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Marni Marni: Der Damenduft aus ätherischen Gewürze und hellen Hölzern

Marni ist der Duft des gleichnamigen italienischen Modelabels, das von Consuelo Castiglioni geführt wird. Um es vorwegzusagen – die Duftnote ist überraschend, da der vielleicht missverständlich mädchenhaft empfundene Flakon auf einen anderes Aroma schließen lässt. Marni ist erwachsen, exotisch und abstrakt und lässt die üblichen Eigenschaften von Düften, blumig, süß oder fruchtig, komplett außen vor. Allein diese Tatsache macht es so interessant.
Schon die Kopfnote beginnt in den ersten Sekunden ungewohnt mit einer Note, die etwas an Franzbranntwein erinnert, einer Alkohollösung mit Menthol, Fichte, Kampfer und weiteren Kräutern. Dieser erste Eindruck entsteht durch Pfeffer, rosa Pfeffer, Ingwer und Bergamotte und wird als zitrisch-pfeffrig beschrieben. Die Herznote öffnet sich mit Zimtrinde, Kardamom und Rose, wobei sich die Rose dezent im Hintergrund hält und zusammen mit den würzigen, trockenen Noten einen Hauch von exotischen, botanischen Garten einbringt. Die Basis hat eine holzig-erdige, etwas rauchige Note, die durch die Verschmelzung von Vetiver, Zedernholz, Patchouli und Weihrauch entsteht. Sie wird auch als ledrig, herb und angenehm kühl empfunden.
Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:
Eine tiefe aber nicht schwere, orientalisch, aber nicht süße Duftnote, die überrascht und neugierig macht. Marni bietet zu jeder Jahreszeit eine passende Facette. Der Duft ist trotz seiner prävalenten Essenzen zurückhaltend und legt sich wie ein Hauch von Seide um seine Trägerin.

Star-Parfumeurin Daniela Andrier kreierte Marni Marni

Daniela Andrier komponierte den Duft Marni für das Modeunternehmen Marni. Die aus Heidelberg stammende Parfumeurin lernte ihr Handwerk in Grasse, der Parfumhochburg Frankreichs. Dort gibt es spezialisierte Schulen, die Parfumeure ausbilden. Teilweise sind sie den Universitäten angeschlossen.
Daniela Andrier erinnert sich in einem Interview an die Düfte ihrer Kindheit. An den lieblichen Parfumduft der Au-Pair Mädchen, die in ihrem Elternhaus wohnten und an den Duft von Äpfeln, die mit Zitronensaft beträufelt wurden, und den Wohlgeruch, mit dem der aus ihnen gebackene Apfelkuchen das Haus erfüllte. Selbst auf Konzerten, die sie mit ihrem Vater zusammen besuchte, erkannte sie die Mitbesucher an ihren Parfums. Sie sagt, die Düfte von damals hätten noch starke Identitäten gehabt und das es nicht schwer war, Leute an ihren Parfums zu erkennen. Heute würden sich die Düfte immer mehr ähneln.
Als sie 15 Jahre alt war, entschied sich ihr Vater dazu, nach Paris zu ziehen. Dort besuchte Andrier eine Parfumeurschule, was ihr in Deutschland nicht möglich gewesen wäre. Damals saß sie mit sechs weiteren Schülern an einem Tisch und lernte olfaktorisch zwischen Veilchen, Jasmin und Lavendel zu unterscheiden. Am Ende ihrer Ausbildung konnte sie aus einer Duftnote fünfzehn ihrer Bestandteile unterscheiden und erkannte deren Dosierung mit der Nase. So begann Andriers Karriere.
Wenn sie heute einen Duft kreiert, geht sie dabei vor wie ein Musiker bei der Komposition eines Musikstücks. Sie habe die Rohstoffe im Kopf wie "alte Freunde" sagt Daniela Andrier und schreibe die Bausteine und Dosierungen auf, wie ein Musiker Noten aufschreibt. Wenn die Formel fertig ist, übergibt sie diese ihrer Assistentin, die daraus den Duft anfertigt und ihn an die Parfumeurin zum Testen gibt. Für Marni sollte sie einen Duft kreieren, der unkonventionell, widersprüchlich und abstrakt sein sollte. Sie erfüllte ihre Vorgaben mit Bravour.

Flakon von Marni erinnert an die grafischen Muster des Modelabels

Der solide Glasflakon von Marni wirkt durch seine weißen Pünktchen unschuldig und mädchenhaft. Das gleiche Etikett, welches die Kleidermodelle der Marke auszeichnet, klebt auch auf dem Glasflakon. Das Behältnis lässt beim ersten Eindruck einen anderen Duft erwarten, als den exzentrischen, charakterstarken, der sich in seinem Inneren befindet.
Consuelo Castiglioni wollte mit diesem Design an die labeltypischen grafischen Muster ihrer Mode anlehnen und wählte den Flakon nach einer Vorlage aus, die sie einst auf einem New Yorker Straßenmarkt erwarb. Die rote Verschlusskappe bringt etwas Dramatik in die optische Wirkung des Flakons. Durch sie ergibt sich auch ein Spiel mit den Proportionen, das auch in der Mode von Marni eine wichtige Rolle spielt.
Das italienische Fashionlabel wollte einen traditionellen Flakon für seinen Duft, der die Zeit überdauert und keinen, der nur eine Saison lang aktuell ist. Der Duftbehälter reflektiert das Konzept von Marni, der Modemarke, die bekannt ist für seine grafischen Muster und dem Spiel mit den Proportionen. Aus dieser Sicht ein gelungenes Design einer Verpackung, die den Stil der Mode seiner Marke widerspiegelt.

Brasilien-Model Raquel Zimmermann ist das Gesicht von Marni Marni

Marni engagierte für das Werbeplakat seines Duftes Marni das brasilianische Fotomodell Raquel Zimmermann. Die Schöne arbeitete schon für Gucci und Christian Dior und war auf vielen Titelseiten der Vogue und Elle zu sehen.
Für Marni wurde sie in einer wie zufällig zustande gekommenen Pose fotografiert. Helle Haarsträhnen fallen ihr in das ungeschminkt wirkende, mädchenhafte Gesicht. Sie schaut direkt in die Kamera. Ihre Ausstrahlung ist von Unschuld und Natürlichkeit geprägt. Im Vordergrund der Schwarz-Weiß Aufnahme der Flakon von Marni. Consuelo Castiglioni entschied sich für die natürliche, unschuldige Ausstrahlung des Werbeplakates, um den unkonventionellen Charakter des Duftes hervorzuheben. Das Bild drückt daneben eine Freiheit und Unschuld aus, die dem Duft entgegenkommt.
Die Kreation der Modemarke Marni ist ein Ensemble an widersprüchlichen Düften. Er lässt sich nicht so einfach einordnen oder in eine bestimmte Schublade stecken. Auch der Flakon signalisiert Missverständliches, um bei näherer Betrachtung seinen wahren Wert zu offenbaren. Consuelo Castiglioni legte bei der Entscheidung, in welche Richtung die Werbekampagne zielen sollte, großen Wert darauf, den offenen und authentischen Charakter und die unverwechselbare Ästhetik des Duftes zu präsentieren. Der spielerische Charme ihrer Mode wurde bei der Kreation des Flakons aufgenommen.
Marni schloss sich vor einigen Jahren mit dem weltweit führenden Hersteller und Vermarkter von Kosmetik- und Parfümprodukten Estée Lauder zusammen. Der große Konzern sieht in Consuelo Castiglioni eine Modekünstlerin, die mit jeder Kreation ein kleines Kunstwerk erschafft. Sie bringe die Modewelt zum Strahlen, sagt Veronique Gabai-Pinsky, Global Brand Präsidentin von Aramis, eines weiteren Zweiges des Estée Lauder Stammes. Castiglioni verstehe es in ihrer Mode Individualität zum Ausdruck zu bringen und spräche weltweit trendbewusste und anspruchsvolle Kunden an. Mit Düften wie Marni erobert sich das italienische Fashionunternehmen gerade die Welt der Düfte.
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