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Wie verhalte ich mich höflich, wenn ich den Parfumduft anderer als zu intensiv empfinde?

Wenn der Duft zu viel wird: Wie Sie mit intensivem Parfum höflich umgehen

Starke Parfums können einen Raum füllen – und manchmal auch die Geduld der Anwesenden. In Büros, Meetings oder öffentlichen Verkehrsmitteln kippt ein „angenehmer Duft“ schnell in eine Belastung, vor allem, wenn man ihm nicht ausweichen kann. Gleichzeitig möchten die wenigsten jemandem zu nahe treten oder verletzend wirken.

Im Folgenden finden Sie einen klaren Leitfaden: wie Sie respektvoll reagieren, wo Sie Ihre Grenzen ziehen dürfen und welche Formulierungen helfen, ohne die Situation unnötig peinlich zu machen.


Warum Düfte so sensibel sind – und schnell zur Belastung werden können

Düfte wirken direkt auf das limbische System – den Teil unseres Gehirns, der Emotionen verarbeitet. Deshalb können Parfums beruhigen, Erinnerungen wecken, aber eben auch überfordern oder richtig stressen.

Wie intensiv wir einen Duft wahrnehmen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Empfindlichkeit des Geruchssinns: Manche Menschen nehmen Düfte extrem stark wahr, andere fast gar nicht.
  • Raumsituation: In kleinen, schlecht gelüfteten oder vollen Räumen „steht“ der Duft schnell in der Luft.
  • Gesundheitliche Aspekte: Wer zu Allergien, Asthma oder Migräne neigt, kann durch intensive Düfte reale körperliche Beschwerden bekommen.

Höflich zu sein bedeutet nicht, alles widerspruchslos zu ertragen. Es geht darum, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen – und gleichzeitig das Gegenüber respektvoll zu behandeln.


Dezent reagieren: Was Sie tun können, ohne direkt etwas zu sagen

Nicht jede Situation verlangt ein Gespräch. Oft reicht es, unauffällig für etwas Abstand zu sorgen:

  • Abstand schaffen: Wenn möglich, setzen oder stellen Sie sich ein Stück weiter weg. Schon wenige Meter können viel ausmachen.
  • Lüften: Ein Fenster öffnen oder sagen: „Könnten wir kurz lüften? Die Luft ist etwas schwer.“ – das wirkt neutral und ist nicht auf eine Person gemünzt.
  • Platz wechseln: Im Büro, im Meeting oder in der Bahn – sofern es die Situation hergibt, kann ein anderer Platz Entlastung bringen.

Diese stillen Lösungen bieten sich besonders dann an, wenn Sie die Person kaum kennen oder davon ausgehen, dass es eine einmalige Begegnung bleibt.


Was besser nicht funktioniert: Typische Stolperfallen im Umgang mit starkem Parfum

Vieles, was man aus einem spontanen Unbehagen heraus sagen möchte, trifft schnell unter die Gürtellinie:

  • Direkte Kritik am Geschmack: Sätze wie „Ihr Parfum riecht furchtbar“ oder „Das ist viel zu viel“ werden fast immer als persönlicher Angriff verstanden.
  • Lästern mit anderen: Das kann kurzfristig Entlastung bringen, verschärft aber langfristig Spannungen und löst das eigentliche Problem nicht.
  • Dramatisieren: „Man hält es hier kaum aus“ stellt die andere Person bloß, selbst wenn es so empfunden wird.
  • Kommentare vor Publikum: Kritik in der Runde wirkt schnell beschämend und respektlos.

Sinnvoller ist es, klar, aber zurückhaltend zu bleiben – und falls ein Gespräch nötig ist, dieses möglichst unter vier Augen zu führen.


Höflich ansprechen: Formulierungen, die Grenzen setzen – ohne zu verletzen

Wenn der Duft Sie dauerhaft belastet oder Sie körperlich darauf reagieren, lässt sich ein Gespräch oft nicht vermeiden. Es muss deshalb nicht konfrontativ werden. Folgende Ansätze helfen:

1. Ich-Botschaften statt Du-Vorwürfe

Damit beschreiben Sie Ihre Wahrnehmung, ohne dem anderen die „Schuld“ zuzuschieben:

  • „Ich merke, dass ich auf intensive Düfte empfindlich reagiere und schnell Kopfschmerzen bekomme.“
  • „Mir ist aufgefallen, dass ich in stark parfümierten Räumen schlecht Luft bekomme.“

So bleibt die Aussage bei Ihnen – und weniger beim vermeintlichen Fehlverhalten des Gegenübers.

2. Die Situation in den Vordergrund stellen, nicht die Person

Statt: „Ihr Parfum ist zu stark“ lieber den Rahmen betonen:

  • „Im Besprechungsraum wird die Luft generell schnell schwer, vielleicht könnten wir Düfte etwas dezenter halten.“
  • „In unserem Großraumbüro sind einige sehr geruchsempfindlich, vielleicht können wir alle ein bisschen darauf achten.“

Das nimmt den persönlichen Stachel aus der Botschaft.

3. Höflich um Rücksicht bitten

Eine direkte Bitte ist in Ordnung, solange sie respektvoll bleibt:

  • „Wären Sie damit einverstanden, das Parfum im Büro etwas dezenter zu nutzen? Ich reagiere leider sehr sensibel darauf.“
  • „Darf ich Sie um einen kleinen Gefallen bitten? Ich bekomme von intensiven Düften schnell Kopfschmerzen.“

Wichtig ist, dass Sie nicht belehren, sondern um Unterstützung bitten.

4. Persönlich statt schriftlich – wenn möglich

Ein kurzes Gespräch unter vier Augen wirkt meist deutlich freundlicher als eine Mail oder eine Nachricht im Chat. Schriftlich formuliert klingt dieselbe Botschaft schnell distanziert oder vorwurfsvoll – auch wenn sie sachlich gemeint ist.


Kurz zusammengefasst

Sie müssen intensive Düfte nicht einfach hinnehmen – Sie dürfen Ihre Grenzen benennen. Entscheidend ist die Art und Weise: sachlich, respektvoll, ohne Bloßstellung. Oft reichen kleine Schritte wie Lüften, Abstand oder ein Platzwechsel.

Wenn ein Gespräch nötig ist, helfen Ich-Botschaften, situative Formulierungen und höfliche Bitten dabei, das Problem anzusprechen, ohne die andere Person zu verletzen.


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