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Warum reißt meine Nagelhaut ständig ein und was kann ich dagegen tun?

Wenn die Nagelhaut ständig einreißt: Ursachen verstehen, Probleme lösen

Gerötete, eingerissene Nagelhaut ist mehr als ein kleiner Schönheitsfehler: Sie kann brennen, ziehen, sich entzünden – und jeden Griff unangenehm machen. Viele erleben das immer wieder, vor allem im Winter oder bei viel Arbeit mit den Händen. Die Frage ist: Warum reißt diese zarte Haut überhaupt so leicht ein, und was hilft wirklich – jenseits von Wohlfühlversprechen?

Im Folgenden geht es darum, was Ihre Nagelhaut schwächt, wie Sie Risse vermeiden und was zu tun ist, wenn die Haut bereits verletzt ist. Klar, sachlich und ohne überzogene Heilsversprechen.


Was hinter rissiger Nagelhaut wirklich steckt

Die Nagelhaut ist eine sehr dünne, aber wichtige Schutzschicht. Sie schließt die feine Übergangszone zwischen Nagelplatte und Haut ab und verhindert, dass Schmutz und Keime in das Nagelbett eindringen. Wird sie trocken, gereizt oder verletzt, verliert sie diese Barrierefunktion – es entstehen Risse, kleine Hautfetzen und entzündliche Reaktionen.

Typische Auslöser sind:

  • Trockene Haut: Kälte, trockene Heizungsluft, häufiges Händewaschen oder Desinfizieren entziehen der Nagelhaut Feuchtigkeit und Fett. Die Haut wird spröde und reißt leichter ein.
  • Mechanische Belastung: Manuelle Arbeit, Putzen ohne Handschuhe, ständiges Tippen oder Reiben an Oberflächen setzen der empfindlichen Haut permanent kleine Mikroverletzungen zu.
  • Falsche Maniküre: Zu hartes Zurückschieben, Schneiden mit scharfen Werkzeugen oder „Wegknipsen“ der Nagelhaut irritieren das Gewebe und öffnen Keimen Tür und Tor.
  • Knibbeln und Kauen: Gewohnheiten wie Zupfen, Abreißen oder Kauen an der Nagelhaut verschlimmern bestehende Risse und schaffen ständig neue.
  • Kontakt mit Reinigungsmitteln: Tenside und andere Inhaltsstoffe in Putz- und Spülmitteln greifen die Hautbarriere an und trocknen sie zusätzlich aus.

Seltener stecken Hauterkrankungen (z. B. Ekzeme, Psoriasis) oder Mangelzustände dahinter, etwa ein ausgeprägter Nährstoffmangel. Wenn die Nagelhaut immer wieder stark einreißt, sich häufig entzündet oder ungewöhnlich aussieht, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll – einfach, um nichts zu übersehen.


So bringen Sie Ihre Nagelhaut Schritt für Schritt wieder ins Gleichgewicht

Konsequent, aber unkompliziert: Mit kleinen, regelmäßigen Pflegeschritten lässt sich die Nagelhaut meist gut beruhigen und stabilisieren.

  1. Schonende Reinigung statt Dauer-Waschprogramm
    Waschen Sie die Hände mit lauwarmem Wasser und milder Seife. Zu heißes Wasser wirkt wie ein Fettlöser auf der Haut und trocknet zusätzlich aus – gerade bei häufigem Waschen macht sich das schnell bemerkbar.

  2. Hände nach jedem Waschen eincremen
    Nach dem Abtrocknen direkt eine Handcreme verwenden, idealerweise mit rückfettenden Bestandteilen (z. B. pflanzlichen Ölen, Glycerin, Urea in moderater Konzentration). Massieren Sie die Creme gezielt in die Nagelregion und die Nagelhaut ein.

  3. Nagelhaut täglich leicht ölen
    Ein paar Tropfen Nagel- oder Hautöl (z. B. Jojoba-, Mandel- oder spezielles Nagelöl) rund um den Nagel einmassieren. Das macht die Nagelhaut geschmeidiger und verringert die Neigung zu Einrissen deutlich, wenn es regelmäßig gemacht wird.

  4. Nagelhaut nur vorsichtig zurückschieben
    Nach einem warmen Handbad oder nach dem Duschen, wenn die Haut weich ist, lässt sich die Nagelhaut mit einem weichen Holz- oder Gummistäbchen sanft zurückschieben. Nicht reißen, nicht schneiden – Ziel ist eine gepflegte, nicht eine „entfernte“ Nagelhaut.

  5. Risse gezielt schützen
    Kleine Risse sauber halten, mit einer pflegenden, leicht fettenden Creme oder Salbe versorgen und – wenn sie ständig irgendwo hängenbleiben – vorübergehend mit einem Pflaster oder flüssigem Pflaster schützen. So kann die Haut in Ruhe abheilen, ohne immer wieder aufs Neue aufreißen zu müssen.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Vieles, was gut gemeint ist, verschlechtert die Situation eher. Ein paar Klassiker:

  • Nagelhaut abschneiden: Größere Stücke wegzuschneiden wirkt zwar kurzfristig ordentlich, verletzt aber die Schutzbarriere. Die Haut wächst oft ungleichmäßig und empfindlicher nach, Risse und Entzündungen werden wahrscheinlicher.
  • An trockenen Hautfetzen zupfen: Das schnelle Abreißen „störender“ Fetzen führt meistens zu tieferen, unsauberen Wunden. Die Nagelhaut reißt weiter ein und entzündet sich leichter.
  • Aggressive Nagellackentferner: Produkte mit hohem Anteil an Lösungsmitteln (z. B. Aceton) und ohne pflegende Zusätze trocknen sowohl Nagel als auch Nagelhaut stark aus – vor allem bei häufiger Anwendung.
  • Handschuhe weglassen: Beim Spülen, Putzen oder längerem Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln ohne Schutz arbeiten zu müssen, ist für die Nagelhaut ein Dauerangriff. Auf Dauer rächt sich das fast immer.

Alltagstaugliche Tipps für dauerhaft schöne, intakte Nagelhaut

Damit die Nagelhaut nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft stabil bleibt, hilft ein realistischer Pflege-Alltag:

  • Pflege sichtbar machen: Stellen Sie Handcreme und Nagelöl dorthin, wo Sie oft sind – etwa an den Schreibtisch, auf den Nachttisch oder neben das Waschbecken. Was im Blick ist, wird eher benutzt.
  • Schutz beim Putzen und Spülen: Haushaltshandschuhe sind keine Nebensache, sondern aktiver Hautschutz. Sie verringern die Kontaktzeit mit Wasser und Reinigungsmitteln erheblich.
  • Nägel nicht zu kurz schneiden: Sehr kurz geschnittene Nägel können die umliegende Haut stärker strapazieren. Eine moderate Länge schont das Nagelbett und den Übergangsbereich zur Nagelhaut.
  • Ausreichend trinken und ausgewogen essen: Die Haut ist ein Organ, das von innen mitversorgt werden muss. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine abwechslungsreiche Ernährung unterstützen die Regeneration.
  • Knibbel-Gewohnheiten unterbrechen: Wenn Sie merken, dass Sie aus Nervosität an der Nagelhaut zupfen, hilft eine „Ersatzbeschäftigung“: Stressball, Stift, Knete – Hauptsache, die Hände sind anders ausgelastet.

Kurz zusammengefasst

Eingerissene Nagelhaut ist in der Regel ein Zeichen von Trockenheit und mechanischer Überlastung. Kälte, häufiges Händewaschen, Reinigungsmittel, Knibbeln und unsanfte Maniküre setzen der zarten Haut rund um den Nagel zu. Mit milder Reinigung, konsequenter Pflege, Schutz im Alltag und einem möglichst vorsichtigen Umgang mit der Nagelhaut lassen sich die meisten Risse gut in den Griff bekommen.

Halten Schmerzen, deutliche Rötungen, Schwellungen oder Entzündungszeichen an, ist ein Arztbesuch sinnvoll – um Infektionen oder andere Ursachen rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.


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