Als Parfümeur in vierter Generation trägt Clément Gavarry das Handwerk buchstäblich im Blut – und doch hat er seinen eigenen Weg gewählt: von Paris nach New York, von IFF über Firmenich zum Titel des Principal Perfumer bei dsm-firmenich, den er 2024 erhielt. Neugier, Leidenschaft und Beharrlichkeit nennt er selbst als die drei Säulen seiner Arbeit.
Seinen internationalen Durchbruch erzielte er gleich mit seinem ersten großen Werk: Prada Eau de Parfum (2004), gemeinsam mit Carlos Benaïm und seinem Vater Max Gavarry entwickelt, gewann den FiFi Award und etablierte Gavarry auf Anhieb in der ersten Liga der Parfümerie. Zwei Jahre später folgte der Rising Star Award in der Kategorie Corporate Fragrance – eine Anerkennung, die seinen rasanten Aufstieg offiziell bestätigte.
Was ihn von vielen Kollegen unterscheidet, ist die Breite seines Œuvres. Für Sarah Jessica Parker kreierte er Lovely (2005, mit Laurent Le Guernec) und Stash SJP (2016), für Tom Ford das unisex-orientierte Black Violet (2007, mit Pascal Gaurin). Mit Cloud (2018) für Ariana Grande traf er einen Nerv der Zeit – ein Duft, der zwei Nachfolger nach sich zog: Cloud Intense (2021) und Cloud Pink (2023).
Gleichzeitig bewies er seine Klasse im Luxussegment: Armani Code Parfum (2022), entstanden mit Antoine Lie und Antoine Maisondieu, zeigt sein Gespür für maskuline Eleganz. Für Elizabeth Arden verantwortete er vier Kreationen, darunter Untold (2013) und Untold Absolu (2014).
Die Energie New Yorks, Reisen nach Vietnam, Senegal und Kenia sowie der Gedanke, Geschmack in Geruch zu verwandeln – das sind die Quellen, aus denen Gavarry schöpft. Die Auszeichnung als The Fragrance Foundation Notable (2026) bestätigt seinen Status als prägende Stimme zeitgenössischer Parfümerie.