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Wie trage ich Glitzer- oder Metallic-Lidschatten auf, ohne dass Partikel ins Auge geraten?

Strahlender Blick ohne Risiko: So tragen Sie Glitzer- und Metallic-Lidschatten sicher

Glitzer- und Metallic-Lidschatten lassen jedes Augen-Make-up sofort festlicher, intensiver und „angezogen“ wirken. Gleichzeitig bleibt ein ungutes Gefühl: Was, wenn Partikel ins Auge geraten – gerade mit Kontaktlinsen oder ohnehin empfindlichen Augen?

In diesem Artikel geht es darum, wie Sie funkelnde Texturen so einsetzen, dass sie dort bleiben, wo sie hingehören: auf dem Lid und nicht im Auge. Mit etwas Vorbereitung und einer angepassten Technik lässt sich der Effekt genießen, ohne die Augen unnötig zu strapazieren.


Warum Glitzer auf dem Lid bleibt – oder eben nicht

Glitzer- und Metallic-Finishes unterscheiden sich deutlich von matten Lidschatten. Sie enthalten oft größere, reflektierende Partikel, die sich leichter vom Produkt lösen und nach unten „rieseln“. Das gilt vor allem für losen Glitzer und sehr pudrige Metallic-Formeln – hier ist Fallout praktisch vorprogrammiert, wenn man sie wie einen normalen Lidschatten aufträgt.

Gleichzeitig ist das Auge ein sensibler, ständig bewegter Bereich. Es blinzelt, tränt, produziert fortlaufend Tränenflüssigkeit, um sich zu schützen. Gerät Glitzer auf die Wasserlinie oder direkt auf den Augapfel, kann das kratzen, brennen oder im ungünstigen Fall die Oberfläche des Auges verletzen.

Die beruhigende Seite: Mit einer guten Basis, den richtigen Produkten und einer etwas bewussteren Auftragsweise lässt sich dieses Risiko deutlich verringern.


Sicheres Auftragen: Schritt für Schritt zum funkelnden Augen-Make-up

1. Lid vorbereiten

  • Tragen Sie vor dem Lidschatten eine dünne Schicht Lidschatten-Base oder eine leicht klebrige Creme-Textur auf das Lid auf.
  • Lassen Sie sie kurz antrocknen, bis sie sich nicht mehr glitschig anfühlt, aber noch etwas Haftung bietet.

2. Die passende Textur wählen

  • Gepresste Glitzer- und Metallic-Lidschatten lassen sich in der Regel besser kontrollieren als loser Glitzer.
  • Cremige oder flüssige Metallic-Formeln haften oft stärker und erzeugen deutlich weniger Fallout.

3. Ruhige Auftragsbewegungen

  • Nutzen Sie einen flachen, eher festen Pinsel oder Ihre Fingerspitze.
  • Nehmen Sie wenig Produkt auf und drücken Sie es sanft auf das Lid – tupfen statt hin und her wischen.
  • Arbeiten Sie von der Lidmitte nach außen und bleiben Sie bewusst auf Abstand zur Wasserlinie.

4. Unteres Lid mit Vorsicht behandeln

  • Bei empfindlichen Augen ist es oft sinnvoll, Glitzer auf das bewegliche Lid zu beschränken.
  • Am unteren Lid sind feiner Schimmer oder satinartige Töne meist angenehmer als sichtbare, grobe Partikel.

Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

  • Zu viel Produkt auf einmal: Dicke Schichten sind schwer zu kontrollieren und landen eher im Auge. Besser in dünnen, aufeinander aufbauenden Schichten arbeiten.
  • Wischen statt pressen: Reibende Bewegungen wirbeln Partikel auf und verteilen sie unkontrolliert. Pressende, tupfende Bewegungen halten den Glitzer dort, wo er sein soll.
  • Glitzer direkt am Wimpernkranz: Grober Glitzer sehr nah an der Wasserlinie erhöht die Gefahr, dass Partikel ins Auge rutschen.
  • Auftragen bei bereits gereizten Augen: Wenn die Augen ohnehin tränen oder gerötet sind, verstärken Glitzertexturen das Problem häufig. In solchen Phasen sind matte oder nur sehr fein schimmernde Texturen die bessere Wahl.
  • Augen reiben: Reiben verteilt lose Partikel eher im Auge, statt sie zu entfernen – auch wenn es im ersten Moment nach Erleichterung klingt.

Alltagsnahe Profi-Tricks für mehr Halt und Komfort

  • Augen-Make-up zuerst schminken: So können Sie Fallout unter dem Auge mit einem feuchten Wattepad oder Tuch entfernen, bevor Foundation und Concealer dran sind.
  • Pinsel leicht anfeuchten: Ein minimal angefeuchteter Pinsel bindet Metallic-Pigmente besser und reduziert Staub. Wichtig: feucht, nicht tropfnass.
  • Kosmetiktuch als „Schutzschild“: Halten Sie ein Tuch locker unter das Auge, während Sie Glitzer auftragen. Herunterfallende Partikel landen darin statt auf der Haut.
  • Nach dem Schminken gezielt kontrollieren: Schließen Sie die Augen und schauen Sie den inneren Augenwinkel und den Bereich ums Auge im Spiegel genau an. Lose Partikel vorsichtig mit einem trockenen Wattestäbchen von der Haut entfernen – nicht auf dem Augapfel selbst.
  • Bei sehr empfindlichen Augen: Bleiben Sie bei fein schimmernden Metallic-Tönen und vermeiden Sie groben Glitzer, vor allem im Bereich der Wasserlinie.

Kurz zusammengefasst

Glitzer- und Metallic-Lidschatten müssen kein Risiko für die Augen sein, wenn sie bewusst eingesetzt werden. Eine gut haftende Basis, kontrollierbare Texturen und tupfende statt wischende Bewegungen machen einen großen Unterschied. Halten Sie Abstand zur Wasserlinie, arbeiten Sie in dünnen Schichten und reiben Sie nicht in den Augen, falls sich doch einmal Partikel lösen. So bleibt der Look strahlend – und die Augen entspannt.


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