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Wie funktioniert Contouring und für welche Gesichtsformen eignet es sich?

Contouring verstehen: So formen Sie Ihr Gesicht mit Licht und Schatten

Contouring ist eine Technik, die früher fast ausschließlich in Fotostudios und Backstage-Bereichen vorkam – heute steht sie bei vielen ganz selbstverständlich im Badezimmer. Mit gezielt gesetzten hellen und dunklen Tönen lässt sich das Gesicht optisch modellieren: nicht, um es völlig zu verändern, sondern um Proportionen zu betonen oder auszugleichen. Entscheidend ist, zu verstehen, wie Contouring funktioniert und welche Gesichtsformen wovon profitieren. Die folgenden Abschnitte geben Ihnen eine klare Orientierung, ohne in komplizierte Profi-Sprache abzurutschen.


Was Contouring eigentlich macht – und warum Licht der Schlüssel ist

Die Grundlage ist simpel: Unser Blick folgt dem Licht. Was heller ist, tritt hervor, was dunkler ist, tritt zurück.

  • Dunkel (Kontur): lässt Bereiche optisch zurücktreten, verschmälert und definiert
  • Hell (Highlight): hebt hervor, betont und sorgt für mehr „Volumen“ im Gesicht

Dieselbe Technik lässt sich auf jede Gesichtsform anwenden – aber eben mit unterschiedlicher Gewichtung:

  • Ovales Gesicht: gilt als recht ausgewogen. Contouring wird hier meist sparsam eingesetzt, um Wangenknochen und den Rahmen des Gesichts subtil zu betonen.
  • Rundes Gesicht: wirkt durch seitliche Konturen an Wangen und Kiefer schmaler und etwas strukturierter.
  • Eckiges Gesicht: markante Kanten an Stirn und Kiefer können weicher erscheinen, während die Wangenknochen deutlicher hervorstechen.
  • Längliches Gesicht: erhält mehr Balance, wenn Stirn- und Kinnbereich leicht abgedunkelt werden, um die vertikale Linie optisch zu „kürzen“.
  • Herzförmiges Gesicht: eine breitere Stirn und ein schmaleres Kinn lassen sich ausgleichen, indem die Seiten der Stirn schattiert und die Wangen eher dezent gehighlightet werden.

Wichtig ist, sich klarzumachen: Contouring ändert nichts an der tatsächlichen Gesichtsform. Es lenkt schlicht den Blick – über Licht und Schatten.


Schritt für Schritt: So integrieren Sie Contouring in Ihre Make-up-Routine

Damit Contouring nicht als „Schminkmaske“, sondern als Teil des Gesichts wahrgenommen wird, hilft eine sinnvolle Reihenfolge:

  1. Grundlage schaffen
    Zuerst kommt die Hautpflege, dann eine leichte Foundation oder getönte Pflege, um den Hautton zu harmonisieren. Ein ausgeglichener Teint macht das anschließende Verblenden deutlich einfacher.

  2. Gesichtsform einschätzen
    Stellen Sie sich frontal vor den Spiegel. Achten Sie auf die Breite von Stirn und Kiefer, die Form der Wangen, die Länge des Gesichts: Wirkt es eher rund, oval, eckig, länglich oder herzförmig? Diese Einschätzung bestimmt später die Platzierung der Konturen.

  3. Kontur setzen (dunkler Ton)

    • Unterhalb der Wangenknochen, ausgehend von der Ohrpartie Richtung Mund – bei runden Gesichtern eher in der äußeren Gesichtshälfte bleiben.
    • Entlang der Kieferlinie, wenn sie klarer oder etwas „aufgeräumter“ wirken soll.
    • An den Seiten der Stirn und am Haaransatz, wenn das Gesicht als sehr breit oder sehr lang empfunden wird.
  4. Highlight setzen (heller Ton)

    • Oberhalb der Wangenknochen, um diese optisch anzuheben.
    • Auf dem Nasenrücken – schmal gehalten, damit die Nase nicht breiter wirkt.
    • In der Mitte von Stirn und Kinn, wenn dort bewusst Lichtpunkten gesetzt werden sollen.
  5. Verblenden ist Pflicht
    Alle Kanten mit Pinsel, Schwamm oder Fingern so lange aussoften, bis keine scharfen Linien mehr zu sehen sind. Im Idealfall wirkt das Ergebnis wie ein natürlicher Schattenverlauf im Gesicht, nicht wie aufgemalte Streifen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Die meisten Contouring-„Unfälle“ entstehen nicht durch mangelndes Talent, sondern durch einzelne, leicht vermeidbare Fehler:

  • Zu dunkle oder zu warme Töne
    Starke Kontraste und sehr warme, bräunlich-orangene Töne kippen schnell ins Maskenhafte. Besser: Nuancen, die nur wenige Stufen dunkler als der eigene Hautton sind und eher neutral bis leicht kühl wirken.

  • Unpassende Platzierung
    Zu tief angesetzte Wangenkonturen können das Gesicht optisch „nach unten ziehen“. Orientieren Sie sich grob an einer Linie vom oberen Ohrbereich zur Mitte der Wange und bleiben Sie oberhalb der gedachten Verlängerung der Mundlinie.

  • Zu viel Produkt auf einmal
    Einmal übertrieben, lässt sich der Überschuss nur schwer korrigieren. Arbeiten Sie lieber in dünnen Schichten und steigern Sie die Intensität langsam, statt direkt mit voller Deckkraft zu beginnen.

  • Nicht zum Anlass passende Intensität
    Was für Studio-Licht, Bühnenauftritte oder starkes Blitzlicht gut funktioniert, wirkt im Büro oder bei Tageslicht oft überzogen. Für den Alltag reichen sanfte, gut verblendete Schatten völlig aus.


Erprobte Tipps für ein natürliches, typgerechtes Contouring

  • An der eigenen Gesichtsform orientieren, nicht an Idealen
    Contouring soll Ihre individuellen Proportionen unterstützen, nicht ein standardisiertes „Idealfaceshape“ nachbilden. Es geht um Betonung, nicht um Verkleidung.

  • Hauttyp beachten
    Bei eher öligen Hauttypen sitzen pudrige Produkte meist stabiler, bei trockener Haut wirken cremige Texturen oft geschmeidiger und weniger „staubig“. Entscheidend ist in beiden Fällen: sauber verblenden.

  • Tageslicht nutzen
    Wenn möglich, schminken Sie sich in der Nähe eines Fensters. Natürliches Licht ist gnadenlos ehrlich, aber genau das hilft, harte Kanten und Flecken frühzeitig zu erkennen.

  • Mit Fotos überprüfen
    Ein schneller Schnappschuss mit dem Smartphone – einmal mit, einmal ohne Blitz – zeigt sehr klar, ob Konturen fleckig, zu hart oder ungleichmäßig verteilt sind.


Kurz zusammengefasst

Contouring arbeitet mit Licht und Schatten, um die Wahrnehmung von Proportionen im Gesicht zu beeinflussen. Dunkle Töne schaffen Tiefe und lassen Partien zurücktreten, helle Töne holen Bereiche nach vorn. Die Technik lässt sich auf jede Gesichtsform anwenden, die Platzierung der Produkte variiert jedoch je nach Form. Stimmige Farben, maßvolle Produktmengen und sauberes Verblenden sind die Faktoren, die am Ende darüber entscheiden, ob das Ergebnis harmonisch und natürlich wirkt.


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