Geboren 1969 in Clermont-Ferrand, legte Christophe Laudamiel früh die wissenschaftliche Grundlage für seine spätere Karriere: 1986 gewann er die Französische Chemieolympiade, zwei Jahre später holte er Bronze bei der Internationalen Chemieolympiade in Helsinki. Dieses analytische Fundament wurde zur Basis einer Laufbahn, die Wissenschaft und Kunst untrennbar verbindet.
Bei IFF in New York entwickelte Laudamiel Düfte für die größten Modehäuser der Welt. Gemeinsam mit Carlos Benaïm schuf er 2002 Polo Blue für Ralph Lauren — eine Komposition, die 2003 den FIFI Award als „Fragrance Star of the Year" gewann. Im selben Jahr entstand mit Bruno Jovanovic Fierce für Abercrombie & Fitch, ebenfalls 2002, und 2003 kreierte er mit Olivier Polge Happy Heart für Clinique. Mit Loc Dong folgte 2005 Michael Kors Island, 2007 Amber Absolute für Tom Ford.
Als Mitgründer von The Zoo und Mitgründer von DreamAir in New York entwickelte er seinen eigenen kreativen Kosmos. Für Strangelove NYC entstanden ab 2013 Unisex-Kompositionen wie silencethesea, fallintostars und meltmyheart. Parallel dazu ist Laudamiel als Master Perfumer bei Osmo tätig, wo er KI-gestützte Dufttechnologien erprobt, und war 2019 Chief Perfumer bei BélAir Lab in Tokio.
Sein gesellschaftliches Engagement reicht weit über das Atelier hinaus: Er gründete den Perfume Code of Ethics (über 120 Unterzeichner), ist Präsident der gemeinnützigen Academy of Perfumery and Aromatics und hält 17 Patente für Duftstoffe und -technologien. Das Los Angeles Institute of Art and Olfaction würdigte ihn mit dem Lifetime Achievement Award für seinen Beitrag zur Duftkultur.
Laudamiel betrachtet Parfüm als Kunstform gleichrangig mit Musik und Skulptur und setzt sich für Olfaktorik in Universitäten und Museen ein.