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Sollte man vor oder nach der Gesichtsmaske ein Peeling verwenden?

Peeling und Gesichtsmaske: Welche Reihenfolge ist die richtige?

Peeling oder Gesichtsmaske – beides soll die Haut glatter, frischer und ebenmäßiger machen. Die praktische Frage bleibt: Was kommt zuerst? Peeling, dann Maske – oder doch andersherum?

Die Reihenfolge ist keineswegs nebensächlich. Sie beeinflusst, wie gut die Produkte wirken und wie stark Ihre Haut belastet wird. Im Folgenden geht es darum, warum die Abfolge überhaupt eine Rolle spielt, wann ein Peeling vor der Maske sinnvoll ist – und in welchen Situationen Sie besser darauf verzichten.


Warum Peeling und Maske ein ideales Team sein können

Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschüppchen von der Oberfläche – entweder mechanisch durch feine Schleifpartikel oder chemisch, etwa mit Fruchtsäuren oder ähnlichen Wirkstoffen.

Die Haut fühlt sich danach glatter an, wirkt feiner, und Wirkstoffe können teilweise besser an die Hautoberfläche gelangen. Eine Gesichtsmaske setzt an einem anderen Punkt an: Je nach Produkt spendet sie intensiv Feuchtigkeit, wirkt ausgleichend, beruhigt gestresste Haut oder reinigt porentief.

Ist die oberste Hautschicht durch ein Peeling geglättet, kann eine Maske theoretisch gleichmäßiger aufliegen und ihre Inhaltsstoffe besser entfalten. Gleichzeitig ist die Haut nach einem Peeling verletzlicher und reagiert schneller empfindlich. Ob die Kombination funktioniert, hängt daher vom aktuellen Hautzustand, der Art des Peelings und vom Typ der Maske ab – und davon, wie viel Ihre Haut „verträgt“.


In welcher Reihenfolge? So gehen Sie grundsätzlich vor

Als grobe Leitlinie gilt:

Wenn Ihre Haut stabil ist und Sie beide Schritte gut vertragen, kommt das Peeling vor der Gesichtsmaske.

Eine typische Abfolge kann so aussehen:

  1. Gesicht schonend reinigen
  2. Sanftes Peeling anwenden (ohne starkes Reiben oder Rubbeln)
  3. Gesicht mit lauwarmem Wasser abspülen und vorsichtig trocken tupfen
  4. Gesichtsmaske auftragen und nach Anleitung einwirken lassen
  5. Maske gründlich entfernen
  6. Eine passende Abschlusspflege verwenden (z. B. Creme oder Lotion)

Diese Reihenfolge eignet sich vor allem, wenn Sie zu einem milden Peeling greifen und die Maske eher feuchtigkeitsspendend oder beruhigend ist. Kombinieren Sie hingegen sehr „aktive“ oder reizende Produkte, lohnt es sich, genauer hinzuschauen – nicht alles muss in eine einzige Routine gepackt werden.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Problematisch wird es vor allem dann, wenn mehrere starke Reize auf einmal zusammenkommen: etwa ein intensives Peeling direkt vor einer stark klärenden oder austrocknenden Maske. Das kann die Hautbarriere überfordern und sich in Rötungen, Brennen, Spannungsgefühl oder trockenen Schüppchen bemerkbar machen.

Weitere typische Fehler:

  • Zu häufiges Peelen: Für viele Hauttypen ist ein Peeling täglich oder mehrmals pro Woche zu viel.
  • Zu starkes Rubbeln: Grobe Körnchen in Kombination mit Druck können kleine Verletzungen verursachen und die Haut langfristig empfindlicher machen.
  • Peeling trotz gereizter Haut: Bei Rötungen, Sonnenbrand, starkem Spannungsgefühl oder sichtbaren Irritationen ist ein Peeling – vor allem in Kombination mit einer Maske – keine gute Idee.
  • Alles neu auf einmal: Neue Peelings und Masken sollten nicht am selben Tag Premiere haben. Sonst ist im Zweifel kaum nachvollziehbar, welches Produkt Probleme verursacht.

Erprobte Praxistipps für eine hautverträgliche Kombi

  • Langsam starten: Wer Peeling und Maske kombinieren möchte, fährt mit einmal pro Woche oft gut. Reagiert die Haut unauffällig, kann man sich vorsichtig herantasten.
  • Auf Signale achten: Brennen, starkes Ziehen, anhaltende Rötungen oder schuppige Stellen sind Warnzeichen. Dann ist weniger oder etwas anderes gefragt.
  • Milde Produkte bevorzugen: Als Vorbereitung für eine Maske ist ein sanftes Peeling meist sinnvoller als eine sehr intensive Variante mit hoher Säurekonzentration oder harten Körnchen.
  • Kombination mit Bedacht wählen: Nach einem Peeling harmonieren meist beruhigende, feuchtigkeitsspendende oder regenerierende Masken besser als stark austrocknende oder extrem reinigende Formeln.
  • Augenpartie aussparen: Die Haut um die Augen ist dünn und empfindlich. Peelings und Masken gehören in der Regel nicht in diesen Bereich.
  • An UV-Schutz denken: Nach einem Peeling reagiert die Haut empfindlicher auf Sonne. Ein geeigneter Sonnenschutz am Tag ist daher mehr als nur ein „Nice-to-have“.

Kurz zusammengefasst

In vielen Fällen ist die Reihenfolge eindeutig: Erst Peeling, dann Gesichtsmaske – vorausgesetzt, Ihre Haut ist nicht gereizt und die Produkte sind eher mild formuliert. Das Peeling ebnet die Oberfläche, die Maske liefert anschließend gezielte Pflege oder Ausgleich.

Entscheidender als jede allgemeine Regel bleibt aber die Reaktion Ihrer eigenen Haut. Wer auf Übertreibungen verzichtet und Produkte klug kombiniert, erzielt meist bessere und langlebigere Ergebnisse als mit maximaler Reizbelastung.


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