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Moschino Forever - männlich, würzig und vor allem frisch

Man hat ja eine ziemlich genaue Vorstellung, wie ein Herrenduft zu sein hat. Holzige Note soll er haben, eine gewisse Würze beinhalten und auch Moschus gehört irgendwie dazu. So gesehen entspricht Moschino Forever ziemlich genau den üblichen, doch recht klischeehaften Vorstellungen. Gleichzeitig aber konterkariert der Duft diese auch, indem sich eine geradezu jugendliche Frische hinzugesellt. Es ist denn auch diese beschwingte Frische, die der gesamten Komposition einen besonderen Charme verleiht und sie aus der Masse deutlich herausragen lässt.
Die Kopfnote bringt mit Bergamotte und Kumquat sofort zitrische und fruchtige Noten ins Spiel, die wiederum mit Sternanis abgerundet werden. In der Herznote entfalten sich dann die unumgänglichen würzigen Anteile. Schwarzer Pfeffer und Muskatellersalbei treffen hier auf die Aromen der Tonkabohne. Die Basisnote schließlich legt mit holzigen Anklängen die Grundlage, kombiniert Moschus, Sandelholz und Vetiver.
Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:
Im Ergebnis entsteht ein ungemein verführerischer, ausgesprochen männlicher, kraftvoller Herrenduft, der seiner angenehmen Frische wegen aber auch so etwas wie jugendliche Heiterkeit verbreitet. Ob da das Kind im Manne ironisch verarbeitet worden ist? Wie auch immer: Ein gewisser ironischer Ansatz gehört zweifellos zu diesem wunderbaren Duft. Klar, dass auch das dann eine formidable Reverenz an eine souveräne Männlichkeit ist. Denn Selbstironie wirkt bekanntlich nicht nur auf Frauen besonders attraktiv.
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Moschino Forever positiv
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5 von 5 Sternen — basierend auf 1 Kundenmeinungen

Kommentar von vom
Wahnsin
Endlich mal ein Duft der auch mir gefällt. Ich bin sehr angetan von de Duft. Nicht zu her oder schwer. Trage ihn auch im Büro.

Eine Frau kreierte die frische Männlichkeit von Moschino Forever

Wie gesagt: Ironie spielt beim Herrenduft Moschino Forever und dem dazugehörigen Flakon eine nicht zu unterschätzende Rolle. Da passt es natürlich wie die Faust aufs Auge, dass er von einer Frau kreiert wurde. Nathalie Lorson ist freilich nicht irgendeine Parfümeurin, sondern eine der weltweit gefragtesten und erfolgreichsten. Das Handwerk wurde ihr gewissermaßen mit in die Wiege gelegt. Ihr Vater war nämlich als Chemiker für den französischen Parfum-Giganten Roure Bertrand Dupont tätig. Man kann deshalb getrost davon ausgehen, dass sie schon als Kind jede Menge Erfahrungen in Sachen Düfte machen konnte. Gleich nach Abschluss der Schule im Jahr 1980 begann Lorson folglich eine Ausbildung zur Parfümeurin bei Roure Bertrand Dupont.
Unglaublich schnell hat sie sich im Anschluss einen Namen gemacht. Zu ihren Kreationen gehören Düfte wie Amazing Lang Lang for Her, Amor Amor Forbidden Kiss, Bentley for Men Intense, Black Opium, Blugirl - Jus de Fleurs, Cool Water Deep, Givenchy Gentleman, Jean Reno Loves You oder auch Sélection de Mémoires - Esprit de Gingembre pour Femme und Swiss Army for Her Eau Florale.
Auffällig ist, dass Nathalie Lorson immer wieder für Düfte von Stars wie Kate Moss und Isabella Rossellini verantwortlich zeichnet. Diese wissen die sehr experimentierfreudige Kreativität der Französin offenbar in besonderem Maße zu schätzen. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie nun für Firmenich, einen weiteren französischen Parfum-Riesen. Für ihn hat sie unter vielen anderen auch Carbon de Balmain und Dita von Teese by Dita von Teese geschaffen. Beide kamen beim Publikum mindestens ebenso gut an wie Moschino Forever.

Der Flakon: Protzig, aber nicht unbedingt ernst gemeint

Apropos Selbstironie: Der Flakon des Männerduftes Moschino Forever spielt förmlich mit prahlerischen Versatzstücken einer aufgesetzten Männlichkeit. Das gesamte Design scheint nichts anderes zu sein als in Form gegossenes Testosteron. Als massiver, rechteckiger Brocken präsentiert sich das Glasgefäß, gerade so, als wäre er eben erst mit reichlich Muskelkraft und ganz viel Präzision aus einem Stein gehauen worden. Die eigentliche Duftflüssigkeit schimmert in der integrierten Kammer golden, der Aufdruck Moschino Forever erinnert verdammt an ein Branding.
Am Auffälligsten aber ist sicherlich der am Verschluss sitzende Schriftzug Moschino, der so wirkt wie jene überdimensionierten Namenszüge, die Gangster, Rapper und Gangsterrapper gerne mal als Kette um den Hals tragen. Protziger geht es kaum noch. Man kann folglich nur zu dem Schluss kommen, dass das nicht ernst gemeint sein kann. Die Ironisierung protziger Männlichkeit ist gewissermaßen augenscheinlich geworden. Wer sich diesen Flakon offen ins Bad stellt, braucht definitiv jede Menge Selbstbewusstsein. Auch das zeugt ja bekanntlich von attraktiver und anziehender Souveränität.

Starfotograf Alasdair McLellan liefert die Bilder zur Werbekampagne

Wenn einer etwas von wahrer Männlichkeit versteht, dann ist es zweifellos der britische Fotograf Alasdair McLellan. 2013 brachte er mit dem Fotobildband "Ultimate Clothing Company" ein Buch auf den Markt, das sich explizit mit den Aspekten des modernen britischen Mannes auseinandersetzt. Da war der Herrenduft Moschino Forever zwar schon zwei Jahre auf dem Markt, die Fotos, die McLellan freilich für die Kampagne geschossen hat, hätten jedoch auch perfekt in sein Buch gepasst.
Im Mittelpunkt der Kampagne stand der englische Singer-Songwriter Josh Beech, der als Model zwischenzeitlich für Givenchy, Burberry, Valentino, John Galliano oder auch Tommy Hilfiger gearbeitet hat. Mit seinem Gesicht schmückte er im Übrigen auch die Vogue Hommes International. Auch Alasdair McLellan muss es vor allem sein Gesicht angetan haben. Seine kantig-jugendliche Anmutung setzt der Fotograf für Moschino Forever geradezu perfekt in Szene. Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Fotos zeigen Beech mit nackten, aber nur angeschnittenen Oberkörper, wie er mehr oder weniger direkt in die Kamera blickt. Den überwiegenden Teil der späteren Anzeigenmotive nimmt aber der Schriftzug Moschino ein. Beech wurde an den rechten Rand verbannt. Auch der TV- und Kinospot, der zur Markteinführung von Moschino Forever lief, ist im Grunde nichts anderes als ein abgefilmtes Foto.
McLellan dürfte vor allem im Sinn gehabt haben, jugendliche, moderne Männlichkeit zu inszenieren. Das ist ihm definitiv gelungen. Josh Beech hat sich übrigens längst auch als Musiker einen Namen gemacht. Er ist hauptsächlich in den Bereichen Folk und Indie Rock unterwegs. Gerne zeigt er sich dabei mit T-Shirt und Gitarre - und das wiederum ist nun mal eine zeitlose Kombination, in der sich jede Menge Männlichkeit ausdrückt. Ach ja: Musiker wirken ja auf das weibliche Geschlecht ebenfalls besonders anziehend.