Telefon 0800 / 5550025
Was kann man bei Pigmentflecken oder Melasma tun?

Pigmentflecken und Melasma: Was wirklich hilft – und was nicht

Pigmentflecken und Melasma gehören zu den häufigsten Gründen, warum Menschen mit ihrem Hautbild hadern. Die bräunlichen Verfärbungen sitzen oft gut sichtbar im Gesicht und lassen sich nur begrenzt überschminken. Gleichzeitig kursieren unzählige Ratschläge – vom Hausmittel aus der Küche bis zur radikalen Behandlung beim Spezialisten. Im Folgenden geht es darum, wie diese Verfärbungen entstehen, was realistisch helfen kann und wie Sie neue Flecken möglichst vermeiden.


Wie Pigmentflecken und Melasma überhaupt entstehen

Pigmentflecken entstehen, wenn bestimmte Hautbereiche mehr Melanin bilden als das umliegende Gewebe. Melanin ist der Farbstoff, der unsere Haut und Haare färbt und sie vor UV-Strahlen schützt. Gerät dieser Prozess aus dem Takt, verteilt sich das Pigment ungleichmäßig – es entstehen Flecken.

Häufige Formen sind:

  • Sonnenbedingte Pigmentflecken (Lentigines): entstehen durch wiederholte UV-Belastung, vor allem an Gesicht, Händen und Dekolleté.
  • Melasma: eher großflächige, diffuse bräunliche Verfärbungen, meist im Gesicht. Typische Regionen sind Stirn, Wangen und Oberlippe.

Mögliche Auslöser eines Melasmas:

  • intensive oder immer wiederkehrende Sonneneinstrahlung
  • hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft, hormonelle Verhütung)
  • genetische Veranlagung
  • bestimmte Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern

Melasma ist medizinisch meist unbedenklich, kann aber psychisch sehr belastend sein – vor allem, weil es langsam reagiert, schwer zu behandeln ist und bei UV-Licht rasch wieder aufflammen kann.


Sanfte Strategien für den Alltag: So können Sie selbst aktiv werden

Bevor es um stärkere medizinische Verfahren geht, lohnt sich ein konsequenter, alltagstauglicher Ansatz. Drei Bausteine sind zentral:

1. Sonnenschutz – konsequent, nicht nur im Hochsommer
UV-Strahlen sind der wichtigste Verstärker für Pigmentflecken und Melasma. Hilfreich ist:

  • täglich ein breitbandiger Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, jeden Morgen
  • erneutes Auftragen bei längerem Aufenthalt im Freien oder starkem Schwitzen
  • zusätzlicher Schutz durch Hut, Sonnenbrille und Schatten, wenn möglich

2. Milde, aufhellend formulierte Pflegeroutine
Einige Inhaltsstoffe können Pigmentstörungen optisch abmildern, indem sie:

  • die Melaninbildung bremsen
  • den Abbau pigmentierter Hautzellen fördern
  • den Hautton insgesamt gleichmäßiger wirken lassen

Dazu gehören z. B. bestimmte Formen von Vitamin C, sanfte Peelingsäuren in sinnvoller Konzentration sowie ausgewählte pflanzliche oder synthetische Aufhellkomplexe, die in kosmetischen Produkten zugelassen sind. Erwartung sollte realistisch bleiben: sichtbare Veränderungen brauchen meist mehrere Wochen, oft eher Monate.

3. Beruhigende, gleichmäßige Pflege statt radikaler Experimente
Eine Haut, die gut mit Feuchtigkeit versorgt ist und nicht ständig gereizt wird, neigt weniger dazu, mit neuen Pigmentstörungen zu reagieren. Ein überschaubares, stabiles Pflegeprogramm mit Reinigung, Feuchtigkeit und Schutz ist in der Regel sinnvoller als ein dauernd wechselndes Arsenal an „Wundermitteln“.


Typische Stolperfallen – und wie Sie Ihre Haut schützen

Im Umgang mit Pigmentflecken und Melasma gibt es einige klassische Fehler, die mehr schaden als nutzen:

  • Zu aggressive Peelings oder reizende Produkte: Starke Säuren oder grobe mechanische Peelings können die Haut irritieren. Solche Reizungen begünstigen postinflammatorische Hyperpigmentierungen – also genau das, was man vermeiden will.
  • Inkonsistenter Sonnenschutz: Es reichen schon einzelne Tage ohne Schutz in intensiver Sonne, um ein bereits gebessertes Melasma wieder deutlicher hervortreten zu lassen oder vorhandene Flecken nachdunkeln zu lassen.
  • Hausmittel ohne belastbaren Nachweis: Zitronensaft, Essig oder andere stark säurehaltige Küchenzutaten reizen häufig mehr, als sie nützen. Ein regulierbarer Effekt auf Pigmentflecken ist nicht belegt.
  • Ungeduld und ständiger Produktwechsel: Pigmentstörungen verschwinden nicht über Nacht. Wer alle zwei Wochen die Produkte wechselt, nimmt sich die Chance, eine tatsächliche Wirkung überhaupt beurteilen zu können.

Erprobte Tipps für einen ausgeglichener wirkenden Hautton

Wer aktiv etwas gegen Pigmentflecken oder Melasma tun möchte, kann sich an folgenden Strategien orientieren:

  • Eine klare Routine etablieren: Wenige, gut verträgliche Produkte, die über Monate hinweg konsequent angewendet werden, sind meist wirkungsvoller als ein ständiges Ausprobieren.
  • Abends milde Wirkstoffe nutzen: Nachts ist die Haut keiner Sonne ausgesetzt. Das ist der sinnvollste Zeitpunkt für sanfte Peelings oder aufhellende Wirkstoffe – jeweils angepasst an die eigene Empfindlichkeit.
  • Hautärztliche Beratung einholen: Treten Flecken neu auf, verändern sie sich deutlich oder belasten sie stark, sollte ein Hautarzt oder eine Hautärztin mit draufschauen. So lässt sich abklären, ob es sich um harmlose Pigmentveränderungen handelt und welche Optionen infrage kommen – etwa medizinische Cremes, Laser, Licht- oder andere apparative Verfahren.
  • Langfristig denken: Melasma hat eine ausgeprägte Tendenz, zurückzukehren. Selbst wenn die Haut deutlich ruhiger und gleichmäßiger wirkt, bleibt konsequenter Sonnenschutz ein Dauerthema.

Kurz zusammengefasst

Pigmentflecken und Melasma entstehen durch eine Überproduktion und ungleichmäßige Verteilung von Melanin – häufig ausgelöst oder verstärkt durch UV-Strahlung und hormonelle Einflüsse. Sie sind in der Regel harmlos, können aber kosmetisch stark stören. Die Grundlage jeder Behandlung ist konsequenter Sonnenschutz, ergänzt durch eine milde, auf Aufhellung und Hautberuhigung abgestimmte Pflege. Intensivere medizinische Verfahren gehören in fachkundige Hände. Mit Geduld, Schutz und einer klaren Strategie lässt sich das Hautbild oft deutlich gleichmäßiger gestalten.


Ähnliche Fragen