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Welches Puder ist ideal für fettige oder zu Glanz neigende Haut?

Matt, aber nicht maskenhaft: Welches Puder eignet sich wirklich für fettige, glänzende Haut?

Fettige oder schnell glänzende Haut sorgt dafür, dass Make-up im Laufe des Tages regelrecht „wegschmilzt“. Die Foundation rutscht, der Teint wirkt unruhig – und genau hier soll Puder retten, was zu retten ist. Nur: Puder ist nicht gleich Puder. Textur, Formulierung und Finish entscheiden darüber, ob Ihr Teint natürlich matt wirkt oder kalkig, stumpf und zugekleistert.

Im Folgenden geht es darum, welche Puderarten bei glänzender Haut wirklich sinnvoll sind, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und wie Sie Puder so einsetzen, dass Ihr Make-up den Tag übersteht, ohne maskenhaft zu wirken.


Wie Puder bei glänzender Haut überhaupt wirken kann

Puder soll in erster Linie Glanz reduzieren und Make-up fixieren. Dafür kommen Inhaltsstoffe zum Einsatz, die überschüssiges Öl und Feuchtigkeit binden können – etwa bestimmte Mineralpuder, Stärke-Derivate oder Silikate.

Bei fettiger oder zu Glanz neigender Haut sind vor allem drei Punkte entscheidend:

  • Mattierender Effekt: Das Puder nimmt überschüssigen Talg von der Hautoberfläche auf.
  • Haftung: Es fixiert Foundation oder Concealer, damit sich nichts in Poren oder Fältchen absetzt.
  • Poren-Optik: Fein gemahlene Partikel können Poren optisch weichzeichnen, ohne sie zu verstopfen.

Gerade sehr mattierende Puder können allerdings schnell trocken aussehen, sich abpudrig auf die Haut legen oder sich in Strukturen absetzen. Ziel ist deshalb kein „totmattes“, sondern ein natürlich mattes Finish: weniger Glanz, aber noch Haut.


Von lose bis gepresst: Welche Puderarten sich besonders eignen

1. Lose, transparente Puder

Lose Puder mit transparentem oder nahezu transparentem Finish gehören bei glänzender Haut meist zur ersten Wahl. Sie

  • mattieren, ohne nennenswerte zusätzliche Deckkraft aufzubauen
  • lassen sich sehr dünn schichten
  • eignen sich hervorragend zum Fixieren von Foundation, besonders in der T-Zone

Achten Sie auf sehr fein gemahlene Texturen, die sich weich anfühlen und nicht „kreidig“ oder schwer. Solche Formulierungen legen sich eher wie ein Schleier über die Haut, statt sich sichtbar darauf abzusetzen.

2. Gepresste, mattierende Puder

Gepresste Puder sind die pragmatische Lösung für unterwegs. Sie sind

  • ideal, um die T-Zone im Laufe des Tages nachzumattieren
  • meist etwas kompakter in der Textur
  • häufig mit leichter Deckkraft kombiniert

Für fettige Haut sind Varianten mit mattierendem oder „ölfreiem“ Anspruch sinnvoll. Achten Sie darauf, dass die Deckkraft moderat bleibt: Zu starke Pigmentierung lässt das Ergebnis schnell schwer und maskenhaft wirken – gerade, wenn im Laufe des Tages nachgelegt wird.

3. Puder-Foundations

Puder-Foundations verbinden Deckkraft und Mattierung in einem Produkt. Sie können eine gute Option sein, wenn Sie

  • ein schnelles, unkompliziertes Make-up bevorzugen
  • einen sichtbar ebenmäßigeren Teint wünschen
  • eher sehr fettige und nicht allzu empfindliche Haut haben

Empfindliche oder zu Trockenheitsfältchen neigende Haut wirkt mit reinen Puder-Foundations schnell stumpf, „krümelig“ oder älter, als sie ist. In diesem Fall besser:

  • die Haut sorgfältig mit Feuchtigkeit vorbereiten
  • sparsam arbeiten und lieber in dünnen Schichten aufbauen

Häufige Fehler: Wann Puder mehr schadet als hilft

Zu viel Produkt
Mehr Puder heißt nicht automatisch weniger Glanz. Zu dicke Schichten können

  • trockene Partien unvorteilhaft hervorheben
  • sich in Fältchen und Poren sammeln
  • die Haut mehlig und unruhig aussehen lassen

Weniger ist hier tatsächlich mehr – vor allem beim Nachpudern.

Falsche Nuance
Zu heller Puder lässt das Gesicht fahl und leicht „staubig“ wirken, zu dunkler macht den Teint ungleichmäßig und fleckig. Transparente oder leicht getönte Varianten sind bei glänzender Haut meist am unkompliziertesten, weil sie sich besser mit der vorhandenen Foundation verbinden.

Komplett matt über das ganze Gesicht
Besonders bei Mischhaut wirkt ein flächig mattiertes Gesicht schnell leblos. Oft reicht es, Stirn, Nase und Kinn gezielt zu mattieren und die Wangen oder äußeren Gesichtspartien nur leicht zu pudern oder sogar frei zu lassen. Ein wenig natürlicher Glanz sorgt dafür, dass die Haut lebendig bleibt.

Ungeeignetes Werkzeug
Ein sehr dichter Schwamm oder Puderquaste kann zu viel Produkt auf einmal abgeben. Für ein kontrolliertes, natürliches Ergebnis eignen sich besser:

  • ein fluffiger Puderpinsel für das ganze Gesicht
  • eine kleinere, festere Brush oder ein Schwämmchen nur für die T-Zone

So lässt sich die Pudermenge genauer dosieren – und der Teint bleibt beweglich.


Praxistipps: So setzen Sie Puder bei glänzender Haut effektiv ein

  • Haut gut vorbereiten: Eine leichte, nicht fettende Pflege verwenden, gut einziehen lassen und eventuelle Reste vorsichtig abtupfen. Eine zu reichhaltige Basis lässt selbst das beste Puder schneller versagen.
  • Spot-Mattierung statt Vollgas: Konzentrieren Sie das Puder auf Stirn, Nase, Kinn. Wangen nur dann leicht abpudern, wenn sie tatsächlich glänzen.
  • Pressen statt wischen: Besonders in der T-Zone Puder mit Pinsel oder Schwämmchen sanft in die Haut drücken, statt ihn über die Oberfläche zu reiben. Das erhöht die Haltbarkeit und verhindert, dass die Foundation darunter verrutscht.
  • Blotting und dann Puder: Bei starkem Glanz zuerst mit einem sauberen Tuch oder speziellen Blottingpapers Öl abnehmen, erst danach nachpudern. So vermeiden Sie dicke, schichtige Beläge, die sich unschön absetzen.
  • Feine Texturen bevorzugen: Grobe, „körnige“ oder sehr schwere Puder können Poren und Hautstrukturen betonen. Feine, leichte Formulierungen wirken unauffälliger und tragen sich im Alltag angenehmer.

Kurz zusammengefasst

Für fettige oder schnell glänzende Haut eignen sich fein gemahlene, mattierende Puder, vor allem lose, transparente Varianten. Für unterwegs leisten leichte, gepresste Puder gute Dienste. Entscheidend ist, dass das Finish zwar matt, aber nicht stumpf oder sichtbar pudrig wirkt. Mit gezieltem Auftrag in der T-Zone, zurückhaltender Produktmenge und einer gut vorbereiteten, nicht zu reichhaltig gepflegten Haut wird Puder zu einem verlässlichen Werkzeug für ein haltbares, nicht glänzendes Make-up – ohne Maskeneffekt.


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