Schlupflider und reife Haut: Die besten Make-up-Tricks für einen wachen Blick
Mit den Jahren verändert sich das Gesicht: Die Haut wird feiner und empfindlicher, die Lider sinken leicht ab, Fältchen zeichnen sich klarer ab. Make-up stoppt diesen Prozess nicht – aber es kann ihn optisch sehr gut ausbalancieren. Gerade bei Schlupflidern und reifer Haut lässt sich mit ein paar gezielten Kniffen viel herausholen: Die Augen wirken offener, der Teint frischer, das Gesicht insgesamt wacher. Im Folgenden geht es Schritt für Schritt darum, wie das gelingt – von der Basis bis zum letzten Pinselstrich.
Was Schlupflider und reife Haut auszeichnen – und was das fürs Make-up bedeutet
Von Schlupflidern spricht man, wenn die obere Lidhaut über die natürliche Lidfalte fällt. Die sichtbare Lidfläche scheint kleiner, Lidschatten „verschwindet“ beim Öffnen der Augen teilweise in der Falte.
Reife Haut verliert mit der Zeit an Elastizität und Feuchtigkeit. Das zeigt sich in feinen Linien und Fältchen, Trockenheitszonen, manchmal auch in einem unruhigeren Hautton.
Für das Make-up heißt das:
- Produkte rutschen schneller in Fältchen
- harte Kontraste und scharfe Kanten lassen das Gesicht schnell müde wirken
- trockene, stark pudrige Texturen betonen Unebenheiten und Trockenheit
Das Ziel: ein sanft liftender Effekt. Konturen optisch anheben, die Augen öffnen, den Teint glätten – und dabei die Hautstruktur respektieren, statt sie mit zu viel Produkt zu überdecken.
So schminken Sie Schlupflider und reife Haut Schritt für Schritt
1. Vorbereitung der Haut
- Verwenden Sie eine leichte, gut einziehende Feuchtigkeitspflege, besonders rund um Augen und Mund.
- Geben Sie der Pflege ein paar Minuten, bevor Sie Foundation oder Concealer auftragen, damit sich später nichts ablöst oder fleckig wird.
2. Teint ausgleichen
- Greifen Sie zu einer leichten bis mittelstarken Foundation oder einer getönten Pflege, die sich mit der Haut „verbindet“, statt obenauf zu liegen.
- Arbeiten Sie in dünnen Schichten: Wenig Produkt auftragen, gut einarbeiten, bei Bedarf punktuell nachlegen. Das wirkt deutlich natürlicher als eine dicke Deckschicht.
- Bei Augenringen: Einen kleinen Tupfer leicht reflektierenden Concealer im inneren Augenwinkel platzieren und sanft ausstreichen – nicht direkt in Fältchen hineinpressen.
3. Augen optisch öffnen
- Grundierung: Einen Ton wählen, der dem eigenen Hautton am Lid nahekommt, und dünn über das bewegliche Lid bis knapp unter die Braue geben. So wirkt die Fläche gleichmäßiger und Lidschatten hält besser.
- „Fake“-Lidfalte: Bei Schlupflidern einen etwas dunkleren, matten Ton leicht oberhalb der natürlichen Lidfalte platzieren und Richtung Schläfe ausblenden. Dadurch entsteht der Eindruck einer höheren Lidfalte, das Auge wirkt größer.
- Heller Akzent: Ein heller, nicht glitzernder Ton in der inneren Augenpartie und auf dem beweglichen Lid öffnet den Blick, ohne die Struktur der Haut zu stark zu betonen.
- Wimpern: Fokus auf das äußere Drittel der oberen Wimpern. Dort ruhig mehrfach tuschen oder mit einer Zickzack-Bewegung arbeiten – das zieht optisch nach oben und gibt dem Auge mehr „Schwung“.
4. Kontur und Frische
- Rouge auf dem höchsten Punkt der Wangen ansetzen und sanft Richtung Schläfe auslaufen lassen. Diese schräge Linie wirkt wie ein kleiner optischer Lift.
- Einen dezenten Highlighter ohne groben Glitzer sehr sparsam einsetzen: auf dem oberen Wangenknochen und oberhalb des Lippenherzens genügt ein Hauch.
Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden
- Zu viel Produkt auf den Lidern: Dicke Lidschattenschichten und viel Concealer wandern schnell in Fältchen. Besser: dünn arbeiten, gut verblenden, bei Bedarf lieber nachlegen.
- Stark glänzende oder glitzernde Texturen: Sie betonen Schlupflider und Fältchen eher, statt sie zu mildern. Satin-Finish oder matte Töne sind meist schmeichelhafter.
- Harter, breiter Eyeliner: Eine dicke, sehr dunkle Linie nimmt dem Lid optisch Fläche. Bei Schlupflidern lieber eine feine, weich verblendete Linie direkt am Wimpernkranz ziehen.
- Zu viel Puder: Übermäßig abgepuderte Haut wirkt schnell trocken, Fältchen treten stärker hervor. Nur dort leicht mattieren, wo Glanz wirklich stört – meist T-Zone und eventuell seitlich der Nase.
Erprobte Profi-Tipps für einen frischen, wacheren Look
- Beim Schminken der Augen geradeaus in den Spiegel blicken, die Stirn bewusst entspannen. So sehen Sie sofort, wie der Look im Alltag wirkt – nicht nur bei hochgezogenen Augenbrauen.
- Den dunkelsten Lidschatten-Ton vor allem im äußeren Drittel des Lids platzieren und leicht nach oben auslaufen lassen. Das hebt die Augenform sichtbar an.
- Die Brauen sanft betonen: Kleine Lücken ausfüllen, die natürliche Form leicht anheben, nicht „übermalen“. Eine dezente, klare Braue öffnet den Blick enorm.
- Ein Hauch Farbe auf den Lippen – in einem natürlichen, nicht zu dunklen Ton – lenkt den Fokus weg von Schlupflidern und sorgt für insgesamt mehr Frische im Gesicht.
Kurz zusammengefasst
Make-up für Schlupflider und reife Haut lebt von Leichtigkeit, weichen Übergängen und gezielt gesetzten Akzenten. Helle Töne bringen Licht und öffnen, dunklere Töne modellieren – immer sanft nach oben und außen verblendet. Wer in dünnen Schichten arbeitet, auf feuchtigkeitsspendende, flexible Texturen setzt und Highlights bewusst platziert, lässt den Blick wacher und das Gesicht frischer wirken, ohne die Haut zu überladen.