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Der Duft

Das Odeur Guerlain Chamade stammt aus dem Jahre 1968. Die Zeit der friedlichen Revolution unter dem Motto "Make love not war" ist in Chamade einmalig manifestiert und für die Ewigkeit festgehalten. Die Kreation ist Hingabe zum Aufsprühen. Der blumige und würzige Duft hält sehr lang. Währenddessen macht er eine spannende Entwickelung durch.
In der Spitze sorgen Bergamotte, Aldehyde, Hyazinthe, Jasmin, Aldehyde und Rose für eine frische, aber samtige Note. Zu den puderigen, angenehmen Aromen gesellt sich ein Herz aus Galbanum, Maiglöckchen, Flieder und Gewürznelke. Alle Essenzen gehören den dunklen, eher kühlen Farben an. Die würzige Nelke bringt Schwung in das samtig glatte Dufterlebnis. Dabei fungiert sie als gelungener Übergang zu den wärmeren Aromen, die zum Ende aufwarten. Eine Basis aus Perubalsam, wärmendem Sandelholz, Benzoe, Amber, Vetiver, Tolubalsam und süßlicher Vanille lässt die kühnste Seele letztlich vor der Sinnlichkeit und Wärme des Odeurs kapitulieren. Die Inhaltsstoffe verraten bereits den orientalischen Touch von Chamade. Kopf und Herz sind aufregend eigensinnig, kantig und doch sanft wie Samt.
Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:
Guerlain hat es geschafft, seine Inspiration, das Trommelsignal für den Rückzug nach einer Schlacht unter Napoleon, für die Nase nachzuahmen. Erst die kühle, rationale Entscheidung und dann gipfelt der Duft dank seiner Fußnote in dem Gefühl der Erleichterung und puren Hingabe. Insgesamt riecht Chamade frisch und intensiv. Diese Schöpfung ist nichts für zartbesaitete Frauen, sondern ein ausdrucksvoller Begleiter für die Dame, die weiß, was sie möchte und nicht scheut, es sich zu nehmen.

Der Parfumeur

Guerlain Chamade hat eine lange Historie: Im Jahre 1828 begann die Geschichte des erfolgreichen französischen Familienunternehmens, das heute als exklusiver Hersteller unter der LVMH neben anderen Luxusmarken weiterlebt. Pierre-Francois Pascal Guerlain hat in Paris in der 42 Rue de Rivoli sein erstes Parfumgeschäft gegründet. Dabei ist er selber auch der Parfumeur. Die Marke Guerlain mausert sich zu einem der weltweit größten Hersteller von Parfum, Hautpflegeprodukten und Schminke.
Der Höhepunkt von Pierre-Francoise´s Karriere und Durchbruch für die Marke als Luxusgut war 1853. Er kreierte mit seiner feinen Nase einen erlesenen Duft für Napoleon III und seine Frau. Passend zur damaligen Zeit und politischen Ära nannte er ihn "Impériale". Nach diesem Auftrag folgten weitere, unter anderem aus dem englischen und spanischen Königshaus. Seine zwei Söhne führten das Unternehmen in seinem Sinne weiter. In der vierten Generation des Familienunternehmens Guerlain war Jean-Paul Guerlain der Parfumeur des Hauses. Er ist gleichzeitig der letzte Meisterparfümeur. Während seiner Tätigkeit schuf Jean-Paul acht nemenhafte und bis heute bekannt und beliebte Düfte.
Einer von ihnen ist Chamade. Die Inspirationen für seine Parfums waren stets geprägt von Klasse und internationaler Brisanz. Der vorherige Duft orientierte sich an "Der kleine Prinz" von Antoine de St-Exupéry. Jean-Paul verkaufte 1994 Guerlain an LVMH. Er blieb aber bis 2002 zuständiger Parfumeur für die Marke Guerlain. Danach folgte eine Zeit als riechender Berater im alten Familienunternehmen.

Der Flakon

Der Duft Chamade ist eine Ehrerbietung für den Roman La Chamade, geschrieben von Francoise Sagan. Doch ist er auch der Versuch, einen Duft zu kreieren, der die völlige Hingabe für die Liebe und die Leidenschaft beschreibt. Dieser Versuch ist dem Haus Guerlain nicht nur beim Duft gelungen, sondern auch beim Design des Flakons.
Das gläserne Behältnis ist ein auf dem Kopf stehendes Herz. Allerdings nicht kitschig rund, sondern ganz ladylike dezent und mit Relief gearbeitet. Das Habitat der Flasche erinnert an ein Kristallglas oder eine Barflasche. Das laute und wilde Wässerchen ist dank seiner Gold-gelben Farbe hervorragend zu sehen. Die Flasche rahmt es im Inneren des Herzens quasi ein. Der Anblick dieses goldenen Herzens ist bezaubernd. Für Sammler und Liebhaber ist dieser Flakon ein Muss.
Der Deckel ist nicht weniger spektakulär. Ein aus Glas geformter Tropfen fungiert als Verschluss. Er wird nicht gedreht, sondern gesteckt. Diese Tatsache lässt das Kunstwerk noch hochwertiger und nostalgischer erscheinen. Auf dem Tropfen ist die Aufschrift Chamade zu lesen. Die Verjüngung für den Deckel sieht aus wie ein Teil eines Pfeils. Zusammen mit dem tropfenförmigen Deckel zeigt der Flakon ein Herz, das von Amors Pfeil durchstoßen ist. Es hat eine völlige Verschmelzung stattgefunden. Eine hervorragende Symbolik für die kompromisslose Hingabe zur Liebe.

Die Werbung

Für den Werbespot aus dem Erscheinungsjahr 1968 kommt kein tosender Trommelwirbel einer Militärkapelle zum Einsatz, sondern der aufregende Tag der modernen Frau. Die Sekunden sind erfrischend authentisch. Die Dame im Spot spiegelt die Kühnheit und Distanz der dunkleren Töne von Herz und Kopfnote als viel beschäftigte Businessfrau treffend wider. Ebenso gekonnt und für die damalige Zeit aufwendig ist der Übergang zur Sinnlichkeit.
In dem 34 Sekunden langen, schwarz-weißen Werbefilm ist ein Flugzeug zu sehen, das mit großem Getöse der Triebwerke durch das Bild rauscht. Eine feine Dame steigt die Flugzeugtreppe hinab um sich zu einem schmucken Cabrio zu begeben. Die Frau ist in Hose, Blazer und Hut gekleidet, alles in strahlendem Weiß. Im Bild erscheint ein großer Wolkenkratzer als Übergang zur Szene, bei der die Geschäftsfrau den Hörer ihres Telefons an ihrem Schreibtisch abnimmt und wieder auflegt.
Der herzförmige Flakon wird auf Hüfthöhe der Dame in einer neuen Szene eingeblendet. Sie berührt in sanft mit ihren Händen und dreht das Fläschchen leicht. Sie öffnet den Deckel, und es strömt ihr der Duft von Guerlain Chamade entgegen. Voller Inbrunst atmet sie jedes Molekül ein. Der Schriftzug Chamade, aus dem Flakon emporgestiegen, umschwirrt bildlich ihren Kopf. Während des Reckens und Einatmens bedient sich der Regisseur einer neuen Technik. Aus der bekleideten Frau wird eine Schönheit, nackt, wie Gott sie schuf. Das blonde Haar offen und wallend über der Schulter, reckt sie sich voller Wonne in dem Geruch von Chamade. Besser könnte völlige Hingabe nicht dargestellt werden.
Zum Ende sind der Flakon und der Name rechts unten im Bild eingeblendet. Der kleine Film vergangener Tage ist zweifellos zeitlos. Die Eleganz und Vielseitigkeit des weiblichen Geschlechts kommt nie aus der Mode. Ebenso wie der Duft. Sinnlichkeit und Hingabe nach getaner Arbeit, Loslassen können und nicht immer stark sein zu müssen sind heute noch zentrale Themen. Chamade macht auf olfaktorische Weise Mut dazu, Ecken und Kanten zu zeigen und gleichzeitig leidenschaftlich feminin sein zu dürfen.