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Wie kann ich meine Nägel nach dem Entfernen von Gel- oder Shellac-Lack wieder aufbauen?

Von matt und brüchig zu stark und glatt: So bauen Sie Ihre Nägel nach Gel- oder Shellac-Lack wieder auf

Wer über längere Zeit Gel- oder Shellac-Lack trägt, kennt das Ergebnis nach dem Entfernen: Die Nägel wirken weich, dünn, stumpf oder uneben. Das fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern sieht auch schnell ungepflegt aus. Die gute Nachricht: Die meisten Nägel lassen sich mit etwas Geduld und passender Pflege gut regenerieren. Im Folgenden lesen Sie, was nach intensiven Lack-Behandlungen tatsächlich in und auf Ihrem Nagel passiert, wie Sie ihn sinnvoll unterstützen – und welche Schritte jetzt mehr schaden als helfen würden.


Was mit Ihren Nägeln nach Gel oder Shellac wirklich passiert

Damit Gel- und Shellac-Systeme so fest haften, wird die Nageloberfläche vorab angeraut und entfettet. Beim Entfernen – egal ob durch Abfeilen oder mit Remover – wird die obere Hornschicht häufig zusätzlich belastet oder teilweise abgetragen.

Typische Folgen:

  • dünn wirkende, empfindliche Nagelplatten
  • raue, ungleichmäßige Oberflächen
  • erhöhte Neigung zum Splittern
  • trockene, gereizte Nagelhaut

Der Naturnagel besteht aus mehreren, eng übereinanderliegenden Hornschichten. Werden diese Schichten wiederholt angeraut oder partiell entfernt, verliert der Nagel vorübergehend an Stabilität, Glätte und Glanz. Das wächst sich aus – aber nicht über Nacht. Fingernägel legen im Schnitt etwa 2–3 Millimeter pro Monat zu. Je nach Ausgangszustand und Umgang kann es einige Wochen bis mehrere Monate dauern, bis sich Ihre Nägel wieder kräftiger und belastbarer anfühlen.


Schritt für Schritt zu stärkeren Nägeln im Alltag

1. Nagelstudio-Pause einlegen

Gönnen Sie Ihren Nägeln eine konsequente Auszeit von Gel, Shellac und aggressiven Entfernern – idealerweise mehrere Wochen. In dieser Phase kann gesunde Nagelsubstanz nachwachsen, ohne sofort wieder versiegelt und weiter strapaziert zu werden.

2. Sanft kürzen statt stark feilen

Solange die Nägel geschwächt sind, fahren Sie mit einer eher kurzen Länge besser. Kürzen Sie vorsichtig und formen Sie anschließend mit einer feinkörnigen Feile in eine Richtung nach. So verhindern Sie Mikrorisse, die später zum Splittern führen.

3. Nagelöl zur täglichen Routine machen

Pflegende Öle oder reichhaltige Seren für Nägel und Nagelhaut helfen, die Oberfläche geschmeidig zu halten und die empfindliche Nagelumgebung zu schützen. Sinnvoll ist eine regelmäßige Anwendung: 1–2 Mal täglich einmassieren, kurz einwirken lassen – fertig.

4. Hände eincremen – auch rund um den Nagel

Eine einfache, gut verträgliche Handcreme unterstützt die Haut rund um den Nagel und schützt vor Einrissen der Nagelhaut. Achten Sie darauf, auch den Bereich um den Nagelwall sorgfältig mit einzuarbeiten.

5. Milde Maniküre statt Hardcore-Politur

Stören Sie Unebenheiten, greifen Sie zu einem sehr sanften Polierblock und arbeiten mit wenig Druck. Ziel ist ein glatteres Gefühl, nicht ein noch dünnerer Nagel. Ein paar wenige, kontrollierte Züge reichen – alles andere trägt unnötig Material ab.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Nägel „abreißen“: Gel- oder Shellac-Reste niemals einfach abziehen. Dabei lösen sich häufig ganze Schichten des Naturnagels mit – der Schaden bleibt, auch wenn der Lack weg ist.
  • Zu aggressives Feilen: Grobe Feilen und hektisches „Hin-und-her-Sägen“ schwächen die Nagelplatte massiv. Lieber langsam, kontrolliert und mit feiner Körnung arbeiten.
  • Dauerhaftes Abdecken: Direkt wieder Gel, Shellac oder dicke Schichten Kunstnagel darüberzuziehen, überspielt das Problem nur. Die Regeneration verzögert sich, weil Sie neue Belastung auf einen ohnehin geschwächten Nagel geben.
  • Trocknende Produkte: Häufiger Kontakt mit scharfen Reinigungsmitteln, Lösungsmitteln oder purem Alkohol entzieht der Nagelplatte zusätzlich Feuchtigkeit und macht sie spröder.

Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung: Alltags-Tipps für gesunde Nägel

  • Handschuhe beim Putzen: Schützen Sie Nägel und Hände vor Reinigern, heißem Wasser und starker mechanischer Belastung. Das ist einfacher, als hinterher Schäden auszubügeln.
  • Wasserexposition begrenzen: Dauerfeuchtigkeit – langes Baden, Abwaschen ohne Handschuhe, ständig nasse Hände – macht Nägel weich und damit bruchanfälliger.
  • Schonende Nagellack-Pausen: Wenn Sie lackieren möchten, verwenden Sie milde Entferner und gönnen Sie den Nägeln zwischendurch bewusst „nackte“ Tage ohne Farbe.
  • Ausgewogene Ernährung: Der Nagel ist Hornsubstanz – und die braucht Baustoffe. Eine insgesamt ausgewogene Ernährung mit ausreichend Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen unterstützt die Bildung stabiler Nagelplatten.
  • Nicht knibbeln oder knabbern: Knibbeln, Knabbern oder ständiges Kratzen an der Nagelkante fügt der Nagelplatte Mikroverletzungen zu, die man später als Risse und Absplitterungen wiederfindet.

Kurz zusammengefasst

Nach Gel oder Shellac brauchen Ihre Nägel vor allem drei Dinge: Zeit, Schonung und eine verlässliche Pflegeroutine. Eine echte Pause von intensiven Beschichtungen, vorsichtiges Kürzen, tägliche Öl- und Handpflege sowie Schutz vor Wasser und Reinigern helfen der Nagelplatte, sich zu stabilisieren. Nach einigen Wochen konsequenter Pflege wirken die Nägel in der Regel wieder glatter, widerstandsfähiger und insgesamt gepflegter.


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