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Guerlain Jicky: Eer geheimnisvolle Duft aus der Vergangenheit

Guerlain Jicky ist ein ganz besonderer Duft. Es ist das älteste Parfum in kontinuierlicher Produktion und erschien erstmals im Jahre 1889. Die würzig-animalische Unisex Duftnote wurde entweder nach einer Frau, die Aimé Guerlain in England gekannt hat, oder nach dem Spitznamen seines Neffen Jacques Guerlain benannt. Beides ist nicht erwiesen und Legende.
Für die damalige Zeit war Jicky ein revolutionäres Parfum aber auch ein Skandal. Zum ersten Mal wurden nur synthetische Stoffe wie Coumarin und Vanille als zentrale und eigenständige Duftnote verwendet. Die vielen charakterstarken Essenzen verschmelzen zu einer fast übersinnlichen Duftnote. Mandarine, Rosmarin und Zitrone eröffnen die geheimnisvolle Kopfnote. Basilikum, Rose, Iriswurzel, Jasmin, Lavendel, Patchouli und Vetiver verbinden sich zu einer intensiven, würzigen Herznote.
Durch Ambra, Benzoe, Gewürze, Leder, Rosenholz, Sandelholz, Tonkabohne, Vanille, Weihrauch und Skandalgrund Zibet bekommt der Duft eine animalische, fast mysteriöse Aura, die die Sinne in eine vergangene Zeit entführt. Trügerische Erinnerungen werden wach an Dinge, die real nie erlebt wurden. Dieser schwarze, geheimnisvolle und fast schon narkotische Duft hinterlässt ein einzigartiges, unerklärliches Gefühl, der Vergangenes wieder aufleben lässt.
Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:
Guerlain Jicky ist wie der Geist einer wunderschönen Frau, die in einem hochgeschlossenen schwarzen Spitzenkleid erscheint. Unnahbar und kühl und doch beeindruckend und sinnlich. Scheinbar zum Greifen nah und doch ein Hauch aus der Vergangenheit.
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Guerlain Jicky positiv
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4,5 von 5 Sternen — basierend auf 2 Kundenmeinungen

Kommentar von vom
Himmlisch!
Ein toller und außergewöhnlicher Duft! Am Anfang recht viel Zitrus, aber das verfliegt rasch und dann kommen die warmen Düfte. Er hält sehr lang an und ist ein ständiger Begleiter. Wird später etwas pudrig und wirkt dadurch sehr elegant. Wem Shalimar gefällt, der wird auch Jicky mögen!
Kommentar von vom
Klassiker von Guerlain
Eigenwilliger Duft mit Vanille und Zitrus, aber nicht zuckrig und nicht zu süß. Die Zibetkatzen-Note dürfte aber nicht jedem gefallen. Sogar bei Hitze gut tragbar.

Chefparfumeur Aimé Guerlain kreierte Jicky schon anno 1889

Der Schöpfer dieses hinreißenden Duftes war Chefparfumeur Aimé Guerlain persönlich. Sein Anliegen war es, ein Parfum zu entwerfen, das anders ist als Andere. Er wollte ein Zeichen setzen, ein Trendsetter seiner Epoche sein.
Als er sein kostbares Duftwasser kreierte, war die Champs-Élysées noch abgelegen und nach Einbruch der Dunkelheit sehr gefährlich. Sein Vater Pierre-François Pascal Guerlain hatte 1828 ein Geschäft eröffnet, in dem er als Parfümeur Seifen- und Essigmacher verkaufte. Die Geschäfte gingen gut. Ein paar Jahre später wurde eine Seifenfabrik gebaut. Im Jahre 1914 öffnete das heutige Stammhaus Guerlains. Zitat: "Stellt gute Produkte her. Macht niemals Kompromisse an die Qualität. Habt einfache Ideen und setzt sie gewissenhaft um", so lautete das Motto von Pierre-François Pascal Guerlain. Seine Enkel und Urenkel blieben diesen Prinzipien treu.
Nur allerbeste Ingredienzien wurden von Aimé Guerlain für sein Parfum Jicky verwendet. Er traute sich, auch mit ganz außergewöhnlichen und teuren Düften zu experimentieren – so zum Beispiel mit Weihrauch und die Zibet. Auch die Vanille war zu dieser Zeit noch kostbarstes Handelsgut. Guerlain hat es mit seiner Philosophie weit gebracht in der Kategorie Düfte.
Dabei begann alles einmal mit den Kreationen eines Parfumeurs und Seifenmachers, dessen Produkte ein Pariser Kaufhaus nicht verkaufen wollte. Daher wurde damals entschieden, die Waren ausschließlich über eigenen Filialen zu vermarkten. Diesem Prinzip folgten auch die Erben Guerlains. Das Unternehmen ist heute ein Parfum-Haus der Luxus-Klasse. Ein Flakon von einem Duft in einem als Biene gestalteter Kristallflakon kostet 12.500 Euro. Oder die ganz individuelle Note von Meisterparfumeur, oder "Nase" Jean-Paul Guerlain, der Ururenkel von Aimé Guerlain für umgerechnet 35.000 Euro.

Guerlain Jicky verzaubert mit orientalisch gestalteten Flakon

Guerlain Jicky ist eine der außergewöhnlichsten Duftnoten, die es gibt. Nur wenige Düfte schaffen es, drei Jahrhunderte zu überdauern. So ein Duft der Extraklasse braucht auch einen gebührenden Flakon. Und der sieht sehr orientalisch aus. Nahezu so, als käme er direkt aus einem Märchen aus 1001 Nacht.
Die Form erinnert an einen der Paläste aus den Erzählungen der Scheherazade. Die Verschlusskappe mit ihrer Quaste, die wie aus Engelshaar gewebt aussieht, macht den Eindruck eines Kuppeldaches. Das schwarze, verzierte Papier-Etikett verrät den Namen des duftenden, goldgelben Inhalts. Guerlain Jicky heißt dieser mysteriöse Duftgeist im Flakon, der mit seiner würzig-animalischen Note Menschen die Köpfe verdreht und sie entführt in seine übersinnliche und intensive Welt.
Der Mythos des Orients war seinerzeit weit verbreitet. Im 19. Jahrhundert huldigten viele europäische Maler dem Orient als Ort der Sinnlichkeit und Dekadenz. Darum wählte Guerlain anno 1889 nicht ganz zufällig ein orientalisches Design für den Flakon aus. Der Stil soll anspielen auf den Duft, der in dieser Zeit als opulent, mondän und verrucht galt. Es gab einen Skandal, weil er die Essenz der Zibetkatze enthielt. Guerlain traute sich neue Wege zu gehen und sich über alle Hindernisse hinwegzusetzen.

Aimé Guerlain erfand Liebesgeschichte, um Jicky bekannt zu machen

Als Chefparfümeur Aimé Guerlain anno 1889 den Duft "Jicky" kreierte, dachte er bei der Namensgebung an seinen Neffen Jacques Guerlain, der den Spitznamen Jicky hatte. Um die neue Kreation aber mit mehr Dramatik und Sinnlichkeit auszustatten, erfand er vermutlich die Liebesgeschichte mit einer Frau aus England.
Die Frau hieß angeblich Jicky. Ihr widmete Aimé dieses gewagte und lebhafte Parfum, das eine kleine Revolution auslöste. Zum ersten Mal wurden allein synthetische Stoffe wie Coumarin und auch Vanille als eigenständige Duftnote verwendet. Mit diesem neuen Duft gingen die Menschen dieses Zeitalters in die Moderne. Alt herkömmliches wurde hinterfragt und insgesamt eine andere Richtung eingeschlagen. Frauen emanzipierten sich und das Leben und die Liebe wurde ungehemmt gelebt.
Die 1920er Jahre sind bekannt für ihre hemmungslose Lebenslust und auch für ihre sexuelle Freizügigkeit. Diese Zeit schrie nach solch einem Parfum, einer Duftnote die all ihre Werte und Gefühle in einem Hauch ausdrücken konnte. Und Guerlain Jicky konnte den Menschen so ein Meisterwerk geben.
Noch heute, über mehr als 120 Jahren nach seinem Entwurf, ist der Duft im "Trend" immer noch aktuell. Unsere Zeit würdigt und schätzt alte Dinge, die einen "Charakter" haben. So auch den duftenden Geist in Guerlains Flakon Jicky, der von alten Zeiten erzählt, der entführt in diese so ganz andere Epoche der Menschheit. Menschen wie Aimé Guerlain kreieren Düfte, die drei Jahrhunderte hindurch nichts an ihrer Faszination und von ihrer Wirkung verloren haben. Auch der insgesamt dezente Flakon spiegelt die moderne Bewegung dieser Zeit wider und ist auch heute ganz aktuell. Guerlain Jicky , zeitgemäßer und moderner als je zuvor.