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Kann falsches Styling wie häufiges Föhnen oder Glätten Haarausfall begünstigen?

Stylingschäden & Haarausfall: Wie Föhnen und Glätten Ihr Haar wirklich beeinflussen

Föhnen, Glätten, Lockenstab – für viele gehört Hitzestyling ganz selbstverständlich zur Routine, oft mehrmals pro Woche. Parallel dazu wächst die Unsicherheit: Macht genau dieses Styling das Haar dünner? Verstärkt es Haarausfall?
Die Wahrheit liegt, wie so oft, dazwischen. Entscheidend ist, zu unterscheiden, was genau geschädigt wird – die Haarlänge oder die Haarwurzel.

In diesem Artikel geht es darum, wie sich häufiges Styling konkret auf Haar und Kopfhaut auswirkt, welche Formen von „Haarausfall“ dabei tatsächlich eine Rolle spielen und wie Sie Ihre Gewohnheiten so anpassen können, dass Ihr Haar möglichst lange gesund bleibt.


Was zwischen Haarbruch und Haarausfall den entscheidenden Unterschied macht

Zuerst die wichtigste Unterscheidung:
Es gibt Haarschäden an der Länge – also Haarbruch – und es gibt Haarausfall, der an der Wurzel entsteht.

  • Haarbruch: Die Haarfaser wird durch Hitze, Reibung oder chemische Behandlungen geschwächt und reißt an irgendeiner Stelle entlang der Länge. Das Haar wirkt ausgefranst, dünner, die Spitzen kürzer – die Haarwurzel selbst bleibt unversehrt. Häufiges Föhnen oder Glätten kann Haarbruch deutlich begünstigen.
  • Haarausfall (an der Wurzel): Das Haar löst sich mitsamt der Wurzel aus der Kopfhaut. Die Ursachen liegen meist tiefer: genetische Veranlagung, Hormonschwankungen, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen.

Hitzestyling und mechanische Belastung (z. B. straff gebundene Zöpfe) können das Haar schwächen und optisch den Eindruck von „weniger Haar“ erzeugen. In einigen Fällen – etwa bei jahrelangem, sehr starkem Zug durch strenge Frisuren – wird auch die Haarwurzel in Mitleidenschaft gezogen.
Genauer betrachtet fördert falsches Styling also vor allem Haarbruch und punktuelle Überlastung der Haarwurzeln, nicht aber die üblichen Formen von erblich bedingtem Haarausfall.


Wie Föhnen, Glätten und Co. das Haar konkret schädigen können

Beim Föhnen, Glätten oder Lockenstylen wirken mehrere Stressfaktoren gleichzeitig:

  • Hohe Temperaturen: Sehr heiße Geräte rauen die äußere Schuppenschicht des Haares auf. Das Haar verliert leichter Feuchtigkeit, wird stumpf, spröde und bruchanfälliger.
  • Feuchtigkeit im Haar: Wird sehr nasses Haar geglättet oder auf hoher Stufe geföhnt, erhitzt sich das Wasser im Haarinneren stark. Das kann die innere Struktur zusätzlich schädigen.
  • Mechanische Belastung: Grobes Bürsten, Kämmen oder Ziehen in Kombination mit Hitze setzt sowohl der Haarlänge als auch der Haarwurzel zu.
  • Dauerhaftes Zugstyling: Sehr straffe Zöpfe, enge Dutts oder stark geflochtene Frisuren üben kontinuierlich Zug auf bestimmte Bereiche aus und können über die Zeit eine spezielle Form von Haarausfall fördern, bei der die Haarwurzel gereizt und geschwächt wird.

Nach außen zeigt sich das meist als Mischung aus trockenen, brüchigen Längen, ausgedünnten Konturen und insgesamt feiner wirkender Haarfülle. Viele deuten dieses Bild als „Haarausfall“, obwohl die Hauptursache oft in strukturellem Haarbruch liegt.


Typische Stylingfehler, die Ihr Haar unnötig stressen

Einige Gewohnheiten setzen dem Haar deutlich stärker zu als nötig:

  • Glätten oder Locken von klatschnassem Haar
  • Maximale Hitze beim Föhnen oder Glätten als Standardeinstellung
  • Kein Hitze- oder Längenschutz, bevor Geräte verwendet werden
  • Tägliches oder mehrmaliges Nachstylen derselben Haarpartien
  • Sehr straff sitzende Zöpfe oder Dutts, vor allem an immer derselben Stelle
  • Grobes Handtuchrubbeln und Föhnen aus sehr kurzer Distanz

Diese Kombination aus Hitze, Zug und Reibung kann langfristig dazu führen, dass die Längen nicht mehr „wachsen“, das Haar ausdünnt und der Ansatz unruhiger, „ausgefranst“ wirkt.


Sanfter stylen: So schützen Sie Haar und Kopfhaut im Alltag

Mit einigen überschaubaren Veränderungen lässt sich die Stylingbelastung spürbar reduzieren:

  • Hitzestufe reduzieren: Nutzen Sie nur so viel Hitze, wie nötig. Oft reichen mittlere Temperaturen völlig aus.
  • Abstand beim Föhnen: Halten Sie den Föhn einige Zentimeter vom Haar entfernt, statt direkt auf Haar und Kopfhaut zu zielen.
  • Sanft trocknen statt rubbeln: Überschüssiges Wasser im Handtuch ausdrücken oder ausquetschen, nicht heftig rubbeln.
  • Nur handtuchtrockenes Haar glätten: Sehr nasses Haar nicht glätten; je trockener das Haar, desto weniger wird die Struktur belastet.
  • Stylinghäufigkeit senken: Idealerweise bekommt das Haar zwischendurch „Hitzepausen“, etwa an Wochenenden oder Homeoffice-Tagen.
  • Locker binden statt fest zurren: Zöpfe und Dutts eher locker stylen, Scheitel und Position des Zopfes regelmäßig variieren.

So bleibt Ihre gewohnte Routine weitgehend erhalten, aber Haar und Kopfhaut müssen deutlich weniger aushalten.


Kurz zusammengefasst

Übermäßiges oder ungeschicktes Hitzestyling schwächt die Haarlängen, fördert Haarbruch und lässt das Haar insgesamt dünner erscheinen. Besonders problematisch sind sehr hohe Temperaturen, häufiges Nachstylen und dauerhaft stramme Frisuren, die zusätzlich Zug auf die Haarwurzel bringen.

Die häufigsten Formen von Haarausfall sind jedoch hormonell oder genetisch bedingt – sie entstehen nicht allein durch Föhnen oder Glätten. Wer auf moderate Hitze, Schutzprodukte, schonende Techniken und locker sitzende Frisuren achtet, kann das Haar spürbar entlasten und den Eindruck von „immer weniger Haar“ deutlich reduzieren.


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