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Sind natürliche Duftstoffe besser oder hautverträglicher als synthetische?

Natürliche vs. synthetische Duftstoffe: Was Ihre Haut wirklich unterscheidet

Viele Pflegeprodukte riechen nach Rosen, Zitronen oder Vanille – nur selten stammt dieser Duft direkt aus der Pflanze. Meist steckt dahinter eine Kombination aus natürlichen und synthetischen Duftstoffen. Im Marketing klingt das oft so: „Natürlich ist besser.“
Für die Haut ist die Sache weniger romantisch.

Im Folgenden geht es darum, wie sich natürliche und synthetische Düfte tatsächlich unterscheiden, was das für empfindliche Haut bedeutet und woran Sie sich beim Einkauf orientieren können.


Wie Düfte in Kosmetik entstehen – und warum das Ihre Haut interessieren sollte

Duftstoffe in Kosmetik kommen grob aus zwei Quellen: aus Pflanzen (häufig in Form ätherischer Öle oder Extrakte) oder aus dem Labor. Chemisch gesehen sind es in beiden Fällen einfach Duftmoleküle. Ihre Haut erkennt nicht, ob ein Molekül ursprünglich aus einer Blüte oder aus einem Reaktor stammt.

Worauf es ankommt:

  • Natürliche Duftstoffe
    stammen meistens aus ätherischen Ölen oder pflanzlichen Extrakten. Sie sind komplexe Gemische und enthalten oft Dutzende bis Hunderte verschiedene Einzelsubstanzen.

  • Synthetische Duftstoffe
    sind in der Regel klar definierte Einzelmoleküle oder gezielt komponierte Mischungen, deren Zusammensetzung sehr genau bekannt ist.

Für die Haut zählt deshalb weniger die Geschichte hinter dem Duft, sondern ganz pragmatisch:

  • Welche Duftstoffe sind konkret enthalten?
  • In welcher Menge?
  • Wie reagiert Ihre Haut grundsätzlich auf Reize?

Sowohl natürliche als auch synthetische Duftstoffe können irritieren oder Allergien auslösen – es gibt keine Herkunft, die automatisch „gut“ oder „schlecht“ ist.


Was hinter der Idee „natürlich ist hautfreundlicher“ wirklich steckt

Die Vorstellung, natürliche Duftstoffe seien sanfter, lebt vor allem von Bildern: Pflanzen, Blüten, „rein“ und „unverfälscht“. Die Haut folgt dieser Logik nicht.

Natürliche Düfte, insbesondere aus ätherischen Ölen, enthalten zahlreiche Stoffe, die als Allergene bekannt sind – etwa bestimmte Duftbausteine in Zitrusölen, Lavendel, Teebaumöl oder anderen Pflanzen. Viele Menschen vertragen diese problemlos. Wer jedoch empfindliche oder bereits vorgeschädigte Haut hat oder zu Allergien neigt, kann auf genau diese „natürlichen“ Komponenten reagieren.

Synthetische Duftstoffe werden dagegen gezielt entwickelt und sind chemisch präzise beschrieben. Das hat Vorteile:

  • bekannte Problemstoffe lassen sich weglassen oder reduzieren
  • Konzentrationen können sehr genau gesteuert werden

Die Kehrseite: Auch synthetische Duftstoffe können reizen oder Allergien auslösen. Allein der Umstand, dass ein Duft im Labor entstanden ist, schützt nicht vor Nebenwirkungen.

Am Ende liegt der Unterschied weniger in der Moral („natürlich“ vs. „künstlich“), sondern in der Zusammensetzung und in der Empfindlichkeit der jeweiligen Haut.


Typische Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden

Rund um Duftstoffe halten sich einige Annahmen hartnäckig:

  • „Natürlich = automatisch verträglich“
    Das trifft nicht zu. Gerade ätherische Öle können stark reizen – besonders bei empfindlicher, trockener oder bereits gereizter Haut.

  • „Synthetisch = immer schädlich“
    Ebenfalls unzutreffend. Es gibt synthetische Duftstoffe mit sehr guter Verträglichkeit – und andere, die häufiger Probleme machen. Ein pauschales Urteil greift zu kurz.

  • „Wenn ich nichts merke, ist alles unproblematisch“
    Nicht zwingend. Manche Kontaktallergien entwickeln sich erst nach längerem, wiederholtem Kontakt. Die Haut kann Monate oder Jahre scheinbar „mitmachen“, bevor sie reagiert.

  • „Unbeduftet“ und „ohne Parfum“ sind dasselbe
    Nicht unbedingt. „Unbeduftet“ bedeutet oft nur, dass kein zusätzlicher Duft zugegeben wurde – Inhaltsstoffe mit Eigengeruch können trotzdem enthalten sein. „Ohne Parfum“ schließt in der Regel zugesetzte Duftmischungen aus, aber die Formulierung auf der Verpackung lohnt immer einen Blick auf die INCI-Liste.


Wie Sie Düfte in Ihrer Pflege klug auswählen

Ein paar pragmatische Leitlinien können die Auswahl erleichtern:

  • Empfindliche oder gereizte Haut
    Hier ist Zurückhaltung sinnvoll. Je weniger zugesetzte Duftstoffe – egal ob natürlich oder synthetisch – desto geringer das Risiko für Reizungen.

  • Blick auf die INCI-Liste
    Duftstoffe finden sich oft unter Sammelbegriffen wie „Parfum“ oder „Fragrance“. Bestimmte Duftallergene müssen einzeln deklariert werden (z. B. Limonene, Linalool, Citral). Wer eine bekannte Allergie hat, kann sie gezielt meiden.

  • Neue Produkte langsam einführen
    Neue Produkte zunächst an einer kleinen Hautstelle testen, etwa an der Innenseite des Unterarms, und ein paar Tage beobachten – besonders bei sensibler oder zu Allergien neigender Haut.

  • Intensive Düfte gezielt einsetzen
    Stark parfümierte Produkte eher dort verwenden, wo die Haut robuster ist (z. B. Körper, Beine), und im Gesicht sparsam mit Duft umgehen oder ganz darauf verzichten.


Kurz zusammengefasst

Natürliche Duftstoffe sind nicht per se besser oder verträglicher als synthetische. Beide können angenehm riechen, beide können reizen oder Allergien auslösen. Ausschlaggebend sind:

  • die konkrete Duftstoffzusammensetzung
  • die eingesetzte Konzentration
  • und die individuelle Empfindlichkeit Ihrer Haut

Wer schnell reagiert oder schon Hautprobleme hat, fährt im Zweifel mit duftstoffarmen oder duftfreien Produkten am sichersten – unabhängig davon, ob der Duft aus der Pflanze oder aus dem Labor kommt.


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