Strahlender Blick trotz starker Augenringe: So schichten Sie Concealer, ohne dass er maskenhaft wirkt
Sehr dunkle oder bläuliche Augenringe lassen das Gesicht schnell müde wirken, selbst nach ausreichend Schlaf. Concealer hilft, kann aber trocken, fleckig oder pastig aussehen. Entscheidend ist nicht nur das Produkt, sondern vor allem die Auftragetechnik.
Hier lesen Sie, wie Sie Concealer gezielt in dünnen Schichten auftragen, welche Reihenfolge sinnvoll ist und worauf Sie achten sollten, damit das Ergebnis natürlich wirkt.
Warum starke Augenringe eine andere Concealer-Technik brauchen
Starke oder bläuliche Augenringe hängen oft nicht allein mit Müdigkeit zusammen. Häufig schimmert die gut durchblutete Augenpartie stärker durch die dünne Haut. Die Folge ist ein blauer, violetter oder bräunlicher Schatten, der mit einer einzigen, dicken Concealer-Schicht kaum natürlich abgedeckt wirkt.
Bei dieser empfindlichen Partie gilt: weniger Produkt, dafür gezielt geschichtet.
Dünne Lagen verbinden sich besser mit der Haut, setzen sich weniger in feine Linien und sehen natürlicher aus. Wichtig ist außerdem, nicht die gesamte Augenpartie stark zu schminken, sondern nur dort zu neutralisieren, wo tatsächlich Schatten zu sehen sind.
Schritt für Schritt: So schichten Sie Concealer bei dunklen Augenringen
1. Vorbereitung der Augenpartie
- Reinigen Sie die Haut sanft und trocknen Sie sie vorsichtig ab.
- Tragen Sie eine leichte, nicht zu fettreiche Augenpflege auf und lassen Sie sie kurz einziehen, damit der Concealer später stabil sitzt.
2. Farbkorrektur bei bläulichen oder violetten Schatten
Bei sehr bläulichen oder violetten Augenringen kann ein farbiger Korrektor vor dem Concealer helfen.
- Bläuliche Schatten: ein leicht pfirsich- bis lachsfarbener Ton gleicht aus.
- Bräunliche Schatten: eher ein leicht gelblicher Ton.
Tragen Sie den Korrektor nur dort auf, wo der Schatten sichtbar ist, meist im inneren Augenwinkel und entlang des tiefsten Hohlraums. Klopfen Sie ihn mit dem Ringfinger oder einem kleinen Pinsel sanft ein. Die Haut soll danach gleichmäßiger wirken, die Struktur aber noch erkennbar bleiben.
3. Erste dünne Concealer-Schicht
- Geben Sie sehr wenig Concealer in den Bereich mit dem stärksten Schatten, punktuell und nicht großflächig.
- Klopfen Sie ihn mit Finger, Schwämmchen oder Pinsel leicht ein, statt zu reiben. So verbindet er sich besser mit der Haut.
Prüfen Sie im Spiegel: Wirkt der Schatten deutlich abgeschwächt und ist die Hautstruktur noch sichtbar, passt die Menge.
4. Zweite Schicht nur dort, wo es nötig ist
Arbeiten Sie statt mit mehr Produkt in einem Schritt mit lokalen Mini-Schichten:
- Tragen Sie erneut eine sehr kleine Menge Concealer direkt auf die dunkelste Stelle auf.
- Klopfen Sie ihn ein und lassen Sie die Übergänge sanft auslaufen.
Zwischen den Schichten hilft es, einige Sekunden zu warten, damit sich das Produkt setzen kann.
5. Optional: Leicht fixieren
Wenn sich der Concealer leicht in feine Linien setzt:
- Glätten Sie die Partie noch einmal mit dem Finger.
- Tragen Sie eine hauchdünne Schicht transparenten Puders mit einem sehr kleinen, weichen Pinsel nur entlang des stärksten Schattenrandes auf, nicht direkt bis an die Wimpern.
Typische Stolperfallen: und wie Sie sie vermeiden
Zu viel Produkt auf einmal
Eine dicke Schicht sammelt sich schnell in Linien und betont Fältchen. Besser sind mehrere sehr dünne Lagen.
Falscher Farbton
Ein zu heller Concealer lässt die Augenpartie grau oder kreidig wirken. Ein stark rosa oder sehr gelber Ton erzeugt sichtbare Übergänge. Für die meisten Hauttypen passt ein Ton nahe der eigenen Hautfarbe oder minimal heller.
Alles bis zum Wangenknochen abdecken
Wer die komplette Augenpartie großflächig schminkt, erzeugt leicht einen maskenhaften Effekt. Konzentrieren Sie sich auf die Schatten, nicht auf die gesamte Fläche.
Zu viel Puder
Zu viel Puder macht die zarte Haut schnell trocken und betont Linien. Weniger Produkt ist hier meist besser.
Feine Justierungen: So wirkt das Ergebnis besonders natürlich
- Licht nutzen: Schminken Sie sich möglichst bei Tageslicht oder neutralem Licht. So lässt sich besser beurteilen, wie stark der Schatten noch sichtbar ist.
- Übergänge verblenden: Achten Sie darauf, dass der Concealer weiche Übergänge zur restlichen Haut hat. Harte Ränder wirken schnell künstlich.
- Restprodukt nutzen: Was nach dem Einklopfen noch am Finger oder Schwämmchen bleibt, können Sie sanft in den äußeren Augenwinkel ausstreichen, um den Blick leicht zu öffnen, ohne zusätzlich Produkt zu verwenden.
- Tagesform beachten: An sehr müden Tagen reicht oft eine leichte Korrektur. Ein minimal sichtbarer Schatten wirkt häufig natürlicher als eine sehr stark geschminkte Partie.
Kurz zusammengefasst
Für sehr dunkle oder bläuliche Augenringe ist eine schichtweise, gezielte Technik sinnvoll. Eine gute Vorbereitung der Augenpartie, gegebenenfalls ein farbausgleichender Korrektor und ein in zwei bis drei sehr dünnen Lagen aufgetragener Concealer führen meist zu einem gleichmäßigen, natürlichen Ergebnis.
Weniger Fläche, weniger Produkt, dafür präziser Auftrag, lässt den Blick frischer wirken, ohne dass die Haut überladen aussieht.
Häufig gestellte Anschlussfragen
Sollte Concealer vor oder nach der Foundation aufgetragen werden?
Bei stärker ausgeprägten Augenringen ist es oft praktisch, zuerst die Foundation aufzutragen und danach gezielt mit Concealer zu arbeiten. So erkennen Sie besser, wie viel zusätzliche Abdeckung noch nötig ist.
Kann ich bei starken Augenringen ganz auf Foundation verzichten?
Ja, das ist möglich. Tragen Sie dann nur dort Concealer und bei Bedarf Korrektor auf, wo Sie Schatten ausgleichen möchten. Wichtig ist, die Ränder besonders sorgfältig zu verblenden.
Wie erkenne ich, ob mein Concealer zu trocken ist?
Wenn sich der Concealer kurz nach dem Auftragen deutlich in feinen Linien sammelt oder die Haut sofort trocken und schuppig wirkt, kann die Textur zu trocken für Ihre Augenpartie sein oder es war zu viel Produkt.
Wie oft kann ich schichten, ohne dass es zu viel wird?
Meist reichen zwei, höchstens drei sehr dünne Schichten. Wenn Sie danach noch unzufrieden sind, liegt es häufig eher am Farbton oder an den Lichtverhältnissen, nicht an der Menge.