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Jean Patou 1000: In 1000 Versuchen zum zeitlosen Duft

Wer in den Genuss des Damenparfums Jean Patou 1000 kommt, kann es oft nicht glauben, dass das blumig-chypreartige Eau de Parfum schon 1972 lanciert wurde. Eintausend Versuche benötigte Parfümeur Jean Kerlèo angeblich, um den zeitlosen Duft zu kreieren, den wir heute kennen.
Die Kopfnote setzt sich aus Veilchenblättern, Bergamotte und Osmanthus zusammen. In der Herznote treffen Maiglöckchen auf Rosengeranien, Rosen und Jasmin. Eichenmoos, Sandelholz und Patchouli bewegen die Basis und machen Jean Patou 1000 zu einem Parfum mit einer überdurchschnittlichen Haltbarkeit und Sillage.
Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:
Jean Patou machte sich als junger Mann als Designer selbstständig und kreierte neue Mode für neue Frauen. In den 1920er Jahren war alles in Bewegung und die Rolle der Frau veränderte sich komplett. Für eben diese selbstbestimmten, modernen und dennoch sinnlichen Frauen erschuf Jean Patou Mode und Düfte. Die Frau, die Jean Patou 1000 trägt, ist keine, welche sich unscheinbar durch das Leben bewegt. Die Trägerin von Jean Patou 1000 ist bezaubernd, verzaubert mit Leichtigkeit und ist sich ihrer Weiblichkeit absolut bewusst. Wer Jean Patou 1000 trägt, mag sinnliche Düfte, die sich mit einer deutlichen Präsenz zeigen. Obschon die Präsenz so deutlich ist, ist sie nicht aufdringlich, denn das Eau de Parfum ist unglaublich harmonisch, zeitlos elegant und einfach hinreißend.

Ein Mann voller Leidenschaft

Jean Kerlèo wurde 1932 als Sohn eines Bauern in Guiclan geboren. Eigentlich sah seine vorgezeichnete Geschichte ganz anders aus, sollte er doch den Hof der Eltern übernehmen. Doch er setzte sich durch, zog in die Stadt und wurde Parfümeur bei Helena Rubinstein. Dort erhielt er seine erste Auszeichnung, den Prix International du Parfumeur-Créateur. Von 1955 bis 1967 blieb er bei Helena Rubinstein und wechselte dann zu Jean Patou. Dort erschuf er nicht nur Jean Patou 1000, sondern auch andere Düfte wie Ma Liberté, Sublime oder Voyageur.
Doch er kreierte nicht nur herausragende Düfte, er schuf auch das Archiv für Gerüche. In seiner Zeit als Präsident der Société Française verfolgte er dieses Projekt hartnäckig. Obwohl viele Parfümeure und Marken Bedenken hatten, ihre geheimem Rezepturen zu veröffentlichen, setzte er das Archiv gegen alle Widerstände durch. Nachdem Jean Kerlèo in den frühen 1980er Jahren die Reproduktion nicht mehr erhältlicher Düfte von Jean Patou gelungen war, bekam er aus einem Nachlass Parfum-Rezepturen von F.Millot. So ist es dem Parfümeur von Jean Patou 1000 zu verdanken, dass es heute die Osmothèque in Versailles gibt, die selbst wegweisend war für so viele junge Parfümeure.
Andere Eaux de Parfum, die der leidenschaftliche Duft-Designer entwickelte, sind Malgret Tout, Lacoste Eau de Sport oder Emotion. Zu den letzten Duftkreationen gehören Booster und Patou For Ever aus den späten 1990er Jahren. Nach wie vor ist sein Leben bestimmt von feinen Düften, auch wenn er leider keine neuen Eaux de Parfum mehr kreiert. Er nahm sich immer viel Zeit, so dass jeder Duft von ihm, wie Jean Patou 1000, absolute Meisterwerke sind.

Edel und zeitlos

Der Jean Patou 1000 Flakon aus dem Jahr 1972 ehrt gleich zwei Größen seiner Zeit. Zum einen den schon 1968 verstorbenen Designer Luis Süe, der sich nicht nur als Designer einen Namen machte. Luis Süe war auch ein bekannter Maler, Architekt und Dekorateur. Zusammen mit Andre Mare war er maßgeblich an der Compagnie des Arts Français, einem wichtigen Art déco-Möbelhersteller, beteiligt. Er kreierte auch den Flakon des 1931 erschienen Duftes Joy für Jean Patou.
Für das Design des Jean Patou 1000 Flakons wurde auf existierende Entwürfe zurückgegriffen. Lutz Herrmann, Begründer von Lutz Herrmann Design, einem Hamburger Designstudio für Kosmetik-Verpackungen, nahm das Design des großen Luise Süe und setzte es in dem Flakon von Jean Patou 1000 um. Schweres Glas in einer eleganten ovalen Form war der Ursprung, der im Laufe der Zeit zu einem sechseckigen Flakon wurde. Der Verschluss hat sich grundlegend geändert, unterstreicht aber das Besondere von Jean Patou 1000.

Modern und zeitlos

Welche Kampagne man 1972 für Jean Patou 1000 einsetzte, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Doch das Gesicht der Kampagne dürfte eine aufregende Schönheit gewesen sein, die sich nicht hinter einem Helden versteckt, sondern die Dinge selbst in die Hand nimmt. Denn das war stets der Grundgedanke hinter der Mode und den Düften von Jean Patou.
Mit gerade einmal 22 Jahren eröffnete Jean Patou sein Designstudio und erschuf Mode für die moderne Frau, deren Rolle sich in den Goldenen Zwanzigern grundlegend änderte. Frauen gingen alleine zu Tanzveranstaltungen, sagten offen, was sie wollten, und selbst ein Kuss in der Öffentlichkeit war nur noch ein kleiner Skandal. Jean Patou mochte schnelle Autos, Luxus, seltene Bücher und feine Materialien. Er ging gerne Risiken ein, im Casino ebenso wie im Geschäftsleben. So ist die Geschichte von Jean Patou und seinen Designs eine Liebesgeschichte voller Frauen, Blumen, Kleider und Parfums. Seine Mode machte es möglich, dass Frauen sportlich und chic zugleich sein konnten, ohne ihre Weiblichkeit dabei auf der Strecke zu lassen.
Sowohl in seiner Mode als auch in seinen Parfums war Jean Patou ein Pionier. "Evolution, nicht die Revolution, ist mein Motto" war der Leitspruch des Designers, der dennoch eine großartige Revolution in der Welt des Designs anschob. Er kleidete die Damen seiner Zeit erstmals in gerade, sportliche Linien, denn die Trägerin von Patou ist keine, die ungesehen durch die Welt geht. Auch heute noch ist die Trägerin von Jean Patou 1000 eine, die sich ihrer Selbst bewusst ist, die ihre Weiblichkeit als Stärke sieht, gerne damit spielt und sich selbstbewusst inszeniert, ganz gleich, wo sie ist.