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Wie trage ich Augencreme richtig auf, ohne die Haut zu reizen?

Zarte Augenpartie, großer Effekt: So tragen Sie Augencreme richtig auf

Warum die richtige Technik bei Augencreme so entscheidend ist

Die Haut rund um die Augen ist dünner, empfindlicher und zeigt Trockenheit oder erste Linien meist früher als der Rest des Gesichts. Eine gute Augencreme kann hier viel ausgleichen – aber nur, wenn sie richtig verwendet wird.

Zu viel Produkt, zu kräftiger Druck oder der Auftrag an der falschen Stelle führen schnell zu Reizungen oder tränenden Augen. In diesem Artikel geht es darum, wie Sie Ihre Augencreme so auftragen, dass sie wirken kann, ohne die Haut zu stressen: mit einer schonenden Technik, alltagstauglichen Hinweisen und einem Blick auf typische Fehler.

Die Augenpartie ist sensibel – was sie von anderer Haut unterscheidet

Die Haut um die Augen ist deutlich dünner als an Wangen oder Stirn und hat weniger Talgdrüsen. Sie trocknet daher schneller aus und reagiert empfindlicher auf Reibung und bestimmte Inhaltsstoffe.

Dazu kommt:

  • Durch Blinzeln, Lachen und Stirnrunzeln ist die Region ständig in Bewegung.
  • Die Durchblutung und der Lymphfluss beeinflussen, ob die Augenpartie wach oder müde wirkt.
  • Wird Pflege zu nah an den Wimpernrand gesetzt, können Inhaltsstoffe leichter ins Auge gelangen.

Deshalb gilt hier besonders: lieber sparsam dosieren – und die Auftragetechnik fast so ernst nehmen wie die Wahl des Produkts.

Schritt für Schritt: So tragen Sie Augencreme schonend auf

Damit Ihre Augencreme die Haut unterstützt, ohne sie zu reizen, hilft eine klar strukturierte Routine:

  1. Sanft reinigen
    Reinigen Sie das Gesicht inklusive Augenpartie mit einem milden, nicht brennenden Produkt. Beim Abtrocknen nicht rubbeln, sondern die Haut vorsichtig trocken tupfen.

  2. Kleine Menge verwenden
    Für beide Augen genügt in der Regel eine Menge zwischen Reiskorn- und kleiner Erbsengröße. Mehr erhöht nur das Risiko, dass die Creme „wandert“ und ins Auge gelangt.

  3. Richtige Zone treffen
    Tragen Sie die Augencreme entlang des knöchernen Augenhöhlenrandes auf:

    • Unter dem Auge: vom inneren Augenwinkel nach außen
    • Am Oberlid: entlang des Knochens unterhalb der Augenbraue, nicht auf dem beweglichen Lid – vor allem dann, wenn Ihre Haut schnell reagiert
  4. Mit dem Ringfinger eintupfen
    Der Ringfinger übt von Natur aus etwas weniger Druck aus. Tupfen Sie die Creme sanft ein, ohne zu reiben oder die Haut zu ziehen. So vermeiden Sie, dass die dünne Haut überdehnt wird.

  5. Zeit zum Einziehen geben
    Lassen Sie der Creme ein paar Minuten, bevor Sie Concealer oder Lidschatten auftragen. Das reduziert das Risiko für Brennen, Verschmieren oder Absetzen in kleinen Fältchen.

Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Augenpartie schützen

Einige Gewohnheiten machen der Augenpartie das Leben unnötig schwer:

  • Zu nah am Wimpernrand auftragen
    Gelangt Produkt direkt an den Wimpernansatz, kann es ins Auge kriechen und brennen. Bleiben Sie auf dem knöchernen Rand.
  • Reiben statt tupfen
    Starkes Reiben reizt die Haut und kann auf Dauer ihre Elastizität beeinträchtigen. Leichtes Tupfen genügt.
  • Zu viele Produkte schichten
    Peelings, Retinol, starke Säuren und dann noch eine reichhaltige Augencreme obendrauf – das ist für viele Augenpartien zu viel. Besonders empfindliche Haut reagiert schnell mit Rötungen oder Brennen.
  • Parfümierte Produkte bei sensibler Haut
    Duftstoffe sind im Augenbereich oft kritisch. Wenn Sie zu Reizungen neigen, greifen Sie möglichst zu unparfümierten oder ausdrücklich reizarmen Formulierungen.

Sanfte Praxis-Tipps für eine entspannte Augenpflege-Routine

Damit Ihre Augencreme ihr Potenzial ausschöpft, helfen ein paar einfache Gewohnheiten:

  • Konsequenz statt Übertreibung
    Ein- bis zweimal täglich reicht. Häufigeres Auftragen bringt selten mehr Wirkung, kann die Haut aber eher überfordern.
  • Auf die Haut hören
    Brennen, Jucken oder anhaltende Rötungen sind ein Warnsignal. Waschen Sie das Produkt vorsichtig ab und setzen Sie es nicht weiter ein.
  • Kühlende Anwendung
    Leicht gekühlte Augencreme kann bei Schwellungen angenehm sein. Eiskalte Produkte sind dagegen oft eher Stress als Wohltat für die Haut.
  • Sanfter Umgang im Alltag
    Entfernen Sie Make-up mit wenig Druck, verwenden Sie geeignete Entferner und drücken Sie beim Abtrocknen das Handtuch nur leicht an die Haut, statt zu reiben.

Kurz zusammengefasst

Die Wirkung einer Augencreme hängt nicht nur von den Inhaltsstoffen ab, sondern ebenso von der Anwendung: richtige Menge, ausreichend Abstand zum Auge und eine sehr sanfte Technik. Wenn Sie die Creme in kleinen Tupfen entlang des knöchernen Augenrands auftragen, den Druck gering halten und reizende Gewohnheiten meiden, unterstützen Sie die empfindliche Augenpartie, ohne sie zusätzlich zu belasten.

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