creme-Concealer oder Lipbalm. Mit jedem Griff ein bisschen mehr.

  • „Geht schon noch“ statt klarer Grenze
    Ein deutlich überschrittenes PAO-Symbol in Kombination mit Geruchs- oder Texturveränderungen zu ignorieren, erhöht das Risiko für Rötungen, Unreinheiten oder Reizungen – besonders bei empfindlicher Haut.


Praktische Tipps für eine hygienische und langlebige Make-up-Sammlung

Mit ein paar einfachen Routinen bleiben Produkte länger verwendbar – und Ihre Sammlung wird übersichtlicher:

  • Öffnungsdatum notieren
    Schreiben Sie das Datum des ersten Gebrauchs mit einem dünnen Stift oder einem kleinen Sticker direkt auf die Verpackung. So müssen Sie nicht raten, wie lange das Produkt schon im Einsatz ist.

  • Regelmäßig durchsehen und testen
    Nehmen Sie sich alle paar Monate 10–15 Minuten Zeit und gehen Sie Ihre Produkte durch: Geruch, Farbe, Konsistenz – ein kurzer Check reicht oft.

  • Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern
    Direkte Sonneneinstrahlung, Heizungsnähe oder das Fensterbrett im Sommer sind ungünstig. Ein Schrank oder eine Schublade außerhalb des feuchten Badezimmers ist für die meisten Produkte ideal.

  • Saubere Tools verwenden
    Pinsel regelmäßig waschen, Schwämmchen häufiger ersetzen. So gelangen weniger Hautfett, Staub und Bakterien im Alltag in Ihre Produkte.

  • Keine Produkte teilen
    Besonders Mascara, Eyeliner, Lipgloss und Lippenstifte sollten aus hygienischen Gründen nicht gemeinsam genutzt werden – selbst im Freundeskreis.


Kurz zusammengefasst

Verdorbenes Make-up erkennen Sie in erster Linie an einem veränderten Geruch, einer ungewohnten Textur, sichtbaren Farbabweichungen und daran, wie es sich auf der Haut verhält. Mindesthaltbarkeitsdatum und PAO-Symbol geben eine Orientierung, ersetzen aber nicht den eigenen Check. Wenn Sie unsicher sind, ist Entsorgen meist die vernünftigere Entscheidung – vor allem bei Produkten für Augen und sensible Haut. Mit guter Lagerung, sauberen Werkzeugen und gelegentlichem Aussortieren lassen sich viele Produkte aber sicher und deutlich länger nutzen.


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