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Etro Patchouly - ein Klassiker aus Italien

"La nuova tradizione" lautet die Philosophie des italienischen Modelabels Etro. Gemeint ist damit die Tradition des Hauses, ganz traditionelle und bestens bekannte Produkte, auf eine neue, gerne auch unkonventionelle Weise weiterzuentwickeln. Dieses Prinzip fand auch im Herrenduft Etro Patchouly Anwendung und ist wahrscheinlich mit ein Grund dafür, dass sich dieser zwischenzeitlich zu einem Klassiker entwickeln konnte. Der Duft gehört eindeutig in die Kategorie erdig-holzig. Ihm gelingt dabei aber das große Kunststück, von diesem Grundgedanken ein ungemein breites Duftspektrum zu erschließen.

Die Kopfnote etwa überrascht mit einem wahren Feuerwerk unterschiedlicher Noten. Bergamotte, Florida-Orange und Wüstenbeifuß treffen da auf Lavendel, Zypresse und Pfefferminze. In der Herznote wiederum bilden Bourbon-Rosengeranie, Rose, Mysore-Sandelholz und vor allem natürlich ganz viel Patchouli den zentralen Duftreigen. In der Basisnote entfalten sich schließlich Amber, Moschus, Vanille und Weihrauch. Dominiert von Patchouli stellt sich insgesamt ein Dufterlebnis ein, das erdige und holzige Aspekte virtuos mit fruchtigen und floralen Noten kombiniert. Betörend, spannend und orientalisch wirkt das.

Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:

Es verwundert daher kaum, dass sich Etro Patchouly seit seiner Markteinführung 1989 zwischenzeitlich zu einem wahren italienischen Klassiker entwickelt hat. Dazu passt dann auch, dass auch gerne mal Frauen diesen herrlichen Duft auftragen und sich und andere damit erfreuen.

aller Kunden bewerten
Etro Patchouly positiv
4 oder 5 Sterne

4,83 von 5 Sternen — basierend auf 6 Kundenmeinungen

Kommentar von vom
Absoluter Retro-Lieblingsduft!
Ich liebe seit meiner Jugend Patchouly-Düfte! Etro trifft diese Erinnerung perfekt. Im Sommer nehme ich das EdT, da der Duft vom Parfum etwas schwerer ist und ich so keine Pause einlegen muss.
Kommentar von vom
Patchouly Patchouly....
Ein toller, intensiver, außergewöhnlicher, langanhaltender Duft. Für mich persönlich, jedoch nicht für jeden Tag. Ich liebe Etro Düfte und toll finde ich, dass die verschiedenen Düfte untereinander kombiniert werden können.
Kommentar von vom
Super gut
Ich habe dieses Parfum für meinen Vater zu Weihnachten gekauft. Er findet es wahnsinnig gut. Eines sollte man jedoch beachten - man sollte nicht zu viel davon auftragen, da es sonst zu stark riecht.

Etro Patchouly - der Parfümeur bleibt ein Geheimnis

Es gibt Parfums, da ist der Parfümeur gewissermaßen Programm. Vor allem wenn es sich dabei um einen großen Namen in der Branche handelt, werben die Unternehmen in Presseunterlagen und anderen Verlautbarungen gerne mal damit. Dann gibt es Parfums, bei denen lässt sich partout nicht herausbekommen, wer den Duft denn nun eigentlich geschaffen hat. Meist ist das dann der Fall, wenn ein Label die Komposition von einem externen Dienstleister zugekauft hat und mehr als ein oder zwei Parfümeure daran beteiligt waren. Der Herrenduft Etro Patchouly ist genau so ein Fall. Von der kreativen Nase oder auch den kreativen Nasen dahinter weiß die Öffentlichkeit nichts. Nirgendwo taucht auch nur ein Name auf. Da dem Unternehmen zu diesem Zeitpunkt jede fachliche Expertise im Bereich Parfums fehlte, darf man wohl getrost davon ausgehen, dass der Duft von außen zugekauft wurde.

Man darf aber ebenso mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen, dass Firmenpatriarch Gimmo Etro ganz entscheidenden Einfluss auf die Kreation genommen hat. Dafür spricht nicht zuletzt, dass Etro Patchouly das Firmenprinzip des Hauses umsetzt. Wir erinnern uns: Altbekanntes soll neu und gerne auch ungewöhnlich interpretiert werden. So wie in diesem Duft mit dem Klassiker Patchouli umgegangen wird, dürften die Macher dieses Prinzip förmlich verinnerlicht haben.

Letztlich ist es aber auch egal, wer genau dieses fantastische Parfum geschaffen hat. Das Ergebnis spricht für sich und zeigt deutlich, dass die Leute dahinter ihr Handwerk geradezu virtuos beherrscht haben müssen. Kaum jemand kauft sich einen bestimmten Duft, weil er von einem bestimmten Parfümeur stammt. Klar, so mancher Name verspricht etwas Großartiges. Sicher kann man sich jedoch nie sein.

Der Flakon: Zeitlos schlicht und voller Eleganz

Wer den Flakon des Unisexduftes Etro Patchouly zum ersten Mal sieht, dem dürfte unweigerlich der Ausdruck "Fläschchen" in den Sinn kommen. Eine kantige Flaschenform bildet denn auch die Grundlage für das gesamte Design. Der Corpus selbst ist transparent und beinhaltet eine eigene Kammer für die Duftflüssigkeit, die goldfarben durch das Glas schimmert. Der silbrige Verschluss verstärkt den Flascheneindruck nur noch mehr. Interessant ist, dass das typische Paisleymuster dezent sowohl in das Glas als auch in den Verschluss eingearbeitet wurden. Dieses Muster spielt in der Firmengeschichte von Etro eine ganz besondere Rolle, wie wir noch sehen werden. Das Unternehmen zitiert sich damit gewissermaßen selbst. Insgesamt wirkt der Flakon von Etro Patchouly zeitlos schlicht, verströmt ein klein wenig Retro-Anmutungen und ist voller Eleganz. Da wundert es nicht, dass diese Urform zum typischen Merkmal aller Parfums des Hauses geworden ist. Bei so viel Stil braucht es dann auch gar nicht viele Worte. Der Firmen- und Produktname erscheinen lediglich auf dem kleinen Etikett, das auf der Vorderseite aufgeklebt wurde.

Keine Werbekampagne ist auch eine Aussage

Zur Markteinführung des Herrenduftes Etro Patchouly im Jahr 1989 verzichtete man auf eine großangelegte Werbekampagne. Das verwundert umso mehr, als Etro damals erst damit begann, Parfums in den Produktkatalog mit aufzunehmen. Die fehlende Kampagne zeugt entweder davon, dass man gewisse Selbstzweifel hatte oder von dem Duft derart überzeugt war, dass man sich die Ausgaben für teure Werbung schlicht sparen wollte. Wahrscheinlicher ist eindeutig Letzteres.

Etro gehörte zu diesem Zeitpunkt bereits zu einem der wichtigsten italienischen Modehäuser. Gegründet wurde es1968 vom damals 28-jährigen Gimmo Etro. Als Stoffweberei entwickelte man sich schnell zu einem bedeutenden Hersteller nicht nur von Stoffen, sondern auch von modischen Accessoires. Getreu dem Firmengrundsatz, Altbekanntes neu zu interpretieren, hauchten Etro und seine Mitstreiter etwa dem in die Jahre gekommenen Paisleymuster neues Leben ein. Es findet sich in unzähligen, zum Teil auch sehr ungewöhnlichen Varianten in den Entwürfen des Hauses. Damit aber gelangte es unweigerlich auch wieder zu den Modedesignern weltweit. Neben den Stoffen punktete Etro auch mit Heimtextilien aller Art, mit Handtaschen, Schals und Krawatten. Erst 1994 kam die erste eigenen Herren-Modelinie auf den Markt, kurz darauf folgte eine Damen-Linie. Beide bewegen sich bis heute im hochpreisigen Segment.

Bei diesem Hintergrund wird klar, dass Etro in der Modewelt ein wohlklingender Begriff war. Werbung für das neue Parfum Etro Patchouly dürfte daher nicht zwingend erforderlich gewesen sein. Es genügte der Hinweis, dass das Unternehmen nun auch in die Welt der Düfte eingetaucht war. Alles andere ergab sich dann quasi von selbst - nicht zuletzt auch, weil die Duftkreationen von Anfang an durch ihre außergewöhnliche Qualität mehr als nur überzeugen konnten. Keine Werbekampagne ist so gesehen auch eine deutliche Aussage.