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Welche Haarkuren eignen sich speziell für blondiertes, aufgehelltes oder stark chemisch behandeltes Haar?

Pflege-Update für strapaziertes Blond: Welche Haarkuren wirklich sinnvoll sind

Blondiertes, aufgehelltes oder stark chemisch behandeltes Haar kann im Licht fantastisch aussehen – und sich gleichzeitig trocken, spröde oder regelrecht brüchig anfühlen. Das hat wenig mit Einbildung zu tun: Jede chemische Aufhellung greift die Haarstruktur an und macht sie empfindlicher. Gut ausgewählte Haarkuren können hier viel auffangen, wenn man weiß, was man tut.

Im Folgenden geht es darum, welche Arten von Haarkuren bei strapaziertem Blond wirklich etwas bringen, wie sie arbeiten und worauf es bei der Anwendung ankommt.


Was Blondierung mit Ihrem Haar macht – und was eine Kur ausgleichen kann

Bei jeder Aufhellung wird die Schuppenschicht des Haares geöffnet, um Pigmente herauszulösen. Dabei gehen nicht nur Farbpigmente verloren, sondern oft auch Feuchtigkeit und schützende Substanzen im Haarinneren. Die Folge können sein:

  • Trockenheit und raue Struktur
  • Spliss und Haarbruch
  • ein glanzloser, „matter“ Look
  • mehr Frizz und stärkere Knotenbildung

Haarkuren versuchen im Wesentlichen zwei Dinge:
Sie füllen Feuchtigkeit wieder auf und glätten die aufgeraute Oberfläche – und manche Formulierungen stabilisieren zusätzlich geschwächte Haarbereiche. Für blondiertes oder stark behandeltes Haar sind vor allem vier Kur-Typen interessant:

  1. Feuchtigkeitskuren – gegen Trockenheit und Spannungsgefühl
  2. Pflegekuren mit Fetten/Ölen – für mehr Geschmeidigkeit und Glanz
  3. Stärkende Kuren mit proteinartigen Bausteinen – für spürbar mehr Stabilität
  4. Farbpflegende Kuren mit Anti-Gelbstich-Effekt – für einen klareren Blondton

Am überzeugendsten wird das Ergebnis meistens, wenn Sie diese Kategorien nicht gegeneinander ausspielen, sondern sinnvoll kombinieren.


So bauen Sie eine durchdachte Pflege-Routine für blondiertes Haar auf

Damit eine Haarkur ihr Potenzial ausschöpfen kann, braucht es kein Produktfeuerwerk, sondern ein stimmiges System. Eine alltagstaugliche Struktur kann so aussehen:

1. Milde Reinigung als Basis
Nutzen Sie ein Shampoo, das auf trockenes oder strapaziertes Haar ausgelegt ist. Zu aggressive Tenside spülen nicht nur Schmutz, sondern auch die wenigen schützenden Bestandteile heraus, die noch vorhanden sind.

2. 1–2 Mal pro Woche: Feuchtigkeitskur
Nach dem Waschen auf handtuchtrockenem Haar anwenden, Schwerpunkt Längen und Spitzen. Einwirkzeit nicht verkürzen, anschließend gründlich ausspülen. Das ist der „Durstlöscher“, auf den blondiertes Haar kaum verzichten kann.

3. Alle 1–2 Wochen: stärkende Aufbaukur
Bei deutlich geschädigtem Haar kann eine Kur mit proteinartigen Wirkstoffen (z. B. Keratin- oder Seidenbausteine) helfen, die Struktur vorübergehend zu stützen. Wichtig: nicht übertreiben. Zu viel Protein lässt das Haar steif, stumpf und paradox brüchig wirken.

4. Nach Bedarf: Anti-Gelbstich-Pflege
Wird der Blondton mit der Zeit zu warm oder deutlich gelblich, helfen farbpflegende Kuren mit violetten oder blauen Pigmenten. Diese sollten gezielt und sparsam nach Anleitung verwendet werden, damit das Haar nicht ungewollt grau, lilastichig oder stumpf erscheint.

5. Zum Schluss: Leave-in-Pflege als Schutzschicht
Ein leichter Leave-in-Conditioner, ein Spray oder eine Creme sorgt für bessere Kämmbarkeit und legt sich wie ein Puffer zwischen Haar und Alltagsbelastungen (Reibung, Wind, trockene Luft).


Typische Pflegefehler, die blondiertes Haar unnötig stressen

Nicht nur die Wahl der Produkte entscheidet, sondern auch, wie man mit dem Haar umgeht. Was blondiertes Haar besonders oft zusätzlich stresst:

  • Zu heiße Föhnhitze
    Extrem hohe Temperaturen verstärken Trockenheit und Haarbruch. Besser: mittlere Hitze einstellen, Abstand halten und die Föhnzeit möglichst kurz halten. Hitzeschutzprodukte sind hier keine Kür, sondern Pflicht.

  • Zu häufige Protein-Kuren
    Aufbauende Kuren sind kein „je mehr, desto besser“-Werkzeug. Ein Übermaß an proteinartigen Wirkstoffen verschiebt die Balance und macht das Haar starr und bruchanfällig. Die Mischung aus Feuchtigkeit und Aufbau ist entscheidend, nicht die maximale Ladung Protein.

  • Kur bis an den Ansatz ziehen
    Der empfindlichste Bereich bei blondiertem Haar sind in der Regel Längen und Spitzen, nicht der frische Ansatz. Kuren am Ansatz führen schnell zu platt anliegendem, schwerem Haar und im schlimmsten Fall zu einem fettig wirkenden Ansatz.

  • Schlampiges Ausspülen
    Wenn Reste von Kuren im Haar bleiben (sofern es kein Leave-in ist), wirkt es beschwert, stumpf oder schnell strähnig. Ein, zwei Minuten länger ausspülen ist oft der Unterschied zwischen „schön gepflegt“ und „überpflegt“.


Erprobte Tipps, damit Ihr Blond länger gesund wirkt

Mit ein paar Gewohnheiten lässt sich die Wirkung guter Kuren deutlich verstärken:

  • Beim Waschen nicht hetzen
    Kuren sollten nicht „nebenbei“ aufgetragen und direkt wieder ausgespült werden. Die Einwirkzeit ist kein Marketingtrick, sondern nötig, damit die Formulierung an der Haaroberfläche überhaupt etwas ausrichten kann.

  • Lauwarmes Wasser statt heißem Strahl
    Sehr heißes Wasser öffnet die Schuppenschicht zusätzlich und spült Feuchtigkeit schneller heraus. Lauwarm ist verträglicher – gerade bei ohnehin strapazierter Struktur.

  • Nasses Haar als „kritische Phase“ behandeln
    Nasses Haar ist elastischer, aber gleichzeitig verletzlicher. Starkes Rubbeln mit dem Handtuch, Bürsten mit Kraft oder enge Haargummis direkt nach dem Waschen sind Gift. Besser: Wasser sanft ausdrücken, mit einem weichen Handtuch trockenpressen, dann mit einem grobzinkigen Kamm oder einer geeigneten Entwirrbürste starten.

  • Mechanische Reibung minimieren
    Blondierte Längen danken kleine Schutzmaßnahmen: ein lockerer Zopf oder Dutt über Nacht, weiche Haargummis ohne Metall, im Idealfall ein Kopfkissenbezug mit glatter Oberfläche (z. B. Satin), um Reibung und damit Spliss zu reduzieren.

  • Konsequent Spitzen schneiden
    Was einmal gespalten ist, wächst sich nicht wieder „gesund“. Regelmäßiges Nachschneiden entfernt die brüchigsten Bereiche, lässt das Haar optisch voller und gepflegter wirken und verhindert, dass sich Spliss nach oben frisst.


Kurz zusammengefasst

Blondiertes, aufgehelltes oder stark chemisch behandeltes Haar ist dauerhaft anspruchsvoller als unbehandeltes – es braucht deshalb eine geplante, regelmäßige Pflege. Besonders hilfreich sind Feuchtigkeitskuren, reichhaltige Fett- oder Ölkuren, dosiert eingesetzte Aufbaukuren mit proteinartigen Bausteinen sowie farbpflegende Kuren gegen Gelbstich. In Kombination mit schonenden Alltagsroutinen kann das Haar trotz chemischer Behandlung weich, glänzend und vergleichsweise stabil bleiben.


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