Seine Ausbildung absolvierte Christopher Sheldrake in Grasse, dem historischen Zentrum der Parfümerie, wo er ein tiefes Verständnis natürlicher Rohstoffe entwickelte. Dieses Fundament aus Handwerk und botanischem Wissen trägt der britische Parfümeur, der heute in Paris lebt, durch seine gesamte kreative Laufbahn.
Den entscheidenden Schritt in seiner Karriere machte Sheldrake 1992, als er gemeinsam mit Pierre Bourdon für Serge Lutens und Shiseido Féminité du Bois schuf – ein Duft, der die Nische des modernen Unisex-Parfüms mitbegründete. Seitdem komponierte er nahezu die gesamte Serge-Lutens-Kollektion: von Ambre Sultan (1993) und Tubéreuse Criminelle (1999) über Chergui (2001) und Borneo 1834 (2005) bis hin zu Santal Majuscule (2012) und La Fille de Berlin (2013).
Parallel dazu arbeitete Sheldrake als Forschungs- und Entwicklungsleiter bei Chanel, wo er gemeinsam mit Jacques Polge Les Exclusifs de Chanel Coromandel (2007), Sycomore (2008) und Coco Noir (2012) entwickelte. Später arbeitete er dort auch mit Olivier Polge zusammen.
Sheldrake engagiert sich weit über das Atelier hinaus: Er ist Gründungsmitglied der S.I.P.C. (Société Internationale des Parfumeurs Créateurs), Vizepräsident der Osmothèque und Präsident der S.A.O. (Société d'Olfaction). Seit 2025 kreiert er außerdem für das neue Haus Spoturno, darunter Spoturno 1921, Alphée, Barbicaja und L'Âme du Phénix.