Aufgewachsen auf dem Bauernhof ihrer Großeltern in Nordfrankreich – umgeben von Düften aus Blumen, Heu, Käse und Tieren – entwickelte Caroline Dumur früh ein feines Gespür für Gerüche, das ihre gesamte Karriere prägen sollte. Heute arbeitet sie in Paris, zunächst bei Mane und anschließend bei IFF, wo sie an der Seite ihrer langjährigen Mentorin Anne Flipo zu einer der vielseitigsten Parfümeurinnen ihrer Generation heranwuchs.
Ihr Spektrum reicht von opulenten Gourmand-Düften bis hin zu kühnen, dunklen Kompositionen. Gemeinsam mit Anne Flipo und Bruno Jovanovic schuf sie Pure XS (2017) und Pure XS Night (2019) für Paco Rabanne – zwei maskuline Bestseller. Mit Sweet (2014) und So Sweet (2016) für Lolita Lempicka bewies sie ihr Talent für verführerische Damenparfums. Iris Crush für Jimmy Choo (2020) zeigte eine elegantere, florale Seite ihres Schaffens.
Besonders bemerkenswert ist ihre Arbeit an der Chloé-Nomade-Linie: Nomade Naturelle Eau de Parfum (2022), Nomade Jasmin Naturel (2023) und Nomade Jardin d'Égypte (2025) belegen ihre Fähigkeit, eine Duftfamilie weiterzuentwickeln und dabei eigenständige Charaktere zu schaffen. Mit La Vie est Belle Rose Extraordinaire für Lancôme (2024, gemeinsam mit Anne Flipo und Dominique Ropion) erreichte sie das Premiumsegment.
Parallel dazu pflegt Dumur eine Leidenschaft für natürliche Parfümerie: 106 für Bon Parfumeur (2022) entstand mit über 99 % natürlichen Inhaltsstoffen aus Damaszener-Rose, Davana und Vanille. Für das Pariser Nischenhaus Bastille kreierte sie Demain Promis und Rayon Vert (beide 2020). In ihren eigenen Worten: „Ohne synthetische Stoffe muss man lernen, anders zu formulieren."