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Wie erkenne ich, ob ein Sonnenschutz zuverlässig vor UVA- und UVB-Strahlen schützt?

Wie erkenne ich, ob ein Sonnenschutz zuverlässig vor UVA- und UVB-Strahlen schützt?

So erkennen Sie, ob Ihr Sonnenschutz wirklich rundum schützt

Sonnenschutz ist ein fester Bestandteil der Hautpflege. Im Sommerurlaub, beim Spaziergang in der Stadt oder am Schreibtisch am Fenster ist er gleich relevant. Viele Verpackungen nennen UVA, UVB, LSF und Lichtschutzfaktor. Entscheidend ist, wie Sie erkennen, ob ein Produkt verlässlich schützt.
Die folgenden Hinweise zeigen, welche Kennzeichnungen wichtig sind, wie sie zu lesen sind und welche Details häufig übersehen werden.


Was UVA und UVB für Ihre Haut bedeuten: warum beides zählt

UV-Strahlung hat unterschiedliche Bereiche. Für die Haut sind vor allem zwei relevant:

  • UVB-Strahlen dringen in die obere Hautschicht ein. Sie sind hauptsächlich für Sonnenbrand verantwortlich und haben Anteil an langfristigen Hautschäden.
  • UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein. Sie tragen zur vorzeitigen Hautalterung bei (Falten, Elastizitätsverlust) und können ebenfalls an langfristigen Schäden beteiligt sein.

Ein verlässlicher Sonnenschutz sollte beide Strahlungsarten abdecken. Der Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF) beschreibt vor allem die UVB-Wirksamkeit. Zusätzlich ist ein nachgewiesener UVA-Schutz sinnvoll.


So lesen Sie ein Sonnenschutz-Label richtig

Im Alltag muss Sonnenschutz einfach anzuwenden sein. Einige Punkte helfen, ein Produkt schnell einzuschätzen:

  1. Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF)

    • Zeigt an, wie stark der Schutz vor UVB-Strahlung ist.
    • Je höher die Zahl, desto stärker der Schutz, wenn Sie genügend Produkt auftragen und regelmäßig nachlegen.
  2. UVA-Kennzeichnung
    Achten Sie auf eine der folgenden Angaben:

    • Ein UVA-Symbol in einem Kreis: Dieses Zeichen wird in Europa genutzt, wenn der UVA-Schutz mindestens einen bestimmten Anteil (mindestens ein Drittel) des UVB-Schutzes erreicht.
    • Eine Angabe wie „Breitband-Schutz“ oder „UVA/UVB-Schutz“: Diese Formulierungen deuten auf Schutz in beiden Bereichen hin, sind jedoch ohne Symbol weniger eindeutig standardisiert.
  3. Angabe des Schutz-Levels
    Häufig finden Sie Einstufungen wie „niedrig“, „mittel“, „hoch“ oder „sehr hoch“. Sie erleichtern die Auswahl eines passenden Produkts für die Situation, etwa Alltag oder intensiver Sonneneinfluss.

Wenn Sie auf die Kombination aus LSF und UVA-Symbol im Kreis achten, ist der Schutz in der Regel breit angelegt.


Typische Stolperfallen: wie Sie sie vermeiden

Sonnenschutz ist nur dann wirksam, wenn er korrekt verwendet wird. Häufige Fehler sind:

  • Nur auf den LSF achten
    Ein hoher LSF ohne klar erkennbare UVA-Kennzeichnung kann bedeuten, dass der Schutz vor tiefer gehenden Strahlen geringer ist.

  • Zu wenig Produkt auftragen
    In Studien wird Sonnenschutz in wesentlich höherer Menge getestet, als die meisten Menschen im Alltag verwenden. Bei zu sparsamer Anwendung liegt der tatsächliche Schutz deutlich unter dem Wert auf der Verpackung.

  • Zu selten nachcremen
    Schweiß, Wasser, Reibung und Zeit schwächen den Schutzfilm. Ohne regelmäßiges Nachcremen lässt die Schutzwirkung nach, auch wenn „wasserfest“ auf dem Produkt steht.

  • Verfallene oder falsch gelagerte Produkte
    Abgelaufene oder sehr heiß gelagerte Sonnenschutzmittel können an Wirksamkeit verlieren. Die Haltbarkeit nach dem Öffnen ist meist als Symbol mit geöffnetem Tiegel und Monatsangabe angegeben.


Praktische Tipps für einen wirklich verlässlichen Sonnenschutz

Damit Ihr Sonnenschutz das leistet, was das Label verspricht, helfen einige einfache Regeln:

  • Für den Alltag
    Wählen Sie ein Produkt mit mindestens LSF 30 und klarer UVA-Kennzeichnung. Tragen Sie es morgens als letzten Schritt Ihrer Pflegeroutine großzügig auf.

  • Für intensive Sonne
    Bei längeren Aufenthalten im Freien, am Wasser oder in den Bergen sind hohe bis sehr hohe LSF-Werte sinnvoll, ebenfalls mit deutlich erkennbarem UVA-Schutz.

  • Genug Produkt verwenden
    Für Gesicht und Hals können Sie sich an zwei vollen Fingerlängen (Zeige- und Mittelfinger) orientieren. Für den Körper ist entsprechend mehr nötig.

  • Regelmäßig auffrischen
    Etwa alle zwei Stunden und nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen erneut auftragen.

  • Texturen nach Bedarf wählen
    Creme, Lotion, Gel oder Spray: Wählen Sie eine Textur, die Sie gerne nutzen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ausreichend Produkt verwenden und Sonnenschutz konsequent einsetzen.


Kurz zusammengefasst

Ein Sonnenschutz gilt als zuverlässig, wenn er:

  • einen passenden LSF/SPF für Ihre Situation hat,
  • eine klare UVA-Kennzeichnung (zum Beispiel UVA im Kreis) trägt,
  • von Ihnen ausreichend und regelmäßig verwendet wird,
  • nicht abgelaufen oder stark überlagert ist.

Dann schützt er die Haut vor Sonnenbrand und vor Strahlen, die tiefer in die Haut eindringen.


Häufig gestellte Anschlussfragen

Schützt ein hoher LSF automatisch auch gut vor UVA-Strahlen?
Nicht immer. Der LSF bezieht sich hauptsächlich auf UVB. Achten Sie zusätzlich auf ein UVA-Symbol oder eine eindeutige UVA- beziehungsweise Breitband-Angabe.

Reicht Sonnenschutz in meiner Tagespflege aus?
Für kurze Wege und Alltag ohne starke Sonne kann das ausreichen, wenn ein ausreichender LSF und ein UVA-Schutz angegeben sind und Sie genug Produkt verwenden. Bei stärkerer Sonnenexposition ist ein spezielles Sonnenschutzprodukt sinnvoll.

Brauche ich bei bewölktem Himmel überhaupt Sonnenschutz?
Ja. UVA-Strahlen dringen durch Wolken und Glas. An sehr hellen Tagen oder bei längerer Zeit am Fenster ist Sonnenschutz weiter relevant.

Ist „wasserfest“ gleichbedeutend mit dauerhaftem Schutz im Wasser?
Nein. „Wasserfest“ bedeutet, dass nach einer begrenzten Zeit im Wasser noch ein Teil der Schutzwirkung vorhanden ist. Nach dem Baden sollten Sie trotzdem neu auftragen.

Wie erkenne ich, ob ein Sonnenschutz zuverlässig vor UVA- und UVB-Strahlen schützt?

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