In welcher Reihenfolge kommen Maske, Serum und Creme? So bauen Sie Ihre Routine sinnvoll auf
Eine gute Pflegeroutine besteht nicht nur aus „guten“ Produkten, sondern auch aus der richtigen Reihenfolge. Gerade bei Maske, Serum und Creme taucht schnell die Frage auf: Was kommt zuerst – und weshalb überhaupt? Die Reihenfolge entscheidet darüber, ob Wirkstoffe da ankommen, wo sie sollen, oder ob sie buchstäblich an der Oberfläche hängen bleiben. Im Folgenden geht es darum, wie Sie Ihre Produkte logisch aufeinander aufbauen, worauf Sie im Alltag achten können – und welche Fehler Sie sich sparen können.
Warum die Reihenfolge Ihrer Produkte mehr bewirkt, als Sie denken
Im Kern folgt Hautpflege einem einfachen Prinzip: von leicht zu reichhaltig.
Also: zuerst flüssige, dünne Texturen, danach cremige, dichtere Produkte.
- Masken bereiten die Haut vor, pflegen intensiv oder klären – je nach Formulierung.
- Seren enthalten meist hochkonzentrierte Wirkstoffe in sehr leichten Texturen.
- Cremes liefern Fett und Feuchtigkeit und legen sich wie eine schützende Schicht über alles.
Wenn diese Reihenfolge durcheinandergerät, kann die Haut Wirkstoffe schlechter aufnehmen, oder einzelne Produkte nehmen sich gegenseitig den Effekt. Eine reichhaltige Creme etwa bildet oft einen Film auf der Haut – darauf aufgetragenes Serum hat dann kaum noch eine Chance, sinnvoll einzuziehen.
Für die Kombination Maske–Serum–Creme gilt deshalb in den meisten Fällen:
Maske → Serum → Creme
Schritt für Schritt: So ordnen Sie Maske, Serum und Creme in Ihrer Routine
Damit Ihre Routine übersichtlich bleibt, können Sie sich an diesem Ablauf orientieren:
Reinigung
Entfernen Sie Make-up, Schmutz und Sonnenschutz gründlich. Nur auf sauberer Haut können die folgenden Produkte wirklich greifen.
Maske
- Auf die gereinigte, trockene oder leicht feuchte Haut auftragen – je nach Gebrauchsanweisung.
- So lange einwirken lassen, wie angegeben.
- Reste entsprechend der Maske abwaschen, mit einem feuchten Tuch abnehmen oder sanft einarbeiten.
Serum
- Nach der Maske kommt das Serum direkt auf die trockene oder leicht feuchte Haut.
- Einige Tropfen reichen, die Sie sanft einpressen oder verstreichen.
- Kurz einziehen lassen, bevor Sie fortfahren.
Creme
- Zum Schluss eine Creme verwenden, die zu Ihrem Hauttyp passt.
- Sie hält die Feuchtigkeit in der Haut und schließt die vorherigen Pflegeschritte ab.
Morgens folgt danach idealerweise ein Sonnenschutz, abends endet die Routine meist mit der Creme.
Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden
Wo mehrere Produkte ins Spiel kommen, passieren schnell kleine Fehler. Häufig sind es diese:
Maske auf ungewaschener Haut
Liegen noch Talg, Schmutz oder Make-up auf der Haut, können die Inhaltsstoffe schlechter wirken.
Serum nach einer sehr dichten, reichhaltigen Creme
Die Creme kann wie eine Barriere wirken – das Serum „prallt“ quasi ab.
Zu viele intensive Produkte gleichzeitig
Kombiniert man etwa peelende Masken mit stark konzentrierten Seren, kann die Haut schnell überfordert reagieren: Rötungen, Brennen, Trockenheit.
Masken zu oft verwenden
Selbst sehr pflegende Masken sind als Ergänzung gedacht, nicht als täglicher Dauergast in der Routine.
Praxistipps für eine entspannte, wirksame Pflegeroutine
Damit Ihre Pflegeroutine nicht zur Wissenschaft wird, helfen ein paar einfache Leitlinien:
Masken als Extra, nicht als Pflicht
Ein- bis mehrmals pro Woche reicht in der Regel – je nach Bedarf und Verträglichkeit. An den übrigen Tagen genügt Reinigung, Serum und Creme.
An die aktuelle Hautsituation anpassen
Spannt die Haut nach der Maske, greifen Sie eher zu einem beruhigenden Serum und einer etwas reichhaltigeren Creme. Wird sie schnell glänzend, wirkt oft eine leichtere Creme stimmiger.
Abstand bei intensiven Masken
Stark klärende oder peelende Masken besser nicht direkt vor wichtigen Terminen nutzen, sondern mit etwas zeitlichem Abstand, damit sich die Haut beruhigen kann.
Routine reduzieren, wenn die Haut gestresst ist
Bei Rötungen, Brennen oder plötzlicher Empfindlichkeit kann es sinnvoll sein, vorübergehend auf Maske und aktive Seren zu verzichten und sich auf milde Reinigung plus Creme zu beschränken.
Kurz zusammengefasst
Für die Reihenfolge können Sie sich an einer einfachen Struktur orientieren:
Reinigung → Maske → Serum → Creme
So kann die Maske die Haut vorbereiten, das Serum gezielt wirken, und die Creme schließt alles ab. Entscheidend ist, dass Sie Produkte und Häufigkeit an Ihren Hauttyp und Ihre aktuelle Hautverfassung anpassen – und der Haut zwischendurch bewusst Pausen lassen.