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Was kann die Ursache für brüchige, splitternde Nägel sein?

Wenn Nägel plötzlich splittern: Was hinter brüchigen Nägeln stecken kann

Brüchige, splitternde Nägel sind nicht nur eine Frage der Optik. Wenn Nägel reißen, sich schälen oder bei jeder Kleinigkeit abbrechen, kann das im Alltag ziemlich lästig werden – und manchmal ein Hinweis darauf sein, dass im Körper etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. In diesem Artikel geht es darum, welche Ursachen infrage kommen, was Sie selbst für Ihre Nägel tun können und in welchen Situationen ärztlicher Rat sinnvoll ist. Sachlich, knapp und ohne Beschönigung.


Was Ihre Nägel über Ihr Inneres verraten können

Nägel bestehen vor allem aus Keratin – einem stabilen Strukturprotein, das auch in Haaren steckt. Damit der Nagel gesund und widerstandsfähig nachwachsen kann, braucht der Körper ausreichend Nährstoffe, eine gute Durchblutung im Nagelbett und möglichst stabile Rahmenbedingungen.

Brüchige Nägel entstehen häufig durch ein Zusammenspiel von:

  • äußerer Belastung (z. B. Wasser, Reinigungsmittel, mechanischer Stress)
  • inneren Faktoren (z. B. Ernährung, Stoffwechsel, Hormone)
  • natürlicher Veränderung des Nagelkeratins im Laufe des Lebens

Oft sind splitternde Nägel schlicht die Folge des Alltags: zu viel Wasser, zu wenig Pflege, ungünstige Gewohnheiten. In manchen Fällen stecken jedoch Mangelzustände oder Erkrankungen dahinter. Ohne ärztliche Untersuchung bleibt die Ursache meist eine Vermutung – die wichtigsten Einflussfaktoren sind aber gut beschrieben.


Häufige Auslöser – von Wasser bis Ernährung

Mehrere Faktoren gelten als typische Verstärker für splitternde Nägel:

1. Häufiger Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln
Ständiges Händewaschen, Putzen oder Spülen greift die natürliche Schutzschicht des Nagels an. Der Nagel quillt auf, trocknet wieder aus – dieser Wechsel macht ihn mit der Zeit spröde und bruchanfällig.

2. Trockene Umgebung und fehlende Pflege
Heizungsluft, Klimaanlagen, häufiges Desinfizieren: All das entzieht Nägeln und Nagelhaut Feuchtigkeit. Das Keratin verliert an Elastizität, wird hart und kann leichter einreißen.

3. Mechanische Belastung
Tippen, handwerkliche Arbeiten, Nagelkauen oder das Benutzen der Nägel als „Werkzeug“ hinterlassen feine Schäden in der Nagelplatte. Diese Mikrorisse zeigen sich später als Splittern oder Abblättern.

4. Ungleichgewicht in der Ernährung
Sehr einseitige oder stark kalorienreduzierte Ernährung kann dazu führen, dass wichtige Bausteine fehlen – etwa Eiweiß, bestimmte Vitamine und Mineralstoffe, die am Keratinaufbau beteiligt sind. Ob tatsächlich ein Mangel besteht, lässt sich allerdings nur durch eine medizinische Abklärung sicher beurteilen.

5. Hormonelle Veränderungen und Alter
Mit zunehmendem Alter, aber auch in bestimmten Lebensphasen (z. B. Wechseljahre), kann sich die Nagelstruktur verändern. Nägel werden dann oft dünner, trockener und reagieren empfindlicher auf Belastungen.

6. Mögliche Begleiterscheinung von Erkrankungen oder Medikamenten
Bestimmte innere Erkrankungen sowie einige Medikamente können das Nagelwachstum beeinflussen oder die Struktur verändern. Ob ein Zusammenhang besteht, muss im Einzelfall von medizinischen Fachleuten geklärt werden.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Nägel nicht zusätzlich schwächen

Manche Routinen schaden den Nägeln, ohne dass man es direkt bemerkt:

  • Aggressive Nagelpflege: Grobes Hin-und-her-Feilen, das Abreißen von Nagelhaut oder das Abkratzen von Lackresten erzeugen Mikrorisse in der Nagelplatte.
  • Harte Entferner und häufiges Lackieren: Stark entfettende Nagellackentferner, vor allem bei dauernder Nutzung, trocknen Nägel massiv aus.
  • Zu lange oder zu kurz gehaltene Nägel: Sehr lange Nägel brechen leichter, zu stark gekürzte Nägel reißen schneller ein, insbesondere an den Seiten.
  • Unregelmäßige Pflege: Nägel geraten in der Körperpflege gerne in den Hintergrund – obwohl sie von einer konsequenten, aber einfachen Pflegeroutine deutlich profitieren.

Erprobte Alltagstipps für stärkere, widerstandsfähigere Nägel

Einige pragmatische Anpassungen im Alltag können die Nagelstruktur spürbar entlasten:

  • Kontakt mit Wasser begrenzen
    Beim Spülen, Putzen oder längeren Arbeiten mit Wasser Handschuhe tragen. Hände lieber kurz und gründlich waschen, statt sie immer wieder lange einzuweichen.

  • Schonende Nagelpflege etablieren
    Immer in eine Richtung feilen, nicht „sägen“. Die Kanten nur sanft glätten und auf starkes Polieren der Nageloberfläche weitgehend verzichten.

  • Regelmäßige Feuchtigkeitspflege
    Nach dem Händewaschen eine Hand- und Nagelcreme mit rückfettenden Bestandteilen nutzen. Nägel und Nagelhaut bleiben so elastischer und weniger bruchgefährdet.

  • Auf das Gesamtbild der Ernährung achten
    Eine abwechslungsreiche, eiweißreiche Ernährung unterstützt das Nagelwachstum. Wenn der Verdacht auf einen Mangel besteht – etwa bei strengen Diäten, chronischen Erkrankungen oder zusätzlichen Symptomen – ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

  • Bewusst mit Lack und Entferner umgehen
    Zwischen Lackphasen Pausen einlegen. Möglichst schonende, acetonfreie Entferner verwenden und nicht häufiger als nötig zur Flasche greifen.

  • Auf Warnsignale achten
    Verfärbungen, deutliche Formveränderungen, Schmerzen, Ablösungen des Nagels oder gleichzeitige Auffälligkeiten an Haut und Haaren sind Gründe, ärztlichen Rat einzuholen.


Kurz zusammengefasst

Brüchige, splitternde Nägel haben häufig mit äußeren Belastungen, trockener Umgebung und unpassender Pflege zu tun. Hinzu kommen unter Umständen Faktoren wie einseitige Ernährung, hormonelle Umstellungen oder innere Erkrankungen. Mit sanfter Pflege, Schutz vor Wasser und Chemikalien und einer insgesamt ausgewogenen Lebensweise lassen sich Nägel oft spürbar stabilisieren. Halten die Probleme trotz Anpassungen an oder treten weitere Beschwerden auf, ist eine ärztliche Abklärung der konsequente nächste Schritt.


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