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Warm und kalt, hart und weich

Serge Lutens Laine de Verre ist Teil der Les Eaux Kollektion. Wie schon L'Eau Froide und L'Eau Serge Lutens handelt es sich um ein Unisexparfum. Alle Düfte können auch miteinander kombiniert werden.
Lutens inszeniert bei Laine de Verre Gegensätzlichkeit und Zusammenspiel zwischen warm und kalt, männlich und weiblich und hart und weich. Laine de Verre ist das französische Wort für Glaswolle. Der Name lässt sich auch als Wortspiel interpretieren. Glas als kalten, harten Stoff und Wolle als weiches und warmes Gegenstück. Bei der Kreation von Laine de Verre ließen Lutens und Sheldrake auf die klassische Duftpyramide aus Kopf-, Herz- und Basisnote außer Acht. Der Duft zeichnet sich durch die Noten von Zitrus und Aldehyde aus, die auf die warmen Akkorde von maskulinen Moschus und Cashmeran treffen. Der Duft wirkt sehr dezent und frisch.
Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:
Serge Lutens selbst beschrieb seinen Duft mit einer Art beschriebenen Inszenierung, in welcher sich der Herr des Glases der Gebieterin der Wolle unterwirft und ihr Blumen zu Füßen legt, die durch seine Berührung vereisen. Die Betonung liegt bei Serge Lutens Laine de Verre auf der Vereinigung der Gegensätze. Die metallische Frische, die in warme Duftnoten übergeht, ist wie der Wechsel vom Winter in den Frühling.
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Kommentar von vom
Eine der besten Entscheidungen in Sachen Duft
Jeder, der ein Parfüm benutzen möchte, welches nicht von jedem Teen genutzt wird, sollte darauf zurück greifen. Zudem lassen sich alle Düfte zusammen nutzen so, dass man auch wieder einen ganz individuellen Duft hat.

Der Meister der Düfte: Christopher Sheldrake und Serge Lutens

Der Brite Christopher Sheldrake kreierte gemeinsam mit Lutens den Unisexduft Serge Lutens Laine de Verre. Er ist neben seiner Arbeit für Serge Lutens unter anderem auch für Chanel tätig. Für ihn ist das Kreieren von Parfums eine Kunst und eine Art Schöpfung. Allerdings seien nicht alle Parfümeure für ihn auch Künstler. Sheldrake wollte laut eigener Aussage ursprünglich Architekt werden, entschied sich dann jedoch für die Welt der Düfte. Inzwischen hat er einen unglaublich großen Schatz an Kunst und Schöpfung vorzuweisen. Zu seinen Kreationen gehören Düfte von Avon, Le Monde, Rochas, Scents of Time, Shiseido und Space NK. Serge Lutens und Christopher Sheldrake arbeiteten bereits bei 65 Düften zusammen.
Serge Lutens wurde 1942 in Lille, Nordfrankreich geboren. Schon zu Schulzeiten sagt man ihm nach, dass er ein Träumer sei. Nachdem er mit 14 Jahren anfing, in einem Friseursalon zu arbeiten und mit 18 dem Kriegsdienst in Algerien durch Untauglichkeit entging, verschlug es ihn nach Paris. Lutens beriet dort die Vogue, Elle, Jardin des Modes und Harper's Bazaar und stellte sein Können in Sachen Make-up-Beratung und Fotografie unter Beweis. Jahre später wandte sich Christian Dior an ihn, der Lutens künstlerisches Auge bei seiner Make-up-Linie in Anspruch nimmt. In den folgenden Jahren reiste Lutens viel, drehte einen Kurzfilm und kreierte Düfte für Shiseido. Seit 2000 besteht nun seine eigene preisgekrönte Marke Serge Lutens.
Lutens stellt die Trennung von Herren- und Damendüften infrage. Er begründet es damit, dass es um die Sinnlichkeit ginge. Der Fokus aber solle darauf gelegt werden, was Geschlechter verbindet und nicht darauf, was sie trennt. Über die Zusammenarbeit mit Sheldrake, sagt Lutens, Sheldrake sei der Techniker und er selbst habe den Instinkt, der jenseits des Bewusstseins den Zufall hereinkommen ließe.

Ein Flakon wie der Duft: Voll von Gegensätzen

Serge Lutens beschreibt seine Kreation als einen Kristall. Ob er sich dabei ganz auf das Parfum oder auch auf den puristisch angehauchten Flakon bezieht, bleibt offen.
Der Flakon von Serge Lutens Laine de Verre ist rechteckig und ist länglich in die Höhe gezogen. Der runde, silberne Verschluss steht im Kontrast zur eckigen Form und rundet die Optik ab. Das Etikett von Serge Lutens Laine de Verre ist farblich ebenfalls wieder kontrastreich gehalten: In Schwarz und Weiß. Die Lettern sind grafisch angeordnet, sie bilden verschiedene Formen, die einzeln und für sich betrachtet werden, als gehörten sie nicht als ein Wort zusammen.
Die Farbkomposition wirkt kühl und strahlt eine Distanz aus. Es wirkt klassisch und progressiv zugleich. Minimalistisch und dennoch auffällig. Alles an diesem Flakon scheint die Gegensätze zu verdeutlichen, die in Serge Lutens Laine de Verre miteinander verbunden werden. Doch auch mit all diesen Gegensätzen wirkt das Bild harmonisch und ausgeglichen.

Der Herr des Glases und die Gebieterin der Wolle

Eine Inszenierung nennt Serge Lutens Laine de Verre. Der Winter ergreift Besitz vom Herrn des Glases, der sich daraufhin unterwirft. Er legt Blumen und Farne vor der Gebieterin der Wolle nieder und vereist diese Gaben mit seiner Berührung.
Lutens spricht davon, dass sich das sich Laine de Verre von vorherrschenden Überzeugungen frei macht. Es solle erschüttern und zugleich beleben. Es solle Türen öffnen. Serge Lutens Laine de Verre soll anders sein als andere Parfums. Eine Art Anti-Parfum, wie er es bereits über L'Eau sagte, den ersten Duft seiner Les Eaux Kollektion. Serge Lutens Laine de Verre soll wie die anderen Düfte der Les Eaux-Familie ein klares Statement setzen. Mit seiner minimalistischen Leichtigkeit bleibt es der Linie treu, die laut Lutens eine Reaktion auf die überparfümierte Welt darstellt. Ein sehr auffälliges Statement ist die Neutralität oder eher das ineinander Verschwimmen der beiden Geschlechterrollen.
Bei der Kreation stand Lutens der Parfümeur Christopher Sheldrake zur Seite. Dieser empfindet Duftakkorde als typisch männlich oder typisch weiblich, auch wenn er selbst darin ein Klischee sieht. In den Düften der Les Eaux Kollektion sollen diese Duftakkorde nun also vereint werden und sich "von vorherrschenden Überzeugen" frei machen. Das Parfum soll unabhängig von den jeweiligen Geschlechterrollen sein und neue Welten eröffnen. Die Vereinigung von männlich und weiblich wird gekrönt von dem Namen Laine de Verre, Glaswolle. Das kalte Glas steht dabei für den "Herr des Glases", der der "Gebieterin der Wolle" unterliegt und sie mit Blumen beschenkt. Auch hier ist der Gedanke wieder naheliegend, dass Serge Lutens Laine de Verre sich auf den Wechsel der Jahreszeiten Winter und Frühling bezieht.