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Abwechslungsreich und charaktervoll

Burberry Mr. Burberry Indigo erschien 2018 als aquatische Erweiterung der Herrenduft-Range des britischen Traditionshauses. Dass es sich bei Burberry Mr. Burberry Indigo um einen reinen Herrenduft handelt, wird bereits bei der Betrachtung der vorwiegenden Aromen deutlich. Die zunächst überwiegenden Zitrusaromen werden von schwarzer Johannisbeere unterstützt und erhalten durch Rosmarin eine würzige, ätherische Note. Die Herznote dagegen besticht bereits deutlich intensiver durch die herben Aromen Treibholz und grüne Minze. Veilchenblatt rundet das Ensemble ab und sorgt für einen runden Gesamteindruck. Auch eine wässrige, leicht flüchtige Nuance gelangt durch die Verwendung von Veilchen in den ansonsten recht soliden Körper dieses Parfums. Zuletzt bleibt ein Grundton, in dem nichts mehr von der anfänglichen Frische und Spritzigkeit verblieben ist. Amber, weißes Eichenmoos und Moschus hinterlassen Eindruck und vollenden den Wandel von frischem Abwechslungsreichtum hin zu bestechender Tiefe. Die Vielseitigkeit der enthaltenen Duftstoffe verleiht Burberry Mr. Burberry Indigo Tiefgang, Vielschichtigkeit, sowie einen interessanten Charakter mit immer wieder neuen Nuancen. Damit spiegelt der Duft perfekt den Charakter wider, den er seinem Träger verleihen möchte. Facettenreichtum und charakterliche Tiefe werden bei Burberry Mr. Burberry Indigo trefflich zu einem stimmigen wie runden Rahmen verbunden.
Kopfnoten:
Herznoten:
Basisnoten:

Das Werk eines französischen Meisterparfümeurs

Bereits früh erlernte Francis Kurkdjian über das Klavierspiel und das Ballett zwei Tugenden, die ihn in seinem späteren beruflichen Werdegang als Parfümeur wesentlich unterstützen und vorantreiben sollten: Disziplin und Ausdauer.
1969 ohne jeglichen familiären Hintergrund im Bereich der Parfümerie oder Duftherstellung geboren, entschied Francis Kurkdjian dennoch im Alter von 15 Jahren, den Beruf des Parfümers zu erlernen. Sechs Jahre später schrieb er sich an der bekannten Schule für Parfümeure ISIPCA im nahe Paris gelegenen Versailles ein. 1995 begann ein kurzes Zwischenspiel bei Quest International in New York. Im gleichen Jahr gelang ihm mit Le Male für Jean Paul Gaultier der Durchbruch, bevor 1999 seine Rückkehr nach Paris folgte. Schon zwei Jahre später, nämlich 2001, eröffnete er seine eigene Parfümerie-Werkstatt, in der er fortan seine Düfte kreierte und perfektionierte. 2004 lernte Kurkdjian Marc Chaya kennen, mit dem er 2009 gemeinsam die bekannte Maison Francis Kurkdjian ins Leben rief. Hier erstellt er seitdem neben Kreationen für seine eigene Marke weltbekannte Düfte für renommierte Labels, erschafft darüber hinaus aber ebenso individuelle Düfte für einzelne Kunden.
Exklusivität und Perfektion stehen somit bei diesem Parfümeur der Weltklasse an erster Stelle. Bereits im Jahr 2001 wurde Francis Kurkdjian mit dem Prix François Coty für sein Lebenswerk ausgezeichnet, also lange bevor er Maison Francis Kurkdjian gründete. Auch den Nose of the Year-Award des Cosmétique Magazine erhielt er bereits 2008 und somit vor Etablierung seines heutigen Unternehmens. Es wird deutlich, dass Kurkdjian heute zwar vor allem für die Maison Francis Kurkdjian berühmt ist und mit dieser große Erfolge feiert, der eigentliche Aufbau seines Renommees gelang ihm dagegen weit früher in seiner einzigartigen Karriere.

Farbspiel in Blau- und Grautönen

Der Flakon des Parfums Burberry Mr. Burberry Indigo orientiert sich voll und ganz an der Gestaltung anderer Serien aus dem Hause Burberry. Die verwendeten Gestaltungsmerkmale greifen nahezu identisch die Formensprache des Damendufts Burberry My Burberry auf und transformieren sie in einen eindeutig maskulinen Herrenduft. Eine klare Formensprache mit einem schlichten, kubischen Flakon aus klarem Glas und einem zylindrischen Deckel in Schwarz schafft ein zeitloses Design, sowie Erinnerungen an klassische Flakons des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts. Die Gesamterscheinung in kühlen Grau- und Schwarztönen verleiht dem Flakon mitsamt seinem Inhalt Tiefgang und Vielschichtigkeit. Gerade das Spiel des in grauen Farbnuancen changierenden Parfums im klaren Glas des Flakons schafft Lichtreflexe und wechselnde Eindrücke.
Das gestalterische Highlight des Flakons von Burberry Mr. Burberry Indigo ist sicherlich die schwarze Schleife, die die Verbindung zwischen eleganter Kühle und lebhafter Verspieltheit erzeugt. Wie schon bei Burberry Mr. Burberry erzeugt sie den gewollten Bruch der klaren Formensprache und schafft so eine Verbindung zwischen Lebendigkeit und reduzierter Kühle.

An der Atlantikküste der Grafschaft Kent

Das Gesicht der Werbekampagne zu Burberry Mr. Burberry Indigo ist der Schauspieler und Musiker Josh Whitehouse. Fotografiert von dem bekannten Mode- und Werbefotografen Alasdair McLellan verleiht er dem Duft ein greifbares Bild mit Wiedererkennungs- und Identifizierungsmöglichkeiten. Aufgenommen an der Atlantikküste der englischen Grafschaft Kent, vermitteln die Werbebilder einen Hauch britischer Noblesse und zugleich zeitloser Eleganz. Die bewusst wagen Bildaussagen ermöglichen Einblicke, ohne den völligen Überblick über die Szenerie zu gestatten. So ist der Betrachter gezwungen, sich selbst seinen Teil vorzustellen. Als Ergebnis erhält die Werbekampagne eine ganz eigene Relevanz für jeden einzelnen Betrachter. Optisch orientieren sich alle Werbeaufnahmen in Bild und Video bewusst am dezent zurückhaltenden Farbspektrum von Burberry Mr. Burberry Indigo. Deutlich ihrer Leuchtkraft entzogene Farben ergänzen die Grau- bis Blauschattierungen des Parfums ideal ohne sie zu übertrumpfen oder durch völlig farbfremde Eindrücke zu verfälschen. Musikalisch begleitet wird der Werbespot von dem Song „Blue Jeans“ der bekannten britischen Rockband Blur. Eine passende Songwahl, ist Indigo doch die klassische Farbe für Jeans.
Der britische Schauspieler und Musiker Josh Whitehouse ist das Gesicht von Burberry Mr. Burberry Indigo, 2018.
Ein spannendes Detail, das bei der ersten Betrachtung der Kampagne zu Burberry Mr. Burberry Indigo zunächst überhaupt nicht auffällt, ist die Verbindung von Flakon und Model. Selbst in Bildern ohne Flakon, scheint dieser dennoch präsent. Ebenso schwingt die Erscheinung von Josh Whitehouse auch dann mit, wenn lediglich der Flakon zu sehen ist. Ob tatsächlich beabsichtigt oder reiner Zufall, die Ähnlichkeit des Schauspielers in schwarzem Anzug mit Fliege zum Flakon mit dunkler Füllung mit ebenfalls schwarzer Schleife bzw. Fliege ist verblüffend. Selbstverständlich ist hier keine reale Ähnlichkeit zwischen Glaskörper und Modelkörper gemeint. Viel mehr trägt die bewusst wenig detaillierte Fotografie dazu bei, den dunklen Körper und die herausstechende Fliege in beiden Fällen als abstrakte Verbindung zwischen werbender Person und beworbenem Objekt zu inszenieren.